Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 59 (1895)
- Issue
- Heft 15 (12.4.1895)
- Date
- 1895-04-12
- Page
- Seite 180 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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180 Sinn schüttelte de» Kopf. „Ach was fällt Dir ein! Anna von Oste» nnd Meta Dietrich, unsere besten Freundinnen, werden sich vor uns doch nicht verleugnen lasten! Es ist eben ein Zufall." Der Zufall wiederholte sich jedoch noch ein paar Mal, so dast nun ailch Lina stutzig ward. (Fortsetzung folgt.) Breslau Indische Frauen. inst führte mich ein Traumgesicht An Zions alte Tempelstätte, Ich blickte, und im Dämmerlicht Erglänzte heiliges Geräthe Ich sah den Leuchter, Gott geweiht, Deß sieben goldene Arme strahlten. Weil sich in ihm zur Morgenzeit Des Sonnenaufgangs Farben malten. Geblendet wandt' ich meinen Blick Hinweg von übergroßer Helle, Ich schloß mein Aug', darin zurück Blieb eine goldige Strahlenwelle. Und Abend rvard's. Der Priester goß Das reine Oel aus heil'gen Krügen, Das in des Leuchters Schalen floß. Für Monde schien mir's zu genügen 'Als er's 31t Hellen Flammen dann Entzündete, zu sieben Leuchten, Hob sich erneut mein Staunen an. Weil sieben Sonnen sie mir bäuchten. So paradiesisch schöner Glanz Schien mir der Erde nicht entstammet. In heil'ger Weihe ward mir ganz Bon Hinnnels Lust das Herz entflammet. Da sprach zu mir des Priesters Mund: „Tn wirst solch' Leuchten öfters schauen. Des Himmels Glanz, er wird Dir kund Bei Judas schönen, edlen Frauen!" l) Joseph Z. Fitterarische Mittheilungen. Zum 100 Geburtstage Rabbi Hirsch Kalischer.s. Im laufenden Monat Nissan sind es gerade hundert Jahre, seit der berühmte Hirsch Kalischer zum ersten Mal das Licht der Welt erblickte. Es liegt nicht in meiner Absicht, den Lebenslauf dieses hervorragenden größten Talmudisten Deutschlands, der aus der Schule Rabbi Akiba Egers hervorging, zu skizziren. Dieses haben bereits, vor mehr als zwanzig Jahren <1871), manche Berichterstatter nach dem Heimgang desselben gethan. Ich bezwecke mit diesen wenigen Zeilen blos zu versuchen, auf einen gewissen Kulturfort schritt seitens eines streng orthodoxen Gelehrten, während der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts, die Leser dieses geschätzten Blattes aufmerksam zu machen: Dieser überaus fromme, strenggläubige Mann, der durch seine vielen Schriften über verschiedene Themata (von theologischreligiösem und wissenschaftlichem Inhalt und Werth) als eine der bedeutendsten Koryphäen unter den Rabbinen des Occidents galt, trat schon vor ca. 05 Jahren (1830) mit seinem epochemachenden fortschrittlichen Projekte auf, der mit allen Mitteln zu fördernden „Kolonisation Palästinas", worin er den Anfang der Erfüllung der messianischeu Verheißungen und Hoffnungen erblickte. Diese seine Licblingsidee verfolgte er z eitI eb en s mit allem Eifer und Enthusiasmus und vertheidigte ]) Bgl. Sirach XXVI, 22. „Ein schönes Weib, das keusch ist, gleicht der Hellen Flamme auf dem heiligen Leuchter." dieselbe gegen die Einwendungen der Altrabbinen sowohl, als auch gegen die theils oppositionelle, theils indifferente Haltung der „Aufgeklärten" in Deutschland, Frankreich und England. Es gelang ihm endlich, durch Verbreitung seines in dieser Beziehung gewissermaßen bahnbrechenden Werkes „Drischas Zion", und durch unablässige Korrespondenzen mit den maßgebenden Gelehrten, Geldgrößen rc, sein Ideal durch Gründungen von „Vereinen" (besonders in Frankfurt a. M.) praktisch zu verwirklichen, und dadurch hat er also den heutigen, bereits von großem Erfolge