Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 73 (1909)
- Issue
- Heft 39 (24.9.1909)
- Date
- 1909-09-24
- Page
- Seite 6 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/3224737-3228852-3228892--65889-3278039- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
im Rqyon -der jüdischen Ansässigkeit M v. H.: ausgenommen^ werden.' In unbeschrankter Zahl dürfen Judey in höhere Kunst-, KunÄgewerbe- und Gewerbeschulen sorvie in Zahnheilschulen ausgenommen /werden. - Auf den Universitäten und Hochschulen-soll der bisherige Prozentsatz^ nicht nach -der Gesamtzahl der Ptudenten, sondern nach der Zahl der Neuimma.trikulierten berechnet werden. Diese, letztere.Bestimmung ist von grober Bedeutung, da sonst der Zutritt zu. den Universitäten : den Juden für einige Jahre verschlossen werden müßte. — In eirter meist von Juden bewohnten,Vorstadt non Kiew, hat kürzlich eine Gruppe Verbändler auf der -Straße die jüdischen Passanten überfallen und geschlagen. 7.„Hier habt ihr Gleichberechtigung!" riefen, dabei die „Patrioten". Als - Polizei auf der Straße erschien,, verschwanden die Pogromhelden. . Einige von ihnen . würden von den überfallenen Juden nach einer. Abbildung der hiesigen „Kämpfabteilung" des Verbandes erkannt. Es sei noch hervorgehoben, daß auf dieser Abbildung sich auch mehrere städtische.und. staatliche Beamte befinden. — Der Chachambaschi. in Konstanstinopel hat sich an die Regierung mit der Bitte gewandt, Hilfsbedürftigen jüdischen Schulen eine ständige Subvention zu gewähren. Das * * ' . .Tr'!■***-$ ' v Kultusministerium hat därauf <die ErfWungMsMefüches versprochen.. , — Auf dem augenblicklich sinMLreAZnHHtagssnden Esperantokongreß . wurde seitens der.».Kyngressist«'ü.HeWst6ffen, eine Äsbeläusgäbe in Esperanto zu veranstalten.. DiC'L'MtzÄsche^-Dbeljgesellschaft.Ihaß?. sich bereit, erklärt, die Herausgabe, zu übernehwem^ .Die - ^Laptovn. JewSsli Philantropie Society“ ., »erjenbet folgende Mitteilung: »Das Komitee der Captöwner »Philantropis Society“, bie nach Südafrika Auswandernden darauf hin, daß. jeder Emigrant bei seiner Ankunft mindestens 20. Pfund Sterling(400 -Mark), besitzen muß. . Auch muß er'in irgendeiner europäischen Sprache .gehörig zu schreiben ' verstehen, — wobei auch das Jüdisch-Deutschals Sprache^nnerkannt wird. Diejenigen, welche nach Transvaal fahren woEest^ müssen auch die gesamten 'Reisekosten bis zum Aleisezieis.-sssÜMchestreitenkönnen; in Transvaal fordert von ihnen das Emigrationsdepartement den Ausweis von 20 Pfund Sterling. Diese Verordnungen werden streng gehandhabt, und. es. helfen dabei keinerlei Bemühungen und Bittgesuche; wer den genannten Betrag nicht besitzt, der wird zurückgeschickt.";; Geschäftliche Im Verlage von Otto Hendel in Halle a. S. ist ein-Buch erschienen, das wir jedermann und besonders auch als Festgetchenk nur bestens empfehlen können. Das Buch: Ewige WeiM'ert, Sprachpoesie des Talmud, übersetzt von Max WeinbeW^ist, wie der U'ebersetzer.im Vorwort bemerkt, das Ergebnis einer dreißigjährigen, mühsamen Auslese des einschlägigen Schrifttums und besitzt durch den-genauen Quellennachweis hohen wissenschaftlichen Wert. -Düs Buch sollte in - keiner jüdischen Familie fehlen. Der bekannte christliche-Tälmudsörscher, Professor D. Dr. Aug. Wünsche, schreibt über das Buch n. ü.: -» - . . alte Volksweisheit in modernem, anziehendem Gewände: Ich wünsche, daß Ihr Buch in recht viele Hände kommt, damit die Welt, besonders die christliche, erkennt, welche literarischen Schätze der in den letzten Jahrzehnten so viel umstrittene und. verlästerte Talmud Much stach der rem poetischen Seite enthält. Ein Büch,. däs^fo^viel Schönes' der.Dichtkunst nach der einen Seite darbietet, ein Buch, das die Sünde als Ungehorsam gegen den Schöpfer fast aufjjedM Blasts.