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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1910-12-16 · Heft 50 (16.12.1910) · page 13

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
74 (1910)
Issue
Heft 50 (16.12.1910)
Date
1910-12-16
Page
– (sequence 13)
Language
German
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? ' -. *vs.« xi-r&z £.;nii;5h>v;;--? t:o& nnv f';/7 r;- -::"; ‘ *' Wer VemetNWvore. Deilssr zur „Attsemetuen Lrttlliis heS AlidentumK^/ OgxxWmndkn^n undWschrlchtrn. 777"'!,/' 7.' ' 7.Wr«tschl«nd. '' «L;JBcfltu, -13. Dezember. Ter IV. Deutsch - Israelitische Verbandstag^,der cH Sonntag in tzen Räurnen des Deujsch-Jsraelitischen GenleindebundLs. stattfand, erfreute sich eines, zahlreichen "Besuches. Herr Professor.,PHilippson .begrüßte die Erschienenen- und erteilte dannHerrn JnstizratB erg.er- Königshütte das Wort zur Begründung der vy^l ihnr.. gestellten.. Anträge. Es handelt sich dabei um die Frage der Beschaffung, von. weiteren Mitteln für die unbedingt zu lösenden und von JahrznJahr.wachsenden Aufgaben der Provinzialverbände. Es wird-daher durch dey Antrag.Königshütte empfohlen, die EinnflhmeU'lder Provinzalv.erbände.dadurch zu.erhöhen, daß man auch HwzeMrsynen in-die Provinzialverbände aufnimmt. Einzelne dieser Verbände. haben, bekanntlich, dieses System bereits eingeführt, ohne jßdyM. sMrner,.^,wie,,rum.Beispiel in Sachsen, dadurch eine irgendwie in Betracht fallende. Erhöhung., ihrer Einnahmen zu erzielen. Herr ,Flörs.heim^Dortmundspricht sich auf Grund der Verhältnisse in d/er Provinz Westfalen gegendie Werbung von Einzelpersonen aus. >' Man chürfe^nicht. .vergessen,, daß die Ansprüche an die Leistungsfähigkeit. der,: -Einzelpersonen sehr großeseien, und /daß möglicherweise durch.dir Beisteuer für / die Probinzialverbände änderen wichtigen Institutionen^ .nötige; Kittel; .entzogen v-.tvstxden.'./ /- Herr Justizrat Ch.ohke-KagdebML gibi -einige statistische Zahlen/ aus den Jahren ..fßOijZ.Mnb,. IllÄM/ nnö ust/ dafür, daß man wohl auch Einzelpersonen in kräftigen Gemeinden 'heranziehe. Heiw Dr. Schopf- Danzig . , ist> - ebenfalls der. Meinung,; daß man Einzelpersonen ' als Zahlende Mitglieder gewinnen könnet Daher sei. der.Wtxgg/ÄönigL- Hütte anzunehmen. Herr, Ganitätsrat Dr. A/pse'l-/Köln /erklärst,.. daß man sm.-Rheinlande .zwar"/mit dstr/ Werbung von 'Einzelmitgliedern schlechte.,/ Wch.De . gemacht-chatte^ , er jedoch auch für den Antrag' Htznigshütte-sei., HerrDr./ Ehrenberg-Stettin berichtet, daß/ Man inPommern von der Werbung vpn Einzelmi.tgliedern zuriickgekömmen ist, dg man, bie, Erfahrung gemacht/, hätte, d/aß /immer eine andere Institution., ßarnnter kleide. In der Abstimmung wurde der Antrag Berger-Königshütte, angenommen. ..Herr Justizrat Berger' beantragt sodann. daß /die Gem ein he,/Berlin veranlaßt/werden soll,, einen höheren.Beitrag, für Verbanhsztpecke herzugeben, Ist Öberschlesien stehe man an der/ Grenze der /Leistungsfähigkeit, alle Gemeinden gehören zwar zury Verband, - und