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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1909-09-24 · Heft 39 (24.9.1909) · p. Seite 5

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
73 (1909)
Issue
Heft 39 (24.9.1909)
Date
1909-09-24
Page
Seite 5 (sequence 17)
Language
German
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der Stadt zur Errichtung einer Flußbadeanstglt 8000 Mark gespendet. — Aus Bromberg wird uns geschrieben: Vor ungefähr IV2 Jahren ist hier di? Errichtung eines jüdischen Altersheims geplant worden. Für diesen Zweck haben bereits einige Herren größere Summen gestiftet, so daß der hierzu vorhandene Fond bereits 20 000 Mark beträgt. — An der Synagoge in Königshütte haben 'sich in neuerer Zeit wieder Risse bemerkbar gemacht, die auf den umgebenden Bergbau zurückzuführen sind. Aus diesem Grunde macht die Synagogengemeinde beim Bergfiskus Schadenersatz-Ansprüche in Höhe von 700 000 Mark geltend. — Schallende Heiterkeit rief in einer Sitzung des Altonaer Schöffengerichts die Antwort eines als Zeuge vernommenen 73 jährigen Mannes hervor, als er nach seiner Religion gefragt wurde. Zuerst schien er die Frage nicht zu verstehen, und erst als der Vorsitzenden sie dahin präzisierte, ob er Christ, Mohammedaner oder Israelit sei, rief er: „Jawohl, ich bin ein Christ!" Auf die weitere Frage, welchem christlichen Glaubensbekenntnis er angehöre, meinte er den „Altonaer Nachrichten" zufolge, treuherzig: „Ick bün Mecklenburger". — Dem Kaufmann Sally Flörsheim in Dortmund ist der Rote Adlerorden IV. Klasse verliehen worden. Herr Flörsheim hat sich große Verdienste erworben um die Errichtung des Kinderheims in Sassendorf. — Wie englische Blätter berichten, wurde königlicher Rat Charles Behrens als nächster Lord Mayor von Manchester nominiert. Mr. Behrens ist ein Sohn des verstorbenen Jakob Behrens, eines Bradforder Bürgers. Mr. Behrens, der neue künftige Lord Mayor von Manchester hat sich um die Kommune seiner Stadt bereits große Verdienste erworben. — Wie aus Petersburg gemeldet wird, soll die Strafe von 300 Rubeln für die Verwandten der zum Militärdienst sich nicht meldenden Juden demnächst abgeschafft werden. Die Anregung dazu soll vom Premierminister Stolypin ausgehen. — Die Regierung hat neue Bestimmungen über Aufnahme der Juden in höhere Schulen erlassen. Darnach dürfen in den Residenzstädten 5 v. H., in der Provinz 10 v. H., Die Ernährung -er Nervösen. Unter den zahlreichen Krankheitszuständen, die eine besonders energische Kräftigung durch eine entsprechende Diät erfordern, ist speziell die Nervosität zu nennen. Jedermann kennt das vielgestaltige Leiden, das wegen seiner ungeheuren Verbreitung bei alt und jung, reich und arm geradezu als das Kulturübel unserer Zeit bezeichnet werden n uß; jeder weiß auch, wie schwer gerade der Nervöse oft unter seiner allgemeinen Mattigkeit/ seiner gedrückten Stimmung und seiner Unlust zur Arbeit leidet, ohne doch eigentlich c.ls krank zu gelten. Die Maßnahmen, die man gegen diese ebenso lästigen wie gefährlichen Symptome leider noch immer zur Anwendung bringt, lassen sich in zwei Gruppen einteilen. Einerseits greift man häufig zu Reizmitteln, weil alle Nervösen ein instinktives Bedürfnis nach Mitteln empfinden, die dem Körper das verloren gegangene Kraftgefühl schnell wiedergeben. Daß damit aber im besten Fall nur Augenblickserfolge erzielt werden können, und daß die Widerstandsfähigkeit des Nervösen um s sich rer wieder schwinden muß, sobald die Neizwirkung abgeklungen ist, liegt auf der Hand. Reizmittel wirken eben auf den Organismus nicht anders wie die Peitsche auf das müde Pferd. Einer Beliebtheit, die' der ernste Kritiker ebenfalls völlig verurteilen muß, erfreuen sich anderseits bei vielen Nervösen die Beruhigungsmittel. Auch mit diesen kann die Nervosität natürlich nicht geheilt werden. Sie setzen zwar die als besonders unangenehm empfundene Uebererregbarkeit der Nerven herab und beseitigen so das Unlustgefühl der Nervösen, aber von einer Dauerwirkung kann selbstverständlich nicht die