Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 59 (1895)
- Issue
- Heft 8 (22.2.1895)
- Date
- 1895-02-22
- Page
- Seite 89 (sequence 7)
- Language
- German
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89 III. Literaturgeschichte. Cassel, D.: Geschichte d. bibl. Litteratur. 2Th. (Breslau, Jaeobson.) Steinschneider, M.: Jüdische Litteratur. Ersch u. Gruber. Allgemeine Encyklopädie. Bd. 27. (Leipzig 1851, Brockhaus.) Karpeles, G.: Geschichte der jüdischen Litteratur. 2 Bde. (Berlin 1872, R. Oppenheim.) Zunz, L.: Gesammelte Schriften. 3 Bde. (Berlin 1876.) Winter und Wünsche: Die jüdische Litteratur. (Trier 1893 ff. 3 Bde.) Geiger, A.: Nachgelassene Schriften. 5 Bde. (Berlin 1877.) Zunz, L.: Gottesdienstliche Vorträge der Juden. (Frankfurt a. M. 1892 Kauffmann.) -Zur Geschichte und Litteratur. (Berlin, Veit, 1845.) -Die synagogale Poesie des Mittelalters. (Berlin, Veit. 1855.) -Die Monatstage des Kalenderjahres. (Berlin 1872.) Hamburger, I.: Neal-Encyklopädie für Bibel und Talmud. 2 Bde. (Strelitz 1890 ff.) Strack, H. L.: Einleitung in den Talmud. (Berlin 1894.) Wünsche, A.: Die Hagada des babylonischen Talmud. 5 Bde. (Leipzig, O. H. Schulz.) — — Die Hagada des jerusalemischen Talmud. (Zürich 1880.) — — Bibliotheca Rabbinica. (Leipzig 1872-84. 8 Bd.) Deutsch, E.: Der Talmud. (Berlin, Gerschel.) W ü n s ch e, A.: Der Talmud. (Zürich 1879.) Stern, L.: Ueber den Talmud. (Würzburg 1875.) Jellinek, A.: Der Talmud. (Wien 1883, Hölder.) Ehrentheil, M.: Der Geist des Talmuds. (Budapest 1890.) Seligmann, L.: Parabeln, Legenden aus Talmud und Midrasch. (Leipzig 1877, Leiner.) Katz, A.: Der Talnmdjude. (Berlin 1893, E. Apolant.) Fischer, B. : Talmudische Chrestomatie. (Leipzig 1884, Barth.) De li tzsch : Zur Geschichte der jüdischen Poesie. (Leipzig 1836 ) Dukes, Leop: Rabbinische Blumenlese. (Leipzig 1843.) Bacher, W.: Die Agada der Tanaiten. 2.Bde. (Straßburg 1884-90.) — — Die Agada der babylonischen und palästinensischen Amoräer. (Straßburg 1878 u. 92. 2 Bde.) Braunschweiger, M.: Die Lehrer der Mischna. (Frankfurt 1890, I. Kauffmann.) Sachs, M.: Religiöse Poesie der Juden in Spanien. (Berlin 1845.) Kaempf, S : Nichtandalusische Poesie andalusischer Dichter. (Prag 1858. 2 Bde.) Steinschneider: Manna. (Berlin 1848.) Karpeles G.: Zionsharfe. (Leipzig 1886.) -Der Divan des Jehuda Halevi. (Berlin 1892.) Kayserling: Sephardim. (Berlin 1859.) -Moses Mendelssohn. (Leipzig 1879.) Sulzbach, A.: Dichterklänge aus Spaniens besseren Tagen. Frankfurt a. M. 1886.) Sachs, M.: Stimmen vom Jordan und Euphrat. (Berlin 1880.) Heller, S.: Die echten hebräischen Melodien. (Trier 1894.) Frankl, L. A.r Libanon, ein poetisches Familienbuch. (Wien 1858 ) Kayserling, M..: Die jüdischen Frauen in der Geschichte, Litteratur und Kunst. (Leipzig 1859.) Remy, N.: Das jüdische Weib. (Berlin 1892.) Karpeles G.: Die Frauen in der jüdischen Litteratur. (Berlin 1882.) Grünbaum, M. : Jüdisch-deutsche Chrestomathie. (Leipzig 1886.) Lessing -Mendelssohn-Gedenkbuch. (Leipzig 1874.) Neligio^nslehre, Erbauuugsbücher und Verwandtes. Philippson M.: Israelitische Religionslehre ausführlich dargestellt. dargestellt. (Leipzig 1861-65. 