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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1910-06-03 · Heft 22 (3.6.1910) · p. Seite 3

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
74 (1910)
Issue
Heft 22 (3.6.1910)
Date
1910-06-03
Page
Seite 3 (sequence 15)
Language
German
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Fürsorge auszufüllen berufen scheint. Da die gegenwärtigen Räumlichkeiten nicht mehr ausreichen und eine weitere Aufnahme von Zöglingen ausschließen, ist die Errichtung, eines eigenen Heims als., nächstes Ziel ins Auge gefaßt. Das Heim untersteht der Leitung des Herrn Mo ritz Weiß, eines erfahrenen Pädagogen, und seiner Gattin. Dem Kuratorium gehören an die Herren: Max Jaffa, Justizrat Timendorfer, Isidor Cohn,. Rabbiner Dr. Eschelbachex, Maximilian Stein, Adolph L e v y, Dr. Ignaz Cohn, L? Kreslawsky, Justizrat Dr. Fedor Stern. Siegfried Sachs, Prof. Dr. Blumenthal, Rabbiner Dr. Galliner, Frau Dr. Eschelbacher und Frau Minna Schwarz. Als Ehrendamen wirken: Frau Jenny Spiegel, Toni Jaffa, M. Baumgarten, Lilli Manes, Frau Oscar Tietz, I. Mandelbaum und Fräulein Re cha Jaffa. — Indem wir das Heim der materiellen Förderung seitens unserer Glaubensgenossen warm empfehlen, wünschen wir ihm eine weitere gedeihliche Entwicklung zum Segen der Gesamtheit. 'M. Hamburg, 25. Mai. Das Repräsentantenkollegium der Deutsch-Israelitischen Gemeinde hielt im Eemeindebureau eine Versammlung unter Vorsitz des Herrn Jakob Alexander ab. Zum ersten Punkt der Tagesordnung, Antrag des Gemeindevorstandes, die „Neue Dammtor - Synagoge" als selbständigen Kultusverband in der Gemeinde zuzulassen, entspann sich eine sehr lebhafte Debatte, in der verschiedentlich betont wurde, daß die vom Gemeindevorstand gegebenen Unterlagen doch nicht zur Prüfung dieser so wichtigen Angelegenheit äusreichen. Es wurde weiter hervorgehoben, daß Kautelen geschaffen werden müßten, durch welche verhindert werde, daß der neue Kultusverband in die Rechte der bestehenden Verbände eingreife und daß Weiter geprüft werden müsse, ob der Verband tatsächlich 300 Mitglieder zähle, die keinem anderen Kultusverband angehören. Der Antrag wurde schließlich einer fünfgliedrigen Kommission, bestehend aus den Herren Bachrach. Helft, Oettinger, Urias und Albert Wolff zur weiteren Prüfung überwiesen. Ten Bericht für die Bestallung eines zu eiten Gemeindebeamten erstattete Herr Fraustädter. Die Kommission äußerte in ihrem Bericht den Wunsch, daß darauf gesehen werden möge, den vakant werdenden Posten des zweiten Sekretärs mit einem Beamten zu besetzen, der mit Rücksicht auf seine ganze Vorbildung in der Lage sei, die an die Gemeinde herantretenden immer größer werdenden Ansprüche zu vertreten. Die Kommission schlug vor, das Repräsentantenkollegium möge das Anfangsgehalt des jetzt zu wählenden zweiten Beamten aus eine höhere Basis festsetzen. ,als der Gemeindevorstand vorschlägt. Das Anfangsgehalt soll 3500 Mark betragen und bis zum Höchstgehalt von 5000 Mark steigen. Die Versammlung erklärte sich hiermit einverstanden, genehmigte die Bestallung und beschloß, den Bericht der Kommission dem Gemeindevorstand zur Kenntnisnahme zu überweisen. Einen breiten Raum in den Verhandlungen nahm die Neuordnung der Verhältnisse auf dem Friedhof in Ohlsdorf ein. Den Bericht der Kommission erstattete Herr Fraustädter. Der Referent betonte, daß die Kommission nach eingehender Prüfung des ihr vom Gemeindevorstand und aus anderen Gemeinden zugegaugenen Materials zu der Ueberzeugung gelangt sei, daß es sich nicht empfehle, den Gärtnereibetrieb in eigene Regie zu übernehmen. Das Jnspektorat und auch der Gärtnereibetrieb betr. Ausschmückung der Gräber mögen zwei Pächtern überwiesen werden.. . Es gelangte denn auch ein Anstellungsvertrag mit dem zukünftigen Pächter des Gärtnereibetriebs zur Verlesung und Beratung. Herr Dr. H, C. Plaut weist auf die Notwendigkeit hin, auf dem jüdischen Friedhofe auch jüdische Gärtner zu beschäftigen, umsomehr, als an geeigneten Kräften, die aus Ahlem usw. kommen, kein Mangel vorhanden sei. Er verlange natürlich nicht, daß nur jüdische Kräfte angestellt werden sollen, aber die jüdischen Gärtner müßten stets in der Mehrzahl fein, damit verhindert werde, daß sie von den nichtjüdischen Kollegen aus der Arbeit gedrängt werden, wie das schon häufig vorgekommen sei. Das Repräsentantenkollegium erklärte sich hiermit einverstanden und genehmigte die bezüglichen Bestallungen mit einigen redaktionellen Aenderungen. *** Frankfurt a. M., 22. Mai. Der Israelitische Stellenvermittlungs- und Versicherungsverein „Sebomre; Schabboth“ versendet seinen elften^ Rechenschaftsbericht. Wir entnehmen ihm, daß das verflossene Jahr durch zwei Ereignisse aus dem Rahmen des Gewöhnlichen herausgehoben wurde. Zunächst Oygiama-Gablelten idealer Proviant für Sporttreibende jeder 3lrt r ik Neunarmiger „Channukah“ Leuchter (aus Messing) gleichzeitig hübscher Dekorationsgegenstand. Höhe 29 cm inkl. Lichtern. Preis M. 3.50 u. 50 St. Lichter M. 1.-. Oesterreich 3.60 u. 50 ,, „ „1.20 fr. 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