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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1910-07-22 · Heft 29 (22.7.1910) · p. Seite 348

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
74 (1910)
Issue
Heft 29 (22.7.1910)
Date
1910-07-22
Page
Seite 348 (sequence 12)
Language
German
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Verein Mekize Nirdamim. Bericht für das Jahr 1909. Frank» surt a. M. 1910. 'Büchdruckerei L. Golde. Die schwarze Ehaje. Ein Kulturbild von Isidor Borchardt. Frankfurt a. M., I. Kauffmann, 1910. 2- Mark. ' Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde. Herausgegeben von Dr. M. Grünwald. 43. Jayrgaüg. 3. Heft. Wien 1910. Zur finnischen Frage. VdN G. v. Evrein o ff, Senator des Kaiserlich' Russischen regierenden Senats. Petersburg, I. Erlich, 1909.' P. Suvoroff. Zur Frage der Gleichberechtigung. Die Lüge der Russen in Finnland und der Finnländer im Reich. Uebersetzung nach dem -1907' erschienenen russischen Original. St. Petersburg, I. Erlich/1910. : Adolf Böhm. Der jüdische 'Nationalfonds, ein Instrument zur Abhilfe der Judennot. 1. bis 10. Tausend. Jüdischer Verlag. Köln und Leipzig, 1910. Das Judentum im 19. und 20. Jahrhundert. Vortrag, gehalten zu Hamburg am 29. Dezember 1909 von Max Nordau. Jüdischer Verlag, Köln und Leipzig, 1910. ' The legend of the Jews by Louis Ginzberg. Translated. from the German ' mänuscript by Henrietta Szöld. II. Bible times and 'characters from Joseph to the Exodus. Philadelphia* Jewisli publioation society, 1910. Das Buch Hiob auf der Oberstufe der Mittelschule. Vortrag gehalten in Wien von Rabbiner Tr. L. Lazarus. Wien 1910. Sonder-Abdruck aus der „Oesterreichischen Wochenschrift". Sprechfaul. Sehr geehrter Herr Redakteur! Sehr gern bestätige ich, daß der Ausdruck „Unverschämtheit" in meinem in Nr. 26 dieser Zeitung veröffentlichten Schreiben ein lapsus calami gewesen, und daß ich bedauere, ihn. gebraucht zu haben. Mit vorzüglicher Hochachtung ' Ihr ergebenster Bad Ischl, den 17. Juli 1910. Dr.'Jecheskel Caro. r Isidor Hönigsberg, 48 Jahre, aus Groß-Glogau, angeblich nach " München zuständig, empfängt an der Kasse seine Unterstützung, treibt sich in größeren Orten mehrere Tage herum, brandschatzt Private, kommt nochmals zur Kasse und fordert auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses wegen Nervenschwäche nochmals eine Unterstützung. Die Kassen sind dringend vor diesem Schwindler und Simulanten zu warnen. Worms, 10. Juli 1910. gez. L. Oppenheimer, ' Schriftführer des israelitischen Unterstützungsvereins. * . - Nr. 26 der .^Allgemeinen Zeitung dcs Judentums" bringt.Ihr „J Berichterstatter in dem Referat über die konstituierende Sitzung der „Deutschen Zentralstelle für jüdische Wanderarmenfürsorge" folgenden Passus: Schließlich brachte der Vorsitzende noch eine Zuschrift des Herrn n chen zur Verlesung, in welcher derselbe seine bisherige Opposition, die er im Logenblatt zum Ausdruck gebracht harte, aufgibt und sich unter Mitteilung eines Arbeitsprogramms für die Kassen, das sich im wesentlichen mit dem deckt, das die Zentralkommission ausgestellt hat, auf den Standpunkt der Zentralisation stellt." ' ,; Hierzu mochte ich richtigstellend bemerken: „Ich habe nie einer Zentralisation opponiert, im Gegenteil, mein Artikel in dcy Großlogenberichten, auf den oben Bezug genommen ist, geht unter ausdrücklicher Anerkennung des Wertes einer Zentralisation noch über den vom „Deutsch-Jsraelitischen Gemeindebund" ursprünglich vorgesehenen Umfang des Zusammenschlusses hinaus. Ich stellte damals sofort die Forderung auf, es sei auch der Anschluß von Privatwohltätern, von Einzelpersonen mit allen Mitteln zu fördern; da sonst der Zweck der Zentralkaffen, eine gerechtere Verteilung und dauerndere Hilfe herbeizuführen/ durchkreuzt würde, da nämlich, wie