4 Th.) Hirsch, S. R.: Chaurew. Versuche über Israels Pflichten in der Zerstreuung (Frankfurt 1882.) Stern, L: die Vorschriften der Thora. (Frankfurt 1882.) Duschak, M.: Die biblisch-talmudische Glaubenslehre. (Wien 1873.) Stein, L.: Die Schrift des Lebens. (Mannheim 1872—1877.) Adler, L: Vorträge zur Förderung der Humanität. (Cassel 1871.) Cassel, D.: Sabbathstundeu. (Berlin 1868) Schmiedel, A.: Sansinnim. (Prag 1882.) Hecht, E.: Der Pentateuch in lehrreichen und erbaulichen Betrachtungen. (Berlin 1858 ) Lipschütz, B.: Thorath Schmuel, ein Erbauungsbuch. (Hamburg 1865.) Lazarus, M.: Treu und frei. Gesammelte Reden (Leipzig 1887.) Grünebaum: Die Sittenlehre des Judenthums gegenüber anderen Bekenntnissen. (Leipzig 1887.) Duschak, M.: Die Moral der Evangelien und des Talmud. (Wien 1877.) Jo<"-l, M.: Blicke in die Religionsgeschichte. 2 Bde. Breslau 1886 bis 1883 ) Meisel, W A.: Homilien über die Sprüche der Väter. (Breslau 1890.) Formstecher, S.: Die Religion des Geistes, iFrankfurt a. M. 1841.) Joöl, M.: Philosophische Schriften. 2 Bde. (Breslau 1876.) Philippson, L.: Weltbewegende Fragen. 2 Bde. (Leipzig 1808.) — — Reden wider den Unglauben. (Leipzig 1856.) -Rath des Heils. (Leipzig 1872.) Rieß er, Gabriel: Gesammelte Schriften. 4 Bde. Baer, Bernhard: Das Leben Abrahams nach der jüdischen Sage. (Leipzig 1859.) -Das Leben Moses. (Leipzig 1802.) Briefe aus Paris, in. Paris, im Februar. fie Angelegenheit des früheren Ministers des Innern, Raynal, ist meines Erachtens unter der Maske in der französischen Kammer eine der heimtückischsten Kundgebungen des Antisemitismus, dem die Sozialisten diesmal in die Hand spielen, deicht, daß hier zu Lande der Sozialismus, seiner Essenz nach, judenfeindlich gesinnt sei; er zieht blos in den.Krieg gegen die Kapitalisten, gegen diejenigen, welche über bedeutende Bermögen verfügen, und da unter diesen einige jüdische Namen besonders hervorragen, so verwechselt er oft das Wort Kapitalist mit dem Wort Jude. David Raynal hat zwar vor Jahren dem verstorbenen Großrabbiner in Bordeaux, S. Levy, förmlich erklärt, daß er, trotz seiner jüdischen Herkunft, sich durchaus nicht als Jude betrachte und jede moralische und soziale Verwandtschaft mit seinen früheren Glaubensgenossen absolut ab lehne. Das paßte aber den Antisemiten nicht in den Kram, und indem sie Raynal die ganze Wucht ihrer Angriffe fühlen ließen, beabsichtigten sie, zuerst Rothschild, dann die Kapitalisten im Allgemeinen, besonders aber den Expräsidenten Easimir Perier zu treffen, den sie den König von Anzin nannten, weil er einer der Hanptaktwnäre jene reichen Eisenhütte ist, und wegen dieser wie vieler anderer Beleidigungen, sannnt seinen Munstern, sein Amt niederlegte, als die Kammer beschloß, eine Kommission zu ernennen, damit diese erwäge, ob Raynal nicht in den Anklageznstand versetzt werden sollte, weil er, als er Mitglied des Ministeriums war, zu welchem auch Easimir Perier gehörte, mit einigen Eisenbahngesellschaften eine Konvention unterschrieben hatte, deren Bedeutung sich der Leser ans Nachstehendem leicht erklären wird. Bereits 1878 hatte der Minister Freyeinet, der im Jahre 1870 Gambettas rechter Arm in Tours gewesen war, den französischen Kammern eine Gesetzvorlage unterbreitet, die von denselben angenommen wurde, und der gemäß Frankreich mit einem Eisenbahnnetz bedeckt werden sollte, unter welchem sich viele Linien befanden, die zwar der Population und dem Vertheidignngswesen zugute kommen, aber ihre Spesen schwerlich decken würden. Ter Bau dieses Netzes wurde sogleich in Angriff genommen; es zeigte sich jedoch bald, daß zum Weiterführen desselben jährlich sieben oder achthundert Millionen Francs nöthig seien, so daß die Regierung im Lause von vier Jahren drei Milliarden hatte entlehnen müssen. D'N- Staat