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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1910-06-03 · Heft 22 (3.6.1910) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
74 (1910)
Issue
Heft 22 (3.6.1910)
Date
1910-06-03
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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gelang es, die schon im Jahre 1908 begonnenen Verhandlungen mit dem Kaiserlichen Aussichtsamte für Privatversicherung, zwecks Genehmigung zum Betriebe der Versicherungsabteilung, zu einem glücklichen Ende zu führen. Mittels Senatsentscheidung vom 18. Juni 1909 wurde die nachgesuchte Genehmigung erteilt, wodurch der Verein auch in den Besitz der Rechte einer juristischen Person gelangt ist. Ein weiterer Erfolg war auf dem Gebiete der Stellenvermittlung zu verzeichnen. Seit Bestehen des Vereins war es sein Bestreben, die durch die gleichzeitige Existenz der verschiedenen Stellenvermittlungsvereine — Berlin, Breslau. Hamburg, Frankfurt a. M. — bewirkte Zersplitterung von Mittel und Kräften zu beseitigen und durch eine Zentralisierung von Angebot und Nachfrage den stellungsnchenden jungen Leuten wie den Prinzipalen, die Vakanzen anzumelden haben, von vornherein den Erfolg möglichst zu sichern. Dieses Ziel ist heute erreicht. In den letzten Jahren stand nur der Hamburger Verein noch abseits. Aber auch hier gelang es jetzt eine Uebereinkunft zu treffen, die am 1. Juli 1909 in Kraft trat, wodurch auch der Hamburger Verein sich der Stellenvermittlungszentrale angliedert. Die Stellenvermittlungs-Zentrale konnte in 1909 168 Stellen (143 Gehilfen- und 25 Lehrlingsstellen) besetzen. In den 12 Jahren seiner Existenz hat der Verein im Ganzen 1066 Stellen besetzt. Welche Fortschritte hier durch die allmähliche Zentralisierung erreicht wurden, beweist am besten der Umstand, daß in den ersten sechs Jahren — von 1898 bis 1903 — im ganzen 302 Stellen zur Besetzung kamen, während es in der gleich langen Periode von 1904 bis 1909 764 Stellen waren, die zur Besetzung gelangten. Die Versicherungskasse zahlte im Jahre 1909 1835.95 Mark an stellenlose Mitglieder aus. Seit dem Bestehen des Vereins betragen die an Stellenlose gezahlten Entschädigungen nebst den aus dem Dispositionsfonds bewilligten Beträgen zusammen 17469.68 Mark. Der Jahresbeitrag beträgt für die außerordentlichen Mitglieder — Prinzipale — im Minimum fünf Mark, für die ordentlichen Mitglieder — Gehilfen —"in der ersten Klasse sechs-Mark pro Jahr, Beträge, die gewiß für jeden erschwinglich sind. ---Lörrach, 22. Mai. Zum 150. Geburtstage des allemanischen Dichters Johann Peter Hebel ist demselben hier, am Orte seiner ehemaligen Lehrtätigkeit, ein Denkmal gesetzt worden, welches heute in Gegenwart Ihrer Königlichen Hoheiten des Großherzvgs und der Großherzogin enthüllt wurde. Zur Teilnahme an dieser Enthüllungsfeier waren u. a. auch offiziell geladen: äls Vertreter der israelitischen Gemeinde der Bezirksälteste und Vorsteher Herr Max Guggenheim und ferner in seiner Eigenschaft als Religionslehrer Herr R. Abel. Ein gewiß anzuerkennender Beweis für die gleiche Beachtung und gleiche Bewertung der israelitischen Bürger seitens der Behörden. Von Kah und jfrrn. — Der Magistrat hat beschlossen, den Lehrer Klein als jüdischen Religionslehrer im -höheren Schuldienst auf Lebenszeit anzustellen. — Dem Orientalisten Herrn Dr. Moritz Sobernheim ist der Charakter als Professor verliehen worden. -Iltu 28. v. M. ist Justizrat Dr. I. Strauz einem Herzleiden, von dem er vergeblich an der Riviera