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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1910-10-14 · Heft 41 (14.10.1910) · p. Seite 492

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
74 (1910)
Issue
Heft 41 (14.10.1910)
Date
1910-10-14
Page
Seite 492 (sequence 12)
Language
German
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Thesaurus totius hebräitatis et Veteris et; Reventioris auctore Elieser ben Jehuda. Hierosolymitano. Vol. IIfase. 4—8 Schoenebergi apud Berolinium in Aedibus.. -Prob. G- Langensclieidti. Jüdischer Almanach 5670. Herausgegeben aus Anlaß des . 25 semestrigen Jubiläums von der Vereinigung Jüdischer Fachschüler aus Galizien Bar Kochba in Wien. 5670 Wien 1910. Jüdischer Verlag G. m. b. H. ßölit a. Rh. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des . Judentums, begründet von Z. Frankel. Herausgegeben von Dr. E Braun. 54. Jahrgang, Neue Folge/ 18. Jahrgang. Juli bis August 1910- Heft 7/8. Breslau, Koebncrsche Verlagsbuchhandlung. 33. Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest für das Schuljahr 1909/1910. (Die hebräische und arabische Poesie der Juden Jemens von Professor Dr. Wilhelm Bacher) Budapest 1910. Ahasvera. No man von Hans v. Kahlenberg, 1. bis 4. Tausend, Vita, Deutsches Verlagshaus Berlin-Charlottenburg. Schriften, herausgegeben von der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. — Grundriß der Gesamtwissenschaft des Judentums. Talmudische Archäologie von Dr. Samuel Krauß, Band I. Leipzig, Buchhandlung Gustav Koch G. m. b H. 1910. Preis 20 Mark, gebunden 21 Mark. Wegweiser für die Jugendliteratur. Herausgegeben von der Großloge für Deutschland VIII. U. ° O. B. B. Redigiert von Dr. M. Spanier in Magdeburg. Jahrgang VI 1910 Nr. 4. Jüdisches und Heidnisches im christlichen Kult. Eine Vorlesung von Gerh. Loeschke. Bonn 1910. A. Marcus und C. Webers Verlag. Preis 0.80 Mark. Rein sachlicher, naturwissenschaftlicher Beweis für das Dasein des Schöpfers des Weltalls. Von Bernhard Teichmann in Erfurt. Verlag von Bernhard Teichmann 1910. Preis 60 Pfennig. Der Hebräische Unterricht. Eine Methodik für Gymnasien von Professor Dr. Paul Törwald. Berlin, Weidmannsche Buchhandlung 1910. Die Bedeutung des Judentums für den religiösen Fortschritt der Menschheit. Vortrag von Dr. Hermann Cohen. Sonderausgabe aus. dem Protokoll des fünften Weltkongresses für Freies Christentum und Religiösen Fortschritt, Berlin 1910. Berlin-Schöneberg 1910. Protestantischer Schriftenvertrieb. Sprechsaal. Sehr geehrter Herr Professor! 6ie haben ganz recht, daß die Lilienthal-Episode, trotzdem sie recht fruchtlos blieb, einmal monographisch behandelt werden sollte. Wenn S. Nabbinowitz sein Werk über die Juden Rußlands fertig bringt, wird sie gewiß auch eingehend erörtert werden. Doch ist schon jetzt mehr vorhanden, als voll Ihnen angegeben. So das Buch )*|7n von Benj. Mandelstamm lWien 1877). Von den Schriften gegen Lilienthal ist am meisten bekannt: Günzburg fifcK (Leipzig 1843) gegen Lilienthals TJÖ (Wilna 1842). — Lilienthal war scholl Ende 1839 in Riga, also ist „1842" gewiß ein Schreibfehler. Ich glaube aber auch, daß Sie den Brief Ihres Vaters zu spät ansehen. Die erwähnte Korrespondenz mit L. Philippson war schon Frühjahr 1841 (siehe Kayserling, „L. Philippson", S. 86 ff.). Mit bestem Gruß und Hochachtung Ihr ergebener Kopenhagen. D. Simonsen. Sehr geehrter Herr Professor! Aer Artikel in Nr. 38 Ihrer Zeitung, den Brand des Hotels am Karerasce betreffend, gibt mir zu denken. Ich glaube nicht, daß die Sache mit Ihrer Schlußbemerkung in zwei Zeilen abgetan sein kann. Es wäre meines Erachtens am Platze, beiberLeitungdes Hotels anzusragen, was an der von