Rede sein. Eine solche kann nur durch Mittel erzielt werden, die das Uebel an der Wurzel fassen und die Ursache der Nervenschwäche beseitigen. In dieser Hinsicht wird neuerdings mit allem Nachdruck betont, daß den rein körperlichen Vorgängen der Ernährung und des Stoffwechsels für das Zustandekommen dieses anscheinend mehr seelischen Leidens eine viel höhere Bedeutung beigemeffen werden muß, als man noch vor wenigen Jahren allgemein annahm. Diese wissenschaftliche Feststellung steht mit den Erfahrungen des täglichen Lebens durchaus im Einklang; wissen wir doch, daß sich an dauernde Ueberanstrengung, an eine schlechte Blutbeschaffenheit, an die nach Krankheiten und Operationen zurückbleibende Erschöpfung so oft eine langwierige reizbare Schwäche des Nervensystems anschließt. Die große Wichtigkeit einer ausgiebigen körperlichen Kräftigung bei solchen Krankheitszüständen dürfte daher ohne weiteres einleuchten. Eine solche Kräftigung aber wird, wie die berühmtesten Vertreter der medizinischen Wissenschaft in unzähligen Versuchen festgestellt haben sicher und schnell mit dem Sanatogen erreicht. DasSanatogen wirkt vermöge seiner höchst zweckmäßigen Zusammensetzung auf den menschlichen Körper und ganz, speziell, auf die Nervenzellen als Stärkungsmittel allerersten Ranges. Es besteht nämlich aus reinstem Milcheiweiß und Glyzerophosphat. Die hohe Bedeutung des Eiweißes für die Ernährung ist allgemein bekannt; seit Liebigs grundlegenden Forschungen gilt es als der wichtigste aller Nährstoffe und als die hauptsächlichste Quelle aller Muskelkraft. Das im. Sanatogen enthaltene Milcheiweiß zeigt eine chemische und bakteriologische Reinheit, wie sie bisher für diesen Stoff noch niemals erreicht worden ist. Diese Reinheit ist nicht etwa durch Erhii'en erzielt, das die Eiweißkörper in hohem Maß schädigt und die giftigen Produkte mancher Bakterien doch nicht zu zerstören vermag; sie beruht vielmehr auf einer mustergiltigen Fabrikation aus reinsten Urstoffen. Der andere Bestandteil des Sanatogen, das sogenannte Glyzerophosphat. ist der wirksame Kern der Lezithins, jener chemischen Körper, die in erster Linie zum Aufbau und zur Erhaltung^ des Gehirns und der Nerven erforderlich sind. - *' " In dieser Zusammensetzung und unerreichten' Reinheit des Sanatogens liegt die Erklärung für seine Bekömmlichkeit und?''seine vorzügliche Wirkung. Sanatogen wird oft noch aüsgezeiKnet. verdaut, wenn der Organismus zur Verarbeitung ätrderer Nahrung-ünf ähig ist. Alle diese Tatsachen begründen die Unentbehrlichkeit des Sanütogens bei der Ernährung Nervöser wie auch Kranker, die schnell und nachhaltig gekrästigt werden sollen. In allen diesen Fällen bildet unstreitig Sanatogen die ideale Ernährung. Diese günstige Beurteilung des Sanatogens gründet sich auf die rückhaltlose Anerkennung der deutschen Aerzteschaft. Das Präparat ist in unzähligen Fällen klinisch erprobt worden; die Ergebnisse dieser Prüfung sind in nicht weniger als 120 Veröffentlichungen in medizinischen Zeitungen niedergelegt. Diese Literatur wird ergänzt durch mehr als 12 000 günstige Urteile von seiten praktischer Aerzte. Wer über Sanatogen und seine Anwendung näher unterrichtet zu werden wünscht, erhält auf Verlangen von den Sanatogen-Werken. Berlin 81V. 48, Mitteilungen aus dem in zehn Jahren des Bestehens angesammelten Sanatogen-Archiv. Sanatogen selber ist bekanntlich in den Apotheken und Drogerien erhältlich. Wer /■findet solche durch ein Inserat in der von weit über 100000 Familien in ' Stadt und Land gelesenen Beritner Morgen-Zeitig Inseratenannahme durch die Exped. Berlin SW., Jerusalemer Str. 46-49, sowiejedes Bureau der Annoncen - Expedition Rudolf Mosse. Silberwarenfabrik, Modellier^ — und Ziselierwerkstätten -- r 1 ■ I LAZARUS POSEN W.. Hoflieferant BERLIN W. * Unter den Linden 5 I Künstlerisch ausgeführte Kultusgegenstände in Silber: EzChajim, Tass.Jad, Ner-Tomid, ChanuKahlampenetcetc. worüber Musterheft und Preis-Kurant gratis und franko, I 1 I FRANKFURT a. M. I J

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