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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1905-04-28 · Heft 17 (28.4.1905) · p. Seite 2

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
69 (1905)
Issue
Heft 17 (28.4.1905)
Date
1905-04-28
Page
Seite 2 (sequence 14)
Language
German
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Verein^,J^disches,.Kiuder-GenesurlgsheilüH^^elches^iÜFBLl>KGllveN'5 ein sieben Morgerr großes. Terrain erwoMeu HL^LnK WLKH zU errichtende Anstalt im nächsten Jahre zu^ eröffnen gedenkt, wurden in Elmen^ferner 111 Kinder^aMLnoElPrI Hnd?füv^ Rechnung L Des KjnH^M^rvLrLins.b^flW^-7«M^MißdE^^arM^im.^.VLrM)rL^ 80 Mädchen in gemieteten Räumen untergebracht. Der Plan des Mereins^-an .-dd Ostsee ein. eigenes, Haus r zu bauen, für das -seitenZ dep.Berliner7Logen U.,L>.-B. .B. der Betrag von 10.000. Mark., schon bereitgestellt j ist, - hat bisher' noch nicht; .zur Ausführung gebracht luepder^ können, doch: ,hofft her- Verein , bereitsim; nächsten Bericht eine >7entfprFchendd ,.-.Anzeige : machen . zu '/ können. . Die Bäder .in Wisdroy-, -welche.; .die Badeverwaltung /zu. einem sehr geringen Preise — pM/Ks^ .wiM.mur^eiyeMark für -Kurtaxe und Bäder gezahlt —7 VeMpreicht, -folleu/aM)/ffernerHin benutzt werden. Der Verein.-wird danR° dort ein 7Haus mieten und r bie Verpflegung in eigener Regie übernehmen, umhierdurch noch - einergrößeren Zahl -von Kindern den-Aufenthalt: an-/ der. HKsee.-'-^zu ^möglichen.,.In- Waldfölqnie, Schreckshaitze bei-Züllichau haben' im Vorjahre 30 Knaben Aufnahme gesunden-, und in,. den . von hochherzigen Familien gewahrten- -Freistellen/117/Knaben und--82 Mädchen.-.. Die große Zahl der FrMellen sind. haüP.tsüchM,:,d.em-v..txtzu^ Freunde derFerienkolonien, --Herrn Lehrer»-Barchardt in Samter, .-zu danken-' dex. fich durch anstrengende Reisen, bemüht, den Kreis, b^r: Familien,-.welche Freistellen gewähren, -zu erweitern;in Pomm.eM sind .Dank den Bemühungen, desHßerp. Kantor^ Gelbart-Stettin/ 20/Fr-eistellen,-.zur -Verfügung gestellh.-woxhen.- In Den: Orten; an -denen .Freistellen ' gewährt werden-, befinden,/ sich die Kinder -unter der --Aufsicht /von - 'Führernmeiste Lehrern; Und, Kantoren, . welche unter Verzicht aus ihre eigenen Ferienmit den Kolonisten' spazieren und, baden.^gehjen, sowie größere Ausflüge /unternehmen., .Diese Freünde.-der erholungsbedürftigen -Jugend können des.'Dankes aller humanitärer Gesinnten./sicher sein,' und dieser Dank wird, sich steigern/ je mehr es:i>hrem/Wirkeü /gelinge« wird,/den Kreis jener. .Familien, zu vergrößern, . welche -in hochherziger Wtzise den Kindern -Ausenthalt und Verpflegung geben.'. Da. wir nun einmal bei der Aüfzählung der chilfsbereiten Freunde der Ferieirkolonien sind, dürfen/wir außer den - Spendern, jährlicher odereinmaliger .Geldbeträge nicht die/mühevolle, und zeitraubende Tätigkeit des FrayenvereinL der Berliner Logen.