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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1904-08-05 · Heft 32 (5.8.1904) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
68 (1904)
Issue
Heft 32 (5.8.1904)
Date
1904-08-05
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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I8 jig„g.». a Der Oemeindebote. Berlin, 5. August 1904. Beilage zur „Allgemeinen Leitung deK Judentums" LorrelponÄrn?m und Oschnchtrn. Deutschland. LZ Berlin, 31. Juli. Das neueste Heft der „Statistischen Mitteilungen über das höhere . Un terrichtswesen im Königreich Preußen" enthält die Zahlen über die Schüler im Winterhalbjahr 1902/03. Die letzte Volkszählung vom 1. Dezember 1900 ergab für den preußischen Staat eine Gesamtbevölkerung von 34 462 692 Einwohnern. Hiervon waren 21 817 577 Evangelische, 12 113 670 Katholiken, 139 127 Dissidenten und 392 322 Juden. Die Evangelischen machten somit 63,31, die Katholiken 35,15, die Juden 1,14, die Dissidenten 0,40 Prozent der Bevölkerung aus'. Die amtliche Statistik führt nun an, daß im Wintersemester 1902/03 im ganzen 663 höhere Lehranstalten bestanden, die sich in 361 gymnasiale (315 Gymnasien und 46 Proghmnasien) und 292 realistische (87 .Realgymnasien, 19 Realprogymnasien, 42 Oberrealschulen und 144 Realschulen) Anstalten gliederten. - Diese 653 Schulen wurden von insgesamt 174467 Schülern besucht, die sich nach der Religionsstatistik auf die einzelnen Gruppen in folgender Weise verteilen. Es waren auf den Evangel. Kath. Dissid. Juden Summa 315 Gymnasien . . . .. 56 304 20192 110 6859 92 465 46 Progymnasien . . . 2 680 2 233 1 295 5 209 87 Realgymnasien -. . . 18 889 3 106 74 1 943 24 012 19 Realprogymnasien. . 1259 256 10 62 1 587 42 Oberrealschulen . 13133 3 049 100 920 17 202 44 Realschulen . . . ,- 27 745 3 964 146 2 137 33 992 653 höhere Schulen . . . 120 010 41 800 441 12 216 174467 Aus diesen Angaben ergibt sich als Endresultat, daß in Preußen von je 100 Schülern der Höheren. Lehranstalten 68,79 Prozent evangelisch, 23,93 Prozent katholisch, 0,25 Prozent dissidentisch und 7 Prozent jüdisch sind. Vergleichen wir diese Prozentzahlen mit den konfessionell geordneten Bevölkerungsziffern, so ergibt sich, daß die Evangelischen 5,48 Prozent, die Juden 5,86 Prozent mehr Schüler den höheren Schulen zuführen, als ihnen nach dem Bevölkerungsdurchschnitt zukommen, während die Dissidenten mit 0,15 Prozent, die Katholiken mit 11,19 Prozent hinter diesem Durchschnitt zurückbleiben. Die Konfessionen verteilen sich auf die 361 gymnasialen und 262 realistischen Anstalten wie folgt: Evangel. Kath. Dissid. Juden Summa 361 Gym. Anstalten 58 984 31425 111 7154 97 674 292 Real. Anstalten_61 026 10 375 _330__ JJ)62_ . 76793 653 höhere Schulen 120 010 41000 441 12 216 174467 Von den 97 673 Schülern der gymnasialen Anstalten waren Evangelische 58 985 — 60,39 pCt. Katholiken 31425 32,18 „ Dissidenten 111 0,11 „ Juden 7 154 — 6,58 „ Summa 97 674 — 100,00 PCt. Von den 76 793 Schülern der realistischen Anstalten: Evangelische 61 026 79,47 PCt. Katholiken 10375 --- 13,51 „ Dissidenten 330 — 0,44 „ Juden 5 062 — 6,58 „ Summa 76 793 — 100,00 pCt. Verglichen mit dem Bevölkerungsdurchschnitt ergibt sich, daß unsere Glaubensgenossen ihren Durchschnitt der beiden Anstalten um 6,18 resp. 5,44 Prozent übertreffen. Um die Frage des Anteils der. verschiedenen Konfessionen an dem Besuche der höheren Lehranstalten allseitig erschöpfen zu können, erscheint es geboten, auf die Ergebnisse der Reifeprüfungen an den drei Arten von Bildungsanstalten näher einzugehen. Im Schuljahre 1902/03 bestanden die Reifeprüfung an den: Evangel. Kathol. Dissid. Juden Summa Gymnasien . . ... 3009 1515 8 360 4892 Realgymnasien. ' . . . 604 58 3 37 703 Oberreals chulen . . . 