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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1893-08-04 · Heft 31 (4.8.1893) · p. Seite 369

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
57 (1893)
Issue
Heft 31 (4.8.1893)
Date
1893-08-04
Page
Seite 369 (sequence 9)
Language
German
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purbeu. E weiteres fid; im nach mi: abinius, bo: ld es siebei ' Hadriamn , daß gan ten, was erhaben, mn ann zu feil ic nicht br > Gesicht eil mit große im ganzer on Sarepü über ben Dir wenir die eine! gt. Judüc i geschlageir und Güte in und bm: hin sagtest sich röthei die Rome! Zerechtigkei: r bei den im Staub! ort hatte ei stimme und zurückfuhr,? Bist Du mit einem i erkenntlich stm meinen :e, itnb bii seine Hu sich zurecht sagte er, Ich konnte so verrucht r bringen; et werben, n er spielte m Bauche, zlauzeuben, murmelte -Mb sagte: ltes Wesen Ich schenke m\ meinen ), Klos bas len, bleiben iu'fjoö." 360 Bei diesen Worten schrak der Alte sichtlich zusammen und sprach;iiü tonloser Stimme: „Thirza? Hat sie Dir nichts gesagt von inem Wafsentanz und Aehnlichem?" „Ja, ich erinnere mich; Du hast wohl Narrheit mit ihr getrieben. Sie sagte mir, baß Du heut' Abend, mich zu überraschen, durch fünfzig Mädchen in Ainazonenkleibnng einen Wafsenanz in diesem Saale veranstalten werbest, aber das ist ja Thorheit. :6o wirst Du denn fünfzig Weiber hernehmen, die dazu geeignet mb, und ich möchte wissen, ob überhaupt ein einziges