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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1904-03-04 · Heft 10 (4.3.1904) · p. Seite 2

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
68 (1904)
Issue
Heft 10 (4.3.1904)
Date
1904-03-04
Page
Seite 2 (sequence 14)
Language
German
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Cho.r) tragen wird, hat sich in erster Reih6/zur slufgp de:-gestellt,^ Kompositionen aus dem Bereiche der hebräischen WnsikWxatur/zup- Aufführung zu bringen; Maßnahmen zur Förderung und Organisation musikhistorischer Forschungen aus dem gleichen Gebiete ^sind^ sür später in Aussicht genommen. Mit der musikalischen Leitung ist Herr Kapellmeister Albert Kellermann betraut worden. Die" Chorproben finden allwöchentlich am Dienstag von 5—7 Uhr in der Aula des Sophien-Gymnasiums, Weinmeisterstraße, statt. Anmeldungen zur Mitgliedschaft werden von dem. Dirigenten, in seiner Wohnung, Oranienburgerstraße 26, entgegen genommen.. =- Berlin, 1. März. Die Jacob Israel-Stiftung,- Pensionskasse sür die Angestellten der Firma N Israel zu Berlin, sowie für deren Witwen und Waisen hielt anr Mittwoch,, den 17. d. M. ihre diesjährige ordentliche Generalversammlung ab. Ans-dem Berichte des Vorsitzenden ging hervor, daß das Vermögen der...Kgffe 690862,15 Mark beträgt und sich somit um 65191,52 Atark gegen 1902 vermehrt hat. An Pensionäre wurden gezahlt 5907 Mark. , Der Mitgliederbestand erfuhr eine Vermehrmng um 7 Personen und beträgt jetzt 494, darunter 159 Verheiratete. Die. Chefs der . Firma, zahlten ' .19600 Mark als Zuschuß pro 1903. o. Königsberg, 25. Februar. Stadtrat Samuel Magnus, einer der angesehensten Mitbürger, feierte unter allgemeiner. Teilnahme am 17. d. M. seinen siebzigsten Geburtstag. Magnus 7 hat nie zu denen gehört, die geflissentlich darauf Bedacht nehmen, viel in der Oeffentlichkeit von sich reden zu machen; gleichwohl ist er in allen Kreisen der Stadt ebenso bekannt wie geehrt, und hat sich in der verhältnismäßig noch kurzen Zeit seines dauernden hiesigen Aufenthaltes das Vertrauere, die Achtung und Liebe aller Mitbürger, mit denen ihn Beruf und Amt, Geschäft und Neigung zusammenführten/ irr seltenem Grade erworben. Das bewiesauch . die Feier am 17. -d. M. Eingeleitet wurde dieselbe durch einen Gesang des Shnagogenchors unter Leitung des Oberkantors Birnbarnn, der bei dieser Gelegenheit die traditionellen Melodien zum „Priestersegen" in Orgelsatz als Angebinde überreichte. Gleich nach 11 Uhr erschien Oberbürgermeister Körte irn Schnruck der goldenen Amtskette und begleitet von fast sämtlichrn Mitgliederrr des Magistratskolleginms, um in einer herzlich warmen Ansprache die Glückwünsche der Stadt zu überbringen. Irn Anschluß an seine Rede überreichte der Oberbürgermeister ein Album mit den. Porträts sämtlicher Magistratsmitglieder. — Der zweite Redner war Rechtsanwalt Holz, der das Wort als stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Shnagogengemeinde nahm und betonte, Magnus habe von jeher bewiesen,, daß man zugleich ein guter deutscher Staatsbürger und ein guter Jude sein könne. Die Empfindungen der Gemeindekollegien waren in einer Adresse zusammen gefaßt, deren Inhalt hieraus Konsul Litten., zum