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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1910-04-22 · Heft 16 (22.4.1910) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
74 (1910)
Issue
Heft 16 (22.4.1910)
Date
1910-04-22
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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— Cassel, 15. April. Eine schlichte aber umso eindrucksvollere Feier vereinigte kürzlich eine außerordentlich große Anzahl unserer Gemeindemitglieder. Es galt, das nun erbaute Mädchen heim der Gesellschaft Schwesternbund seiner Bestimmung zu übergeben. Das Heim, das bisher in gemieteten Räumen in der Sedanstraße feine Stätte hatte, ist bestimmt, jungen Mädchen von auswärts, die sich hier für einen Lebensberuf ausbilden wollen und auch solchen jungen Mädchen, welche schon einen Berus haben, das fehlende Elternhaus zu ersetzen. Es soll ihnen den festen religiösen Stützpunkt gewähren, den viele junge Mädchen außerhalb des Elternhauses vermissen müssen, wenn sie alleinstehend in der fremden Stadt ihren Berufspflichten nachgehen. Durch das jüdische Mädchenheim wird einem fühlbaren Bedürfnis abgeholfcn und gar mancher Familie eine Sorge abgenommen. Zn dem Heim befinden sich Buchhalterinnen, Verkäuferinnen, Schülerinnen der Handelsschule, des Fröbelseminars und anderer Schulen, außerdem Schneiderinnen, Putzmacherinnen und Haushaltungsschülerinnen. — Tie vorerwähnte Einweihungsfeier wurde durch Harmoniumspiel einer künstlerischen Freundin des Heims sowie durch schönen Gesang des Herrn Kantors Witepski stimmungsvoll eingeleitet. Hieran schloß sich die Weiherede des Herrn Landrabbiners Dr. Doktor. Fräulein Philipp sohn, die verdiente Vorsitzende der Gesellschaft Schwesternbund, gab sodann eine kurze llebersicht der Geschichte des Schwesternbundes, die nahezu ein Jahrhundert währt, und dankte allen denen, die durch ihre Mitarbeit und ihre Gaben den schonen Bau gefördert haben. Frau Eugenie Wertheim überbrachte alsdann die Glückwünsche des israelitischen Frauenvereins. Herr Fiorino gab der freudigen Anteilnahme der Gesellchast Humanität und des Kuratoriums des Waisenhauses beredten Ausdruck. Eine junge Insassin des Heims sprach einen hübschen, von einer Kollegin gedichteten poetischen Gruß, und dann folgte ein Rundgaug durch die Ränme des Hauses, das mustergiltige hygienische Einrichtungen besitzt und eher an gute Hotelzimmer als an ein einfaches Heim erinnert. Geräumige Veranden und ein netter kleiner Garten gestatten im Sommer nach Möglichkeit den Genuß frischer Luft. Es ist ein Bau, der seinem MM INGER Nähmaschinen für alle gewerblichen und häuslichen Näharbeiten. Zu beziehen durch Singer Co. Nähmaschinen Act.-Ges. Berlin, Leipziger Strasse 92. Läden in den verschiedenen Stadtteilen. Seifenspender Kvaney erspar I Jhaen Arger «.Geld., Seifenspender „KRANEY“ verabfolgt für jede Waschung nur das erforderliche Quantum flüssige Seife. Unentbehrlich in Hotel*, Cafes, Sanatorien, Krankenhäusern und sollte in keinem öffentlichenToilettenraum fehlen. Verlangen Sie gefl. 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Bei der imposanten Traüerfeier kam dies zu beredtem Ausdruck. Herr Rabbiner Dr. Grünfeld-Bingen entwarf ein treffendes Bild des Verewigten, der auf den verschiedensten Gebieten seinen Mitmenschen ein Segen geworden sei. Ein von dem Verblichenen vor nahezu sechs Jahrzehnten gegründeter Gesangverein sang seinem alten Dirigenten das Lied zum ewigen Schlummer, Altbürgermeister Braun dankte für den von Marx gegründeten und geleiteten Leseverein, für den paritätischen Lehrerverein sprach der Obmann des Bezirkes Osthofen, für den jüdischen Lehrerverein Herr Rothschild-Worms, für den Verband der jüdischen Lehrervereine in Deutschland Herr Direktor Dr. Adler'Frankfurt a M, für die „Achawa" Herr Prof. Dr. Cohn- Frankfurt a. M.. für die ehemaligen Schüler Herr Emil Gabriel- Offenbach a. M. Mit Marx ist einer der besten Söhne Israels dahingegangen. Möge es seinen Mitarbeitern vergönnt sein, in nicht sehr ferner Zeit das Ziel zu erreichen, für das Marx bis zu seinem letzten Atemzug gekämpft hat: einen geachteten und materiell seiner Bedeutung entsprechend gestellten Lehrerstand zum Segen des Gesammtjudentums! Gesterretch-Ansarn. *** Wien, 15. April. Die Feier des 70. Geburtstages des I. Vizepräsidenten der Wiener Kultusgemeinde, Landesschulrat hergeftellt unter flreng rituellerAuffleht Um «mm-» des Herrn Rabbiner Dr.Kohn In Ansbath IIBSJ SV .IVJ P.hRHilN. Drucksachen in allen Sprachen Spezialität: Arabisch— Aethiopisch — Hebräisch — Samaritanisch Griechisch - Syrisch — Koptisch — Türkisch — Persisch — Hieroglyphen Assyrische Keilschrift — Sanskrit — Zend — Russisch — Armenisch Glagolitisch — Cyrillisch — alle slawischen Sprachen und Esperanto. 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