320 51 20 392 Summa 3933 1626 11 419 5988 Von 5988 Abiturienten sind demnach 65,68 Prozent evangelisch, 27,14 Prozent katholisch, 0,18 Prozent dissidentisch und 7 Prozent jüdisch. Von den 1096 Abiturienten der Realgymnasien und Oberrealschulen waren 924 — 84,30 Prozent evangelich, 110 10,04 Prozent .katholisch, 3 --- 0,28 Prozent dissidentisch und 59 -- 5,38 Prozent jüdisch. Bei den Gymnasien finden wir, daß von den 4892 Abiturienten 3009 — 61,51 Prozent evangelisch, 1515 — 30,97 Prozent katholisch, 8 --- 0,17 Prozent dissidentisch und 360 -- 7,35 Prozent jüdisch sind. ^2 Berlin, 1. August. Der Vorstand des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus, bestehend aus den Herren Dr. Th. Barth-Berlin, Kgl. Archivdirektor Dr. Winter-Osnabrück, Geheimer Baurat a. D. Benoit-Karlsruhe, Stadtrat H. Flinsch-Frankfurt a. M. und Charles L. Hallgarten-Frankfurt a. M., hat von der ihm seitens der Generalversammlung am 16. April d. I. erteilten Ermächtigung, sich im Wege der Kooption in der Weise zu vervollständigen', daß möglichst alle Teile des Deutschen Reiches und Christen wie Juden gleichmäßig in den Gesamtvorstand vertreten seien, Gebrauch gemacht und folgende'Herren mit deren Zustimmung in den erweiterten Vorstand gewählt: H. Art'l, Landtagsabgeordneter, Dessau, Arnhold, Kommerzienrat, Dresden, Aronsohn, Stadtrat, Landtagsabgeordneter, Bromberg, Battenberg, Pfarrer, Frankfurt a. M., Dr. Boas, Geh. Sanitätsrat, Berlin, S. Cahn,. Mainz, Dr. Cohn, Landtagsabgeordneter, Dessau, L. Dannhauser, München, Moritz David, Bankier, Bonn, Eickhoff, Professor, Reichs- und Landtagsabgeordneter, Remscheid, A. Emminghaus, Professor, Gotha, Ernst, Schuldirektor, Landtagsabgeordneter, Schneidemühl, Falkenheim, Professor, Königsberg, V. Feilchenfeld, Köln, Dr. - Fester, Justizrat, Frankfurt a. M., Fischer, Senator, Hannover, Förster, Geheimrat, Professor, bisheriger Direktor der Kgl. Sternwarte, Berlin, Friedmann, Justizrat, Glogau, Funck, Landtagsabgeordneter, Frankfurt a. M., Gallinger, Kommerzienrat, Nürnberg, Gallus, Justizrat und Notar, Darmstadt, Grillenberger, Hauptlehrer, Fürth i. Bayern, Dr. Walter de Gruyter, Gr.-Lichterfelde, Dr. S. Günther, Professor, München, Dr. Gutsleisch, Justizrat, Landtagsabgeordneter, Gießen, M. de Haas, Pyrmont, Heitberg, Justizrat, Breslau, Herz, Geheimer Kommerzienrat, Posen,' H.' Heß, Bankier, Hildesheim, Dr. Hinrichsen, Rechtsanwalt, Hamburg, Emil Hirsch, Mannheim, Hock, Pastor a. D., Reichstägsabgeordneter, Hamburg, F. Holdermann, Pfarrer, Rötteln in Baden, Kindler, Landtagsabgeordneter, Posen, Dr. Ferd. Krieger, Königsberg, Küster, Landgerichtsrat a. D., Stettin, Wilh. Langenbach, Darmstadt, Lenzmann, Justizrat, Reichstägsabgeordneter, Lüdenscheid, Josef Levison, Düsseldorf, von Liszt, Geheimrat, Professor, Charlottenburg, Dr. Loeb, Rechtsanwalt Mainz, Löwensohn, Kommerzienrat, Fürth in Bayern, Dr. Martin, Ghmnasialdirektor, Gnesen, Dr. Heinrich Meyer Cohn, Justizrat, Berlin, Ottomar Müller, Oberlandesgerichtsrat, Köln, Muser, Landtagsabgeordneter, Offenburg i. B., Dr. Paul Nathan, Stadtverordneter, Berlin, Dr. S. Neumann, Berlin, Dr. Nöldecke, Landrichter, Hamburg, Dr. Osthoff, Professor, Heidelberg, Payer, Rechtsanwalt, Reichstagsabgeordneter, Präsident der württembergischen zweiten Kammer, Stuttgart, Pamperin, Direktor Elbing, Dr. Martin Philippson, Professor,Berlin, Pohl,Justizrat, Reichstagsabgeordneter, Gleiwitz, Dr. Portig, Pastor, Bremen, Albert , Rathenau, Rentier, Berlin,. Raßbach. Stadtverordneter, Magdeburg, H. Reh, Rechtsanwalt und Notar, Alsfeld, Neinbacher, Justizrat, Schöneberg-Berlin, L. H. Reiß,- Frankfurt a. M., Dr. Rosenthal, Oberstabsarzt, Magdeburg, Dr. Max Rothfels, Justizrat, Rechtsanwalt und Notar, Cassel,, S. Salinger, Rentier, Berlin, Dr. Schücking, Sanitätsrat, Pyrmont, Reinhardt Schmidt, Reichs- und Landtags-

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