dem Blatt „Der Tiroler" .gemachten ungeheuerlichen Anschuldigung der dort anwesend gewesenen Juden Wahresist und dann eine authentische Berichtigung zu bringen. So lange dies nicht geschehen, werden die Kreise, für. welche der Artikel des „Tiroler" geschrieben ist, an der Wahrheit ihres.Berichtes glauben. HochachtungLyoll. ergebenst, Sam. Hirsch, . . Abonnent und Leser der „Allgemeinen Z^^M des Judentums" seit 56 Jahren. Bu der Zuschrift aus Hattingen (Ruhr) im Sprechsaal Ihrer Zeitung ist doch zu bemerken, daß „eine Schwalbe noch keinen Sommer macht", und daß ein „großer Jahrmarkt" ohne jede Schwierigkeit so gelegt werden kann, daß eine Kollision mit unseren Festtagen verhütet wird. — Anders liegt die Sache bei Wochenmärkten. Da ist eine Kollision fast in jedem Jahre irgendwo an einem Orte unumgänglich, und daher eine besondere Verlegung des Wochenmarktes recht wünschenswert. Um diese Angelegenheit hat sich allerdings nicht der Herr Regierungspräsident, sondern der Magistrat zu kümmern, in dessen Machtvollkommenheit die Verlegung von Wochenmärkten gelegt ist. Mein Artikel „Rotstand" hat daher durch die Zuschrift aus H. nichts an Bedeutung verloren. Hochachtungsvoll S. F. L. * iTSet Leitartikel in Nr. 38 Ihrer geschätzten Zeitung rief eine Erinnerung in mir wach, die, wie ick voraussetze, manchen Ihrer Leser interessieren dürfte. Als mir das Wormser Rabbinat definitiv übertragen war, stattete ich dem Großherzog Ludwig III. in einer mir gewährten Audienz meinen Dank ab. Hierauf ermahnte er mich, dafür zu sorgen, daß die Wormser Juden sich in zeitgemäßer Weise beschäftigten. Ich legte ihm dar, daß diese Aufgabe bereits gelöst sei und erzählte ihm, auf seine Frage: was denn die Wormser Juden treiben? Es seien dort Fabrikanten, Aerzte, Kaufleute und Handwerker, die-alle in schönstem Einvernehmen mit ihren Mitbürgern leben. „Das freut mich," erwiderte der Fürst, „so genau kannte ich die Tätigkeit der Wormser Juden nicht; es ist mir auch besonders angenehm zu hören, daß ein so friedliches Einvernehmen bei der dortigen Bevölkerung herrscht. Wissen Sie," fuhr er fort, „mir tut immer das Herz weh, wenn ich durch Rußland reise und sehe, wie die Juden dort gequält und gepeinigt werden. Das Herz tut mir wirklich weh. beim Anblick solcher Zustände!" Zur damaligen Zeit waren die Verhältnisse der russischen Juden noch lange nicht so schlimm wie heute, und doch 'erregten sie das tiefste Mitgefühl Ludwig III. Wenn es ihn: möglich gewesen wäre, auf seinen Verwandten, den russischen Kaiser einzuwirken und Abhilfe zu schaffen, hätte er es sicher getan. Von dem jetzigen Großherzog Ernst Ludwig dürften wir mit Bestimmtheit dasselbe behaupten. Es ist bekannt, wie er zur Zeit der Hochflut des Antisemitismus eine Verfügung des Ministeriums veranlaßte, die den Beamten verbot, sich an der schmachvollen Bewegung zu beteiligen. Als später die hessischen Rabbiner ihm anläßlich seiner Vermählung eine Adresse überreichten, erkundigte er sich darüber, wie sich die Verhältnisse gestaltet hätten. Als man ihm sagte, dank der Anordnung seiner Regierung kehre allmählich Ruhe und Friede wieder, gab er seiner Freude darüber Ausdruck. Daß ein solch edler, vorurteilsfreier Fürst gern bereit wäre, sür die unglücklichen, russischen Juden einzutreten, wird niemand be-. zweifeln; ob es ihm aber in irgendwelcher Form, wenn auch nur — entsprechend dem Vorschläge Ihres Korrespondenten — durch Unterbreitung von Tageszeitungen möglich sein wird, erscheint mir sehr fraglich. Karlsruhe (Baden). A. St. Druck und Verlag von Rudolf Mosse in Berlin. . Verantwortlich sür die Redaktion: Max Bauchwih in Berlin

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