was sie. über, ihre Kräfte an Beiträgen und sonst leisten, reiche trotzdem nicht aus. Berlin habe hie moralische Berpstichtung zu einer größeren Beisteuer,. denn die besterr Meu.erzahler - gehen, aus der . Provinz nach Berlin. Hier/, komme es Licht, daraus an, / ein paar Prozent Steuern mehr Z f zu. , 'nehmen, da . / in /. Berlin . die Steuer außerordentlich niedrig sei. Herr Sanitätsrat Dr. Feilchenseld erklärtem Namen, des.Vorstandes/ der jüdischen Gemeinde, daß Herr Justizrat Berger doch .die Verhältnisse nicht ganz.richtig beurteile. Sie .Gemeinde ■ Berlin gebe ja.., schon einen erheblichen Beitrag. Für die Wanderarmenfürsorge hohe man freiwillig einen erheblichen Betrag zugesagt. / Sie Verhältnisse /in .Berlin/mahnten zu / einer/gewissen Vorsicht gegen-/' Her. einer/UteisererhöhunL^ dje.man /nicht' y.hüe.weiteres eintreten lassen könste. Trotzdem glgnbe er, daß ßie Berlmer Gemeinde, wenn die MotwendLkeit ngchgewiesen ivlirde, zux Bewilligung..einer weiteren Summe., vieüeich/t / bexest/ seln werde/^ Professor. PH ilippsön nimmt dabei?(nlaß, /daraus ymzuweisen,/daß./die/ Berliner Gemeinde/ in früheren Zejten geg/enüher / öestr Gemeist'dxbnstd Mar etwas zurück-,, haltend war,.' aber seit'Jahren, bas/ müsse-: man anerkennen, habe sich' ein.,-exsrestliHerMandel/ Loßzögen. "Sie>/Keiträge/....se,ien//meseMich. erhöht ^lnd /vrrvielfachh/ Mer es se.i. auch /nicht/zu verkennen,/ daß. d,e Mexlitzer./-GemxMde./,iy//./iyüner.//stäWrM/Vkaße..für andere, JnstiWiMn/stm/.Mslhe//sn /MM^ch//g^omme^/chexde./DerA'nMg,' die /AMnepWmeDitz//,zu.' "veräy/lassen/ '/sHrxn /Beitrag. zu erhöhest/ / w'srbLngenom.meH'/Dhe"wssiter^Mträg/ö-n/Köntztzhüife>"daß mast / zu7Zuwepdungen und Vermächtnisse für. den ProvinLakverband' anregen solle, findet eine geteilte Aufnahme. Eh o y'ke-Magdeburg hält eS^für bedenklich, .für NIld'erv>M '«ine'WohltLtigkettSzweÄe.Lei Vermächtnissen zu' wirken, .Herr Siegfried Brünn wünscht, daß man individualisiere^ ustd wo Ich die Möglichkeit ergebe, auch für Zuwendungen und Verniächt'nisse an die Provinzialverbände wirke. Herr Liebenfeld-Bochum erklärt sich gegen den Vorschlag, während Herr Flörsheim-Dortmund auch diesen Weg in besonderen Fällen für zweckmäßig, erachtet. Eine/längere Debatte/ruft dann der weitere Antrag 'des' Synagogengemeindeverbandes 'Oppeln hervor: »Der Verbstndstag Molle beschließest, ’ daß ausnahmsweise eist Zuschuß'W den Kosten des Neligionsunterrichts auch bei Erteilung des Unterrichts durch einen nicht seminaristisch gebildeten Lehrer bewilligt werden -kön'ste, wenn insbesondere in zerstreut liegenden Srtschastest öurch ein/ustd denselben Beamten auch andere Funktionen, wie das Schächten, ausgeübt weiden müssen." Herr Professor Türk betont den prinzipiellen StandMnkt des Gemeindebundes, unter Schonung der bestehenden/Verhältnisse, bei Neubesetzung von Stellen nur dann ' einen Zuschuß zu gewähren, westn iist seminaristisch / vorgebildeter Lehrer in Frage kommt. Der Antrag' Oppelst 'wolle nun dieses Prinzip durchkreuzest. Nachdem. Herr Profeffor^ Türk den Standpunkt des „D.J. G. B."