-11. O. B. B. für bic; ausgeführten Recherchen und der acht... Vertrauensärzte zu erwähnen vergessen, welche in uneigennütziger Weise 7—8000 Untersuchungen vorzunehmen und alsdanndie'engere Auswahl, uyter den Kindern zu treffen Hatten., In Veranlassung des 25 jährigen -Jubiläums des Berliner Vereins für'Ferienkolonien ist vom Vorstand dieses Vereins dem Komitee für Ferienkolonien jüdischerKinder ■ eine. bemerkenswerte Anerkennung:. zugegangem In einem an den rührigen/Vorsitzenden dieses Komitees, Herrn-Adolph Mayer, .gerichteten Schreiben /wird der Dank für die rastlose Mühe und Arbeit zum Ausdruck gebracht, durch welche .der stattlichen Zahl, von bisher 5000 Kindern (feit der Begründung des Konütees) zu Gesundheit- und Lebensfrische verholsen: werden konnte; insbesondere aber wird in diesem Schreiben die lebhafteste Bewunderung/ausgesprochendaß es dem Komitee möglich gewesen ist, mehr als die Hälfte dieser Kinder unentgeltlich in Freistellen bei Familien unterzubringen. Mit berechtigtem Stolz darf das Komitee darauf Hinweisen- -mit .-wie - geringen' Regiekosten es--arbeitet und daß.-kaum 5°/p der Ginnahmen dafür verausgabt worden sind. Das Komitee sammelt versiändigerweise keine Fonds für die Zukunft und nur der Gegenwart unt-ihrem wirtschaftlichen und sittlichen Elend dient seine Arbeit. - Was aber in dem Bericht sogar verschwiegen wird, das ist, daß'die minimalen Regiekosten vor Allem der unermüdlichen und nicht'grnug ünzüerkennenden uneigennützigen Tätigkeit des Vorsitzenden des Konüteeß, Herrn Adolph Mayer -zu danken, einer Tätigkeit, die von Jahr zu Jahr - sich' steigert und -mittlerweile -eine so ausgedehnte gewörderr ist'-'-baß" der Vorsitzende bedauerlicherweise gezwungenist, zugunsten dieser Arbeit auf andete ehrenamtliche, ihm seit Jahren liedgewordene '• Obliegenheiten zu verzichten. - Die- Freunde und Gönner'desffBerÄnes'"hüben auf Grund diesev geringen Verwaltungskosten die Denugtnustg/ daß auch die-'kleinste 'Gabe-'Ihren Zweck-erfüM -und' den bedürftigen' Kindern zügüte^ kommt/ Trotz - des-- großem Interesses /für Dre'-Herienkolpmen isb' jed och leider - die Betätigung' den Glaubensgenossen' immer noch ' eine' 'geringe. " Das' Wirken - des ^—*rffti , ^^nvch^layso umfangreich, wie dies .dle.Hntwlchfv^Mvt häM;.HDa^Ä-öeale Ziel des Komitees wird^ers^d^nn erreicht sein, wenn ^es nicht mehr erforderlich sein wird, unter dem ängemdldetenMateLiak. die feÄholuDWdstrfMeren von den erholungs- .^bedürftiaen....... armen... Kindern-..,M^ .Achten,/wenn es'. also dank ^den gesteigerten finanziellen Verhältnissen' möglich'fein wird, der beständig wachsendek; Not^ an rdew-niederen »Schichtenm«sch:er Glasu^sMgemHen abzuhelfelr ' und " älldü'kurbednrftigen armen "Ki'nöerü^ die M^rMtat einer Erholung zukommen-/M-lassen.-r^Dazu bedarf es allerdings noch vieler Gaben und keine/ Zeit erscheint / uns .geeigneter-, die bewährte; Tätigkeit dieses Komitees.-, in.-, klingender Münze /zur ^Anerkennung. -zu. bringen, als. gerade die gegenwärtige. . .Der, „Kinder? hilfstag" scheint, nun doch trotz aller Abmachungen mit. Pauken und' Trompeten am 3. .Mai in.Szene gesetzt zu.werden, -und unsere Leser wissen bereits, daß im Verbände'für: jüdische Wohltätigkettspflege von-einer Teilnahme an dieser Institutionmit -sehr treffen der: Gründen abgeratenworden ist. llnser - warmer Appellgehtdeshalb dahin,: daß alle.diejenigen, welche bisher geneigt gewesen wären,-eine Gabe den am 3. Mai erscheinenden, weißgekleideten Jungfrauen , zu übergeben, ihr Scherftein, lieber -.dem Komitee für jüdische,.Ferienkolonien (Vorsitzender. Adolp.h /Mayen,.