-straft, sollte auf . der anderen Seite dem Volke, das es'geschaffen,gebieten, zu lügen, zu betrügen, falsch zu schwören und wohl gar zu morden? Welcher Widersinn, welche Absurdität!..." und Rabbiner Dr, I. Eschelbacher äußerst.sich darüber: „ . . . eine vorzügliche Leistung und ein Meisterwerk -der Uebersetzungskunst . . . Ich habe schon mehrfach auf dieses Schatzkästlein kerniger Gedanken und reifer Erfahrungen aufmerksam gemacht und zu Geschenkzwecken empfohlen und denke, daß es auch zu Schülprämien für reifere Schüler zahlreiche Verwendung finden wird. Mit Vergnügen habe ich nun auch das schöne Gewand bewundert, in das es gekleidet ist..." ... . - Wir verweisen auf das bezügliche Inserat in der heutigen Nummer .dieses Blatst». . Eine tvichtige Neuerung. Die von der Deutschen Lebensversicherungs-Gesellschaft Atlas in Lud'wigshafen a. Rhein ei.ngeführte Nisiko-Umtausch-Police gewährt für eine Reihe von Jahren die Vorteile der Lebensversicherung gegen eine wesentlich niedrigere Prämienzahlung. als sie der billigste Tarif der gewöhnlichen Lebensversicherung fordert.- Ein 30Jähriger zahlt wahrend der ersten fünf Jahre für 10000 Mark Versicherungssumme jährlich nur 134 Mark. Die Risiko-Police kann während ihres Bestandes jederzeit in eine, andere Lebensversicherung umgetauscht werden, ohne daß eine neue ärztliche Untersuchung, erforderlich ist. Der billigen Prämie, wegen eignet sich die Risiko-Versicherung hauptsächlich für jüngere Personen, die, wie z. B. Berufs- und Geschäftsanfänger, zur Zeit noch nicht in der Lage sind, die höheren Prämien einer der sonst üblichen Versicherungsformen für eine ihren Bedürfnissen entsprechend hohe Summe zu entrichten, aber die Aussicht haben, über kurz oder lang in diese Lage zu kommen und dann beabsichtigen, ihre Risiko-Police ümzutauschen. — Prospekte find von der Direktion des Atlas in Ludwigshafen a. Rhein zu beziehen. J - ■■ » Leein: Bei Blutarmut, Bleichsucht und deren Folgeerscheinungen — Appetitlosigkeit. Kopfschmerz. Schwäche. Storungen per Entwicklung und des Blutes — find Eisen mittel, unentbehrlich. Das wirksamste derselben ist nach Angabe hervorragender Aerzte das Lecin, eine organische Verbindung von Hühnerei mit Eisen. - - Die besonderen Vorzüge des Lecins sind: 1. Es wirkt schon in geringer Dosis sicher blutbildend, 2. Es regt den Appetit sofort intensiv en. . 3. Es wird vorzüglich vertragen — greift Zähne und Magen nicht an. 4. Es schmeckt angenehm; ist wohlfeil. Die feste Bindung zwischen Eiweiß und Eisen im Lecin — sie wird durch die fortschreitende Verdauung im Magen gelöst 7bewirkt, daß Lecin besser vertragen wird als andere Eisenmittel und paß es wirksamer ist. Der hohe Gehalt des Lecins an appetiterregenden und nervenstärkenden Phosphorverbindungen mackt es zugleich zu einem wertvollen Kräftigungsmittel für überarbeitete Schulkinder, für Nervöse und für Rekonvaleszenten. Das Verfahren, Lecin herzustellen, ist durch deutsches Reichspatent geschützt; nur der Patentinhaber. Dr. E. Laves, Hannover, stellt Lecin her. £ Nebenstehende. Schutzmarke und die binnen kurzer Zeltv~: bemerkbare vorzügliche und seit 22 Jahren immer wieder festgestellte Wirksamkeit gegen Haarschwund und Haar- ' leiden aller Art sind die Zeichen für die Echtheit des Uhlmannschen Peru-Tannin-'Wassers. •"! Es wirkt nicht wie andere Haarmittel klebend oder porenverstopfend, verändert nicht die Haarfarbe, sondern reinigt * und erfrischt die Kopfhaut und bewirkt durch Anregung der j ßlutzirkulation eine bessere Ernährung des Haarbodens; und damit Kräftigung des Haarwuchses. - ■ Zu haben fettfrei für fettiges Haar, fetthaltig, für; trockenes sprödes Haar in allen besseren. Geschäften^: zu M*. 1.75 die kleine und M. 3.50 die grosse Eiasche.' .. .«v AI feinigefabrikantsn: E. A. Uhlmann&Go., Reichenbachilf: Zollfrei für Oesterr.-Ung. durch: Vertriebsgeseüschaft Wien IfKarlspIatzS^-, &fe>vys£,.>