Vortrag brachte. Derselbe widmete dem Jubilar noch'festliche Worte namens der „Wohltätiger: Gesellschaft", deren einzig lebendes Mitglied er sei, das dem Verein volle dreißig Jahre arrgehöre und sich ihm gleichwohl noch inrmer mit einer neidlos,' aber oft bewunderten Frische des Geistes gewidmet habe. Rabbiner Dr. Vogelstein, dankte Herrn Magnus irr seirrer Eigenschaft als Seelsorger und Leiter der religiösen Angelegenheiterr der Gemeinde für die treue Fürsorge, die er.'als Vorsitzender des Gerneindevorstandes, insbesondere in den brennend gervordenen Fragen des Unterrichtswesens, der Synagoge rrnd der sonstigen Gerneindeinstitute bewährt habe. — stets im Hinblick auf die drei Fundamente des Judentums: Gotteslehre, Gottesdienst und wahre Nächstenliebe. Auch über die Grenzen des Vaterlandes hinaus habe er seinen Wohltätigkeitssiun betätigt und die Hilfsaktion für Rumänierr und später für Kischirrew eingeleitet oder rvenigstens tatkräftig gefördert. Herr Max Cohn überreichte eine vornehm ausgestattete Adresse des Israelitischen. Stifts, an dessen Verwaltung Magnus feit 22 Jahren, seit 19 Jahren. als Vorsitzender, beteiligt ist, und das seiner Initiative irr erster Linie die Errichtung des 1897 vollendeten'. Erweiterungsbaues verdankt. Apotheker Guttmann überbrachte Dank. , und Glückwünsche namens der Dr. Koch'schen Erziehungsanstalt,. Herr Wolffheim, namens des Vereins für - Krankenpflege und Beerdigung, Professor Dr. Saalschütz namens des Israelitischen Waisenhauses und des Vereins für - jüdische . Geschichte und . Literatur. Schwungvolle -Worte widmete ferner Obersekretär Klein dem-Jubilar dev: GenrLjnWejunten als deren Senior,/der.ßchorz vpp l UtzhrA äl^ drei IahrzAzntech den Vater Sei Zülülärs^'M'^'sei,rein 70. Geburtstage beglückwünscht habe. Die alte Synagoge rvar durch BgNk PL ^Gi^»dsensktz§ Vertreters der '--/insbesondere die Mldtätigkeit des^Gefeierten hervorhob. Kattowitz, 23. Februar. Der Verband der Rabbiner Ob^pLchlsschens.hiebOgrn 2'? di Ai. hier UnerVersgnpnküryglach;ldoxerr Ve'rhänölllngsstvff auch" für 6ie weiterd deffenÜlchreit 'von Interesse sein dürfte. Der Vorsitzende^MWimckM-r. Cohn-Kattowitz eröffnet die.Sitzrrng.und. begri'rßt die erschienenerr Kollegen.^ Anwesend;waren die Kollegen:- .Cohn-Kattowitz,,'MüpzMleiwitz, -Kopsstein-BenWn, Kaatz- Zabrze>:Nan-P.leß,^Norden-Mhslowitz, EüirnrichxLa.rnowitz,-.Mguther- NeiK,: Braunschweiger-Kattowitz und. Galliner-Beuthen. — .Dev Vorsitzende, .erstattet.. Bericht, über: die letz.t.e:.Tagung. des^,Verbandes-der oberschlesischen Gemeinden und .üben das.- daselbst erstattete. Weserat des Vorstandsvorsitzenden - Herrn. Stadtrat Wiener aus.. Kattowitz betreffend.. Anstellung von, Wanderpredigern.. .Die- Ra.bbiner.verversarnmlnng erklärt-, ihr. Einverständnis. .'mit. dem Inhalt dieses Referats und beschließt, , die Kollegen. .Cohn und: Kopfstein zu.de'jlei gieren, um! bei. der.nächsten Sitzung..des Ausschusses .des.G,orn.einde-, Verbandes bei der:Verhandlung: über.diesen/.Punkt den Rabbiner- Verband: zu vertreten:-. — Ferner gedenkt..der. Vorsitzende des,25-jähr. Rabbinerjubilänms, des Kollegen. Friedrrrann-Lnblinitz. und teilt mit, daß:, beidieser. Feiernamens.,des Verbandes die Kollegen Kopfstein, j Norden, Emmrich .und Kaatz. anwesend waren. .Ein Verzeichnis..der? Namen, der, irr. diesem Jahre aus .dem. jüdischen... Waisenhanse zu Rhbnik zrr entlassenden. Zöglinge-, wird bekannt gegeben, :damit die? 1 selben irr Stellungennntergebracht werden,, an denen die.Sabbntj Heiligung, .innegehalten wird. .