--:Doroth,^nstraße,.M/-..zufließen lassen sollten, einerin Wahrheit .entwicklungsfähigen, und entwicklirngswerten Humanitären,Institution. .; — Danzig, 23. April. Heber denjüdischen. Religio ns? unterricht /zu Danzig erstattet: /der .Dirigent Hsrr/ Rabbiner Dr. Freudenthal den vierten Jahresbericht. Wir-/entnehmendemselben folgende Angaben: Als Ziel des gesamten-Religionsunterrichts wurde angenommen, daß jeder Schüler beim Abgang von der höchsten Klasse seiner Schule a) eine gründliche. Kenntnis der-. biblischen Geschichte/und der jüdischen Religionslehre, d) einen Ueberblick über die wichtigsten Ereignisse und Persönlichkeiten der jüdischen Geschichte, e) beim: -gleichzeitigen Besuch ,des hebräischen Unterrichts in der Religionsschule die Fertigkeit,' dem/Gottesdienst in Hebräischer Sprache mit Geläufigkeit- und Verständnis itt. feinen Hanptpärtien solgep.-zu können. Das Schuljahr begann-am -10. April 1904 mit. einer Zahl von 142 Schülern,; 81 Krtaben, und 61 Mädchen,. -und schließt. am 5.April 1905.mlÄ: derselben Besuchsziffer. - Darunter befinden stckfsämtliche jüdischen Kinder der Volks-und Mittelschulen; ferner 36 Schüler der höheren Schulen, die nur am hebräischen Unterricht Teilnahmen. In das Lehrerkollegium, bestehend aus dem Dirigenten, den Herren Schreiber, Fried Länder und Frl. Berg, trat, mit Beginn des Schuljahrs noch Herr Kantor Jacoby ein. Insgesamt nahmen -106 Schüler der höheren . Lehranstalten .am Religionsunterricht , teil. Für -. die Schüler und Schülerinnen sämtlicher Schulen fand mindestens an einem Sabbat/monatlich Jugendgottesdienst in der Menen Synggoge statt. Die Schlußfeier der Religionsschule und die damit, verbundene Verteilung der. Prämien fand Sonnabend den 8. April nachmittags 3 /Uhr im Anschluß -an den Jugendgottesdienstinder Neue« Synagoge statt. / - /.- -/ ... . Kp. Aus der Provinz Poseu> .im AprM / Der. kürzlich -per-: storbene Bankier und Rittergutsbesitzer. Moritz Levy in Stargar.d i. P. hat den Armen daselbst testamentarisch 10 000 Mark mit der Bestimmung vermacht,.daß. 5000 Mark: hiervon.den jüdischen Armen und 5000 Mark den christlichen zugewendet werden sollen. .— Kaufmann Arthur Eisenstaedt in Stutzm ist zum Ratsherrn daselbst gewählt, und als solcher von der Regierung bestätigt worden. .— Bankier Oppler in Pieschen ist ktirzlich im Alter von. 65 Jahren gestorben.. Derselbe bekleidete mehrere Ehrenämter, der Stadtverwaltung und innerhalb der Synagogengemeinde daselbst.Der jetzt in Dresden lebende Rentier Moritz Tuchler hat zun Einführung elektrischen Lichtes in der Synagoge zu K0 ni tz 1000 Mark gespendet, — Kürzlich ist in Wronke der Kaufmann Michaelis Weißkvpf im / Alter von -54 Jahren gestorben; derselbe war . langjähriges Vorstandsmitglied des /dortigen jüdischen Beerdigungsvereins. —.'Die Firma H. Abrahamsohn in I anowitz feierte neulich ihr 75jähriges Geschästsjubiläum. — Mühlenbesitzer Heinrich Meyer in Gr.ätz ist zum erften.-Vorsteher daselbst neugewählt worden. .// - n. Presliru, 24. April. Am '26.'..' v.'- M. hieltder „Kaufmännische Wöhltätigkeitsverein^ seine'Generalversammlung ab. Der' Vorsitzende des Vereins, Herr Rechtsanwalt Cohn, eröffnete die

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