Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 75 (1911)
- Issue
- Heft 2 (13.1.1911)
- Date
- 1911-01-13
- Page
- Seite 4 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3224737-3228961-3228964--67152-3279353- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ferneren Beratungen betrafen im wesentlichen Fragen, über Stellenvermittlung, über welches. Thema Frau Helene Meyer - Stargard i. P. ein allgemein gehaltenes Referat und Frau Berta . Rosenb latt-Frankfurt a. M. ein Korreferat mit Bezug auf die/ Organisation und Tätigkeit der. Frankfurter. Stellenvermittlung erstattete. -' Es wurde nach längeren Erörterungen beschlossen, die Zentralisation der bereitst bestehenden Stellenvermittlungen in die Wege zu leiten, /. eine Auskunftsstelle für Berufsausbildung zu. schaffen und eine Liste von .Vertrauensleuten für Mädchenschutz und Stellenvermittlung anzulegen. Weiters einigte man sich darüber, daß der Anschluß der Ortsgruppen., und der jüdischen -Frauenvereine des Jüdischen Frauenbundes an den Bund deutscher Frauenvereine zulässig -ist, dochhaben Ortsgruppen bei jüdischen Fragen im Sinne . des Vorstandes des Jüdischen Frauenbundes abzustimmen. . Abends hielt Fräulein. Sidonie Werner-Hamburg im Konzertsaal des Hotels „Bayerischer Hof" einen öffentlichen Vortrag über „Erziehungsfragen", dem eine sehr große Zuhörerschaft beiwohnte. Die Rednerin, \ : die selbst seit 25 Jahren, auf dem Gebiete der Erziehung und des Unter- * richts tätig ist, baute ihre interessanten Darlegungen auf ihre eigenen . Erfahrungen aus und behandelte im wesentlichen .Selbsterziehung. Jugenderziehung und Volkserziehung. Rednerin erklärte sich als aus-. . gesprochene Gegnerin der modernen Pensionats wo das Glätten der Ecken und Kanten.zu einer Politur der Seele wird, wo Bildung — Verbildung erzeugt. Das beste sollen wir von Vater und Mutter lernen. . Rednerin sprach sich weiter gegen den Abfall vom Judentum, den Jndifferentismus und den Antisemitismus aus. Der geistreiche Vortrag wurde - mit reichem Beifall ausgenommen. Am folgenden Tage wurden die Beratungen fortgesetzt und nach einigen geschäftlichen Mitteilungen ein Referat über „Die Schwesternfrage" von Frau Dr. Martha Fr an kl- Berlin entgegengenommen, das für Einführung des Berufes der Krankenpflege - unter den jüdischen Frauen eintrat: und eine gleiche Organisation ' empfiehlt wie die Diakonissenanstalten. Frau Rabbiner Dr,- W ern er (München) referierte sodann über soziale Arbeit in der Münchener-/ Kultusgemeinde. Der-1883 gegründete jüdische Frauenverein hat einen Mitgliederstand, von übe.r 10.00 Personen und weiters ein großes Vermögen. Daneben bestehen: ein. Verein für Krankenpflege.und für Beerdigungswesen, ein israelitisches Schwesternheim, ein Ferienheim, eine Volksküche, die im Vorjahre an 39 000 Portionen verbraucht hat, ein Frauenhilfsverein mit Kindergarten Kinderhort, Mädchenklub und Turnhalle. In nächster Zeit wird eine Privatklinik an das Schwestern- , heim angeschloffen werden. Dazu kommen noch große. Wohltätigkeitsstiftungen, namentlich für Waisenerziehung, für arme, alte Leute usw. Ein weiteres Referat von Frl. Hetth. Neumüller (Frankfurt a. M.) behandelte die weiblichen Jugendvereine. Mit der: Statutenberatung und den Vorstandswahlen endeten die Beratungen .des Verbandstages. Oesterreich-Angara. -- Wien, 5. Januar. Am. 27. Dezember v. I. fand im Sitzungssaals der Lne Lritd eine zahlreich besuchte Sitzung: des hier . zur Vorbereitung des Emigrationskongresses in Wien bestehenden Komitees unter dem Vorsitze des Obmannes, des Vizepräsidenten der Wiener israelitischen Kultusgemeinde Herrn Dr. Gustav Kohn statt. In derselben erstattete Herr Dr. Gustav Kohn einen ausführlichen Bericht über die bisherige Tätigkeit des Komitees; er konnte mit Befriedigung, darauf Hinweisen, daß die . Idee der Abhaltung eines Emigrationskongresses die Zustimmung der weitesten Kreise in allen in Betracht kommenden Ländern gefunden hat. Er bemerkte, daß die zahlreichen Sympathiekundgebungen, und wertvollen Anregungen, die von vielen . in den Emigrations- - fragen kompetenten PersönlichkeitenundOrganisationen ihm zugekommen [/>;///■»»/< Das billigste ©rträitf! Hkathreiners Malzkaffes. ■ Seit 20 Jahren bewährt. sAerztlich empfohlen.« J. A. HENCKELS Zwiliingswerk Messerwaren bester Qualität. Alle meine Fabrikate tragenmein Zwillingszeichen; wenn sie bei Wiederverkäufem nichtzu haben sind, bitte sich zu wenden an die NisderPag.: Berlin W. 66, Leipziger Strasse 118. Filialen in Köln a. Bh. - Dresden-A. - Frankfurt a.M; Hamburg - Wien I - New York. . 00 Frisur Elegant. Patentamtlich geschätzt. Nr. 267288. FOr Jede Frisur brauchbar. Frisur Elegant,keinHohlgestell,sondern genaunachder Natur gearbeitet.Uebertrifft als Einlage und Oberfrisur alles bisher Dagewesene. Frisur Elegant verjüngt um Jahre, wird zur heutigen Frisur gebraucht, verdeckt graues oder verfärbtes Haar. Zufriedenheit wird garantiert. Preis dunkel M. 10.-.diffizilere Farbe M. 12.50, weisse und aussergewöhnliche Farben teurer. Bitte Haarprobe'einsenden. Versand per Nachnahme. Billigste Bezugsquelle in Zöpfen. Erste Berliner Zopf-Fabrik von J. Stabenow, Berlin SW. 19, nur; K°S.l!:fS>^"Sr*l,.,~2 Inhaber: Herrn. Wetzel. GelesenheltsRoufe und Verkaufe in gefassten u; ungefassten Juwelen; Perlen und Perlketten. Farbige Edelu. Halbedelsteine.; Brillanten. t»**’ sf* Perlen Ergänzungen von Perlschnüren, Juwelen-Arbeiten in feinster Ausführung billigst. Alle Logenabzeicheh stets vorrätig am Lager. Berlin SW. 68, Scli&tzenstr. 54/55 nahe Jerusalemer Strasse. — Tel.1,2655.