—Irn weiteren berichtet der.Vorsitz.ende I über, die Beschlüsse, die betreffs der Pensions- und Reliktenkasse j gefaßt wurden. Dabei sind, die Anträge des. oberschlesischerr. Rabbiner- - Verbandes berücksichtigt worden urr.d zwar, 1., daß : derjenige, der ein-! mal Mitglied, des allgemeinen deutschern Nabbiilerverband.es gewesen und der Pensions- und Reliktenkasse. beigetreten,.- Mitglied dieser Kasse bleibe, rvenn.-er auch aus dem - allgemeinen deutscher! Rabbinerverbande aus religiösen Bedenken ausscheidei 2.; daß die Karrenzzeit von.fünf Jahren,, die nach Angabe der - Versicherungstechniker. als notwendig - erachtet, werde, dadurch.-gemildert werde, daß gewisse Gelder zw Subventionszweckerr für diese Zeit-flüssiggemacht-werden. — In. Wiederaufnahme einer bereits, inder letzten- Versammlung i erörterten Frage wird der Vorsitzende, ermächtigt, die Bildung , von i Bezirksrabbinaten .von neuem, beim allgemeinen deutschen > Rabbrner-! verbände, in. Anwendung zu -bringen und - einzelne Punkte, in - der! Form bestimmier Anträge dern geschäftsführenden Ausschuß dßs - deutschen Rabbinerverbandes zu übermitteln. — Nachdem. Kollege; Ntürrz den Kassenbericht erstattet, schreiten, die Verhandlungen weiter! fort. Der Herr. Justizminister hat sich geneigt erklärt, vor der.gericht-! lichen Entscheidung in- Ehescheidungssachen jüdischen Parteien, die! Heranziehung der Rabbiner, zu einem : Sühneversuch, konform der Tätigkeit der. christlichen Geistlichen, zu veranlassen.. Jedoch verlangt der Herr Jüstizminister genaue Angabe, welche Rabbinate fürdie einzelnen Amtsbezirke zuständig seien. Als - Kommission zur Bestimmung des Zuständigkeitsgebietes für Oberschlesierr werden, die Kollegen Cohn,. Kopfstein umd Münz ernannt. . -— Es folgt nunmehr eilt, anregender Gedankenaustausch, über die Erfahrungen bei. der Revision des Religionsunterrichts. Eine lebhafte. Debatte erwecken die von Kollege Rau gestellien .Fragen: Aus. welchen. Prinzipien soll der jüdische Religionsunterricht beruhen? Was muß unbedingt Lehrgegenstand,fein? Das Ergebnis dieser Erörterung ist. die Frage nach einem Mindest-Narnrallehrplarr für,-die kleinen rabbinerlosen Gemeinden -Oberschlesiens. Die. Kollegen.Norden, und Emmrich werden mit der, Ausarbeitung betraut und wird ihnen, .anheirygegeben,. zur- Feststellung der Stoffverteilung diesbezügliche,- Umfragen: bei den oberschlesischen. Kollegen zw: halten. Nachdem noch der. Beschluß gefaßt wird,, in-.der Tagesordnung der nächsten Versammlung. dem.Kapitel „Religionsunterricht" einen breiten Raum zu,-gewähren^ erstattet Kollege Emmrich ein . Referat über „Methodik und Stoffverteilung beinp-Bibellesen im: Religionsunterricht". Ergänzt, wird -dieses.ar;? regende. Referat Lurch ein Korreferat des-,Kollegen Norden. Hjerau-f hält- Kollege. Münz einen-Vortrag. „Exegetische.Pachlese zu Delitzsch."

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