gekrönten palästinensischen Kolonisations-Bestrebungen dic Wege gebahnt. Dieses Moment ist es, das dem Rabbi Hirsch Kalischer hauptsächlich! zur Ehre gereicht und das wir an seinem 100. Geburtstag als! hervorheben. Leipzig, 3. April (9. Nissan). Fabius Mieses. Im Verlage von S. Calvarp, Berlin W., erscheint demnächst ein 15 Bogen starkes Werk: Die gegensinnigen Wörter im Alt- und Neuhebräischen in sprachvergleichender Darstellung von Dr. E. Landau, Rabbiner in Weilbnrg a. L. Das Buch füllt eine Lücke in der hebräischen Lexikographie aus, wirft auf manche schwierige Bibelstellen ein neues Licht und ist deshalb nicht nur für Theologen und Lehrer, sondern auch für gebildete Laien von Interesse. Spvectzsaat. Sehr geehrter Herr Redakteur!|; ' : s wird Ihnen gewiß sehr lieb sein, eine Unrichtigkeit, eine schivere Beschuldigung, die zumal eine Ehrenkränkung gegen meine Person involvirt, berichtigen zu können. Bei meiner vorgeschrittenen Augenschwäche und dem schweren Verluste, der mich betroffen, las mir erst jetzt ein Vorleser die Erklärung vor: „Die Alliance israelite universelle hat zur Veröffentlichung meines Buches „Die jüdischen Speisegesetze" nicht beigetragen." Richtig hieran ist, daß die Alliance nicht beigetragen: ich habe auch das Central-Komitee an die versprochene Subvention nicht gemahnt oder erinnert, wie ich auch das Komitee der Zunz-Stiftung an die verheißene Subvention nicht erinnert, sie aber dennoch erhalten habe. In dem Archiv der Alliance wird doch wohl Ordnung herrschen, so bitte ich das Komitee — nicht um die versprochene Subvention — sondern der Wahrheit die Ehre zu geben und mir zu bezeugen, daß mir, nachdem ich im Spätsommer 1892 einige'Hefte der fraglichen Abhandlung, soweit sie damals in der Weißmannschen Monatsschrift veröffentlicht war, eingeschickt hatte, eine Subvention verheißen und das Anerbieten gemacht wurde, eine Anzahl von Exemplaren, wenn die Arbeit in Buchform vorliegen wird, zu erwerben. Da dem Komitee (speziell dem sel. Löb) vor Verheißung der Subvention die fraglichen Hefte bis hundert und einige zwanzig Druckseiten Vorlagen, so auch das Vorwort/) so konnte besonders nach S. 122 u. f. über meinen theologischen Standpunkt, namentlich meine Stellung zum Talmud, gar kein Zweifel obwalten. Oppeln, im April. Rabb Dr. A. Wiener * Sehr geehrter Herr Doktor! ^err Dr. Babad ist im Jrrthum: Josef Treitel von Wien, der die sensationelle Millionen-Schenkung zu Gunsten der Akademie der Wissenschaften in Wien gemacht hat, war kalholischer Christ und konnte daher mir der Breslauer Familie Treitel, die auch mir sehr wohl bekannt, nicht verwandt sein. Ganz ergebenst Bukarest, 19 31. März. Dr. M. Beck.! ft Auch das Titelblatt mit dein Vermerk „Mit Unterstützung der i Zunz-Stiftung und der Allianz israelite universelle“ war bereits 1892 j gedruckt. Da das Buch aber erst Januar 1895 fertig gestellt war, so 1 hat die verehrliche Verlagshandlung ein neues Titelblatt mit der Jahreszahl 1695 drucken lassen. Druck und Verlag von Rudolf Mosse in Berlin. Verantwortlich für die Redaktion. Max Bauchwitz in Berlin. >9. Äah Km § B hat, wie Angeleger irres har ür begrv Schule olche M Üerwal 2/a ,Verein j Aula des mann E irrem za! geistvollem Forscher- Perioden md Erlt Freiheil) ganze A und ersx gezeichnet fttteratu rbgeschlo ttz. i mischte in Aber Synagoo (ut gelu meser S Geltung müßten 1 wachte s Stimmer wllig ur lrtheil l Doch sin Hebel A wird, al wr wei Ehrennn Ehrenta, mußte d gesetzt n oas Vor Rücksicht reue Ar daselbst hält, ist 2/5 erscheine lassen, t Berlin j bacher rund gi jüdische rund 6C dem Rcr