aus der später erschienenen Aufklärungs- - schrift des „Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes" hervorgeht/ von Private für die/Zwecke der Wauderarmenfürsorge voraussichtlich -ebensoviel gegeben wird wie von den Kassen der Gemeinden und der Wohltätigkeitsvereine. : , . Nachdem ich mich aus dem vor kurzem erschienenen provisorischen 'Statutenentwurf überzeugt hatte, daß diese Forderung vom /Deutsch- Israelitischen Gemeindebund" erfreulicherweise ebenso in den Arbeitsplan der Zentral, und Provinzialkassen ausgenommenworden ist, wie die Notwendigkeit'in erster-Reihe den Bedürftigen durch Arbeitsnachweise und Arbeitsstätten zu einer Existenz zu verhelfen, konnte ich mich in meiner letzten Zuschrift darauf beschränken, lediglich für die vollständige Unterdrückung des Namens „Zentralstelle zur Bekämpfung des Wanderbettels" zu plädieren. Ich ersehe mit Freuden' daß auch die Empfindung hierfür eine so allgemeine war, daß nunmehr die neugegründete Organisation einzig richtig „Deutsche Zentralstelle für jüdische Wanderarmenfürsorge" heißt. ■\ Es liegt mir daran, festzustellen, daß ich vom ersten Augenblick an uneingeschränkt die Zentralisation, sogar im denkbar größten Umfang, befürwortet habe. Julius Basch, München, Vum Sprechsaal Nr. 27 „St. St.", betreffend das Verhältnis der Truppen Württembergs, Badens und Hessens zur deutschen Armee. 1. Eine einheitliche deutsche Armee wie die Kriegsmarine besteht nicht. Das deutsche Heer setzt sich vielmehr aus vier Kontingenten zusammen, dem preußischen, bayerischen, sächsischen und würitembergischen mit 'je einem eigenen Kriegsminister. 2. Während aber Bayern und Sachsen zu Preußen im Frieden in keiner engeren Beziehung stehen, als daß der König von Preußen als Bunvesfeldherr das Recht hat, bayerische und sächsische Truppen zu inspizieren/ ist das Verhältnis von Württemberg zu Preußen so, daß gegenseitige Abkommandierungen von Offizieren stattfinden, um den württembergischeu eine erweiterte Beförderungsmöglichkeit zu gegewähren. So umfaßt die jährlich erscheinende Rangliste der preußischen Armee auch das Königlich Württembergische (XIII.) Armeekorps. ' 3. Die Truppen Badens und Hessens bilden Bestandteile der preußischen Armee. Sie unterscheiden sich zwar in Einzelheiten ihrer Uniformierung vom den preußischen Truppen, unterstehen aber dem preußischen Kriegsministerium. Aus dem angedcuteten Verhältnis der drei bezeichneten Bundesstaaten zu Preußen ergibt sich ohne weiteres auch die Stellung der Juden in ihren Truppenteilen: Ergebenst Dr. Lamm. ^kn Nr. 26, S. 302 ff., brachten wir eine Notiz über den jüdischen LI Ursprung des Kolumbus. Die Notiz war der „Frankfurter Zeitung" entlehnt, die in einer späteren Nummer folgende interessante Ergänzung bringt. „Im Anschluß an. die neuesten Mitteilungen über die spanische Herkunft des Kolumbus und die Entdeckung, daß er mütterlicherseits von Juden abstamme, möchte ich . darauf Hinweisen, daß der spanische N ame „Colon" gerade unter den Juden spanischer Abkunft viel pertreten ist. So führte, diesen Namen unter anderen der berühmte jüdische Gelehrte Josef Colon (15. Jahrhundert). Uebrigens.kann es keinem Zweifel unterliegen, daß der Name Colon, zu deutsch: Taube, nichts anderes ist als die Uebersetzung des hebräischen Namens Jona, zu deutsch: Taube. Diese Art, hebräische Namen in die jeweilige Volkssprache zu übersetzen, war bei den.Juden früher allgemein üblich. Auch in Deutschland geschah dies öfters. So ist z. B. Obadja----- Gottschalk ----- Gottesdiener,. Moses — Coßmann (entstanden aus götismann Gottesmann), Chajm — Lismann^ Libmann, Lesmann, Liebermann, Lebermann und anderes mehr. Dr. S. Druck und Verlag von Rudolf Mosse in Berlin. Verantwortlich für die Redaktion: Max Bauchwitz in Berlin

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