Heilung suchte, erlegen. Mit ihm ist ein tüchtiger Kenner des Rechts, ein geistvoller Schriftsteller, ein mutiger Vertreter freiheitlicher Anschauungen und zugleich ein treuer Bekenner unseres Glaubens von uns geschieden. Er hat ein Alter von nur 56 Jahren erreicht. - Am 21. v. M. feierte der Stadtälteste Herr Jsaac Bloch in Kempen (Posen) unter Beteiligung weiter Kreise seinen 80. Geburtstag. Magistrat und Stadtverordnete ehrten den Jubilar in Anerkennung seiner langjährigen verdienstvollen Tätigkeit durch Ernennung zum Ehrenbürger. Zur dauernden Erinnerung an die segensreiche Tätigkeit, die Herr Jsaac Bloch im Interesse der Shnagogengemeinde mehr als ein Menschenalter ansgeübt, stiftete die Gemeinde eine Gedenktafel, die im Teinpel angebracht wurde. Möge es dem ehrwürdigen Herrn beschieden sein, noch viele Jahre zum Wohle der Stadt und der Gemeinde in Gesundheit und geistiger Frische zu wirken. — Aus Reichensachsen wird gemeldet: Ein Blitzstrahl traf die Kuppel der hiesigen nenerbauten Synagoge und vernichtete die Kuppel und einen Teil des Gebäudes. — In Nürnberg hat die feierliche Einweihung des neuen israelitischen Friedhofes stattgesunden. Nach der Uebergabe des Friedhofes an die Kultusgemeinde durch den Vorsitzenden der Friedhofbaukommission Herrn Kaufmann David Oberdörfer erfolgte die Uebernahme durch den Juwelenhaus Q. Siegele ‘Berlin 91W. priedrichsirasse 99, am Jahnhof Jfeuheiten in feinem Juwelenschmuck Vorzugspreise VICTORIA zu BERLIN ALLGEMEINE VERSIC HE RU NGS-ACTI EN-GESELLSCHAFT Vermögens-Ausweis Ende Dezember 1909. Vermögen. Wechsel der Aktionäre. Bare Kasse ....... . . Effekten... Hypotheken. Grundbesitz der Gesellschaft. . . Darlehen auf Policen ...... Guthaben: bei den Vertretern . . bei Banken u. Versich.-Gesellsch. an Teilprämien fällig 1910 . . . an Hypoth.-, Effekten-Zinsen und _Mieten, fällig 1910 . . . . . 1 800 000 784 926 16 175 280 627 364 836 12 523 323 91 52 859103 75 9 220 722 15 605 245 9 431 691 5 226 341 43 750 491 472117 Verbindlichkeiten. Aktien-Kapital. Reservefonds .. Prämien-Reserven und Ueberlräge, Schadeu-Reserven . . . . Gewinn-Reserven ....... Sonstige und Extra-Reserven . . Guthaben v. Vers.-Ges. und Banken Barkautionen und Spargelder . . Unterstützungs-Fonds für Beamte und Hinterbliebene. Ueberschuss des Gesamtgeschäfts . Mark Pf. 6 000 000 _ 1 200 000 — 581 510 416 23 10S 469 013 54 16 533 673 60 236 390 71 339 778 90 3 305 404 26 32 896 794 93 750 491472117 Es werden für das Rechnungsjahr 1909 an Dividenden für die mit Gewinn-Anteil Versicherten verteilt iu Summa M. 30 396 318.39, uud zwar: a) 3 pClt. der vom Versicherungs-Beginn an gezahlten Gesamt-Prämien (nicht nur der einzelnen Jahres-Prämie) der Lebens-Versickerungs-Branche, d. h. beginnend mit lOpCt. der Jahres- Prämie für den jüngsten Jahrg., steigend bis zu 96 pCt. der Jahres-Prämie für den ältesten Jahrg. 1878. b) 10 pCt. der Jahres - Prämie in der Abteilung der Versickerungen auf den Erlebensfall mit Gewinn-Beteiligung (Tarif LI). c) 35 pCt. der Jahres-Prämie in der Volks-Versieherungs-Abteilung. d) 40 pCt. der Jahres-Prämie in der Unfall-Versicherungs-Brancke. Marmeladen nsw.» naturrein, frei von den gesundheitsschädlichen Zusätzen: Salizvl, Weinstein, Sprit, Farbe usw. Feinstes Aroma, köstlicher Geschmack vollwertiger Ersatz kür Frischobst. (Mau-Kolonie „Eden“ Oranienburg bei Berlin. Preisliste mit ärztl. u. a. Gutachten frei. Grab* steine I- Referenzen auerei. Kontor: Köi n, * Sternengass 83/85

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