Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 74 (1910)
- Issue
- Heft 38 (23.9.1910)
- Date
- 1910-09-23
- Page
- Seite 7 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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übte > er seine Praxis als Rechtsanwalt beim Landgericht I aus. Vor mehreren Jahren erhielt er das Notariat und bald darauf den Charakter .als, Justizrat. Dr. Gerson gehörte zu den angesehensten Anwälten Berlins und erfreute sich einer gleich hohen Wertschätzung beim rechtsuchenden Publikum wie bei seinen Kollegen, — Dem Zahnkünstler Herrn Jacob Kallman in Berlin ist anläßlich seines 25jährigen Jubiläums als ehrenamtliches Mitglied der Schulkommission Nr. 91, der 17. Landwehr-Bezirkskommission für den Stadtbezirk Nr. 205 sowie als Schiedsmann-Stellvertreter für den gleichen Stadtbezirk von Magistrat und Stadtverordneten eine künstlerisch ausgestattete Dankadresse überreicht worden. — .Nach langem schweren Leiden ist in der Nacht zum vergangenen Sonntag der frühere Redakteur des Berliner Tageblattes Dr. Moritz Fried, länder, ein Sohn des Kommerzienrats Dr. Otto Friedländer im Älter von 42 Jahren gestorben. Dem charaktervollen, vornehmen Menschen, dem ausgezeichneten, aufrechten Journalisten werden seine Kollegen und Freunde immer ein treues Gedenken bewahren. -r- Die Einweihung der neu erbauten Synagoge Beth-Zion, Brunnenstraße 33, findet am Sonntag den 25. September mittags 12 Uhr statt. — Die israelitische Gemeinde in Köpenick hat auf dem Grundstück Freiheit 8 eine Syrragoge erbaut, deren Einweihung unter Beteiligung der Behörden am Sonntag den 25. September statt findet. — In Ratibor verschied . der' Stadtrat . und Stadtälteste Hermann Berliner. — Die am Schluß der Verhandlungen auf dem am 11. und 12. d. M. in Frankfurt a. M. stattgefundenen XII. Delegiertentag der zionistischen Vereinigung für Deutschland vorgenommene Neuwahl ergab , die Wahl des Herrn Rechtsanwalt Dr. Hantke- Berlin zum Präsidenten der zionistischen Landesorganisation und damit die Verlegung des Zentralfitzes der deutschen Landsmannschaft von Köln nach Berlin, wohin in absehbarer Zeit auch die Zentrale der Gesamtpartei verlegt werden dürfte. — Anläßlich des 40jährigen Amtsjubiläums des Bezirksrabbiners Dr. Schlesing er in Breiten fand hier ' ein Bankett statt, dem Dr. Appel als Vertreter 'der israelitischen Kirchenbehörde,' , Oberamtmann Hofmann und "Oberamtsrichter Dr Strobel als Vertreter der treter der beiden Kirchengemeinden, Vertreter der israelitischen Gemeinden des Bezirks.usw. beiwohnten. — Herrn Hermann Halle in Hockenheim sprach dieser Tage zu seinem 70. Geburtstage der Großherzogl. Oberrat der Israeliten in einem besonderen Schreiben seine Glückwünsche aus und gedachte der Verdienste des Jubilars als Synagogenratsvorsteher der hiesigen Gemeinde, als Bezirksältester für den Bezirk Heidelberg und als Synodalmitglied. — Herr Selmar Klein in Ulm erhielt in Anerkennung der mit eigener Lebensgefahr ausgeführten Errettung eines Menschen vom Tode des Ertrinkens die Rettungsmedaille in Silber. — Das Geburtsfest der Königin von Württemberg wird laut Verfügung der königlich israelitischen Oberkirchenbehörde in allen Synagogen des Königreiches am 8. Oktober begangen werden. Als.Predigttext hat der König die Stelle Sprüche Kap. 2, Vers 8 ausgewählt: »Der Herr behütet die, so recht tun und besonders den Weg seiner Heiligen." —. Der galizische Landesausschuß teilt soeben mit, daß die für den 19. September anberaumte Enquete in Sachen der Judennot für einen späteren Termin aufgeschoben wird.- Die Enquete wird wahrscheinlich erst Anfang November d. I. stattfinden. Die wiederholte Verschiebung der unglückseligen Konferenz zeigt, wie ernst es den amtlichen Kreisen Galiziens um die Sanierung der jüdischen Notlage zu tun ist — Eine Feuersbrunst hat in Lipkoni (Bessarabien) 300 Häuser und 2 Synagogen zerstört, wodurch 2000 Juden obdachlos geworden sind. — Die russische Regierung hat sich trotz des antisemitischen Geschreis entschlossen, zum Leiter des Jerusalemer Postamtes und zum Generalinspektor der palästinisch-russischen Postverwaltunq den Juden Solomiak zu ernennen. Herr Solomiak hat die Aufgabe erhalten, die russische Post in Palästina auf die Höhe zu bringen. — In Smyrna haben die Griechen den Boykott gegen die jüdischen Kaufleute ausgesprochen. Begründet wird der Boykott damit, daß der Boykott gegen die Griechen in der Türkei angeblich von den Juden, besonders in Saloniki angezettelt worden sei. ' Da der Handel in Smyrna zum größten Teile in Händen der Griechen und Juden liegt, haben von dem Boykott in Smyrna die Türken fast gar nicht, hingegen die Juden sehr viel zu leiden. Staatsbehörde, die "Stadtpfärrer Wurth und Dreher als Ver- Redakteur: Aldert «atz in Berlin - Pankow. Florastr. 58. Fabriken: Köln Berlin Prössburg London ■ New York-Stamford. . .7 s Gold Beschäftigt über 4500 Personen Dampf kraft 3600 PS. Ess-Schokolade J.y. in TafeJn zu 25, 50 Pf. und 1 M. Koch-Schokolade J/4 u. % Pfund-Tafeln zu 50 Pf. und 1 M. — . Talare für Rabbiner und Kantoren fertigt in allen Qualitäten und versendet nach lallen Staaten Emonuel Kober jr. Breslau» Tauentzienplatz Nr. 1. SUf , allen JJIfG'täbm' fH/1- Referenzen f™ &ei„ 'Köln.^i Kontor: Köln, Sternengasse 83/85. Silberwarenfabrik, Modellier- | I :::: und Ziselierwerkstätten :::: i LAZARUS POSEN W„. I unlSH'w Hoflieferant Frankfurt s.m. 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