/ sehr eingehend und überzeugend begründet hatte, zog Herr Jüstizrat Berger den Antrag/Dppeln zurück. Es folgte dann die Beratung über »gegenseitige Unterstützung der Verbände auf den/Grenzgebieten". Her^ Generalsekretär Dr. Reumann Referiert üt er diesen 'Punkt, der eine sehr anregende Debatte auslöste, 'aus ° der man erfuhr, daß derartigL nachbarliche Zusammenkünfte ' ustd gemtzinsams' Aktionen bereits - jetzt stattfinden. ' Herr/ Sastitäißrat Dv. Apfel-Köln giE dann teine 'besondere Anregung^ Er verweist darauf, daß nach dem preußischen Volksschulgesetz der' Llrhrer, der aus einer pistvaken Peligjönsschstle zu'einer öffentlichen, übertrjt't/"dann seinen Dienstiahre^oei der Bemessustg' des/Gehaltes verlustig/ gehe, wenn er 'sticht für jedes Jahr, das er an einer Privatschnle ämtier/te, 570 Mark nachzählt. Und zwar müßte er selbst bei einer größeren Anzahl von Ja Kren den ganzen Betrag unseinmal' zählest.'' Tut er das. nicht, so bekonimt er nur das Anfangsgehalt eines jungen Lehrers/' Dazu,' gu dieser pekuniären Nachleistung, ist aber der Lehrer' selten /öder' nie imstande. Nach dem preußischen Volksschülgesetz'könnest ist solchen Fällen staatliche Unter-' stützungen'eintreten, auch für jüdische Lehrer, wie Ministerialdirektor Schwartzkopf seinerzeit ausdrücklich ' hervorhob. Der Gemeindebund sollte, daher energische. Vorstellungen machen, eventuell auch bei den' Abgeordneten dahin wirken, daß hierin 'eine gleiche Behandlung jüdischer und nichtjüdischer Lehrer eintrete: Herr Professor Philippson sägt wohlwollende Prüfung dieser Anregung zu. Herr Flörsheim-, Dortmund. unterstützt die Anregung, die dringend sei und regt an, ' ob der Lehrerverband und der D. I. G.^,. unter Mitwirkung vielleicht, n/och anderer Instanzen oder Personen/ sticht einen solchen Fonds sofort schaffen könnte. Auch Herr Professor Blaschke^sagt wohlwollende Prüfung zu. Professor Tln:k' solle beinl LehröiWVanö dH' Nötige anregen.' Ein Weg sei schön jetzt'gegeben"dstrÄjDWusPtuch-^/ nähme der staatlichen Provinzialfonds. - Vor allem «h-r" müßten ' die Provinzialvtzrbände den Gemeindebünd mit den erforderlichen Materialien versehen. Sodann referieri Herr -Aektvr "GuNnrann / über den letzten'Punkt der Tagesordnung: »Beseitigung VesMangelr/ an Kültusbeamten." ' Aus der langen Diskussion, die sti^/Ütt das' Referat knüpft 'und aus diesem selbst ist zu entnehmen, dH man / teilweise so allgemein einen Mangel überhaupt chestritt, und daß ' matt anderseits eine möglichsti:' Trennung der Funktionen eines '' Schächters von denen des Kantors und Rekigiönslehrers befürwortete. / Zum 'Schluß, ergreift Herr Sanitätsrat Dr. Apf.el-Kölst noch einmal', das. Wärt: Ueberall, so meint' er, ziehe sich wie'/eln roke/r ./ Faden stev Kangel /einer / staatlichen 'Organifäti/dn /Ms// Preußischest /Gemeindewesens durch .diä 'BerhandlNngßst öer'' ' ..-7 i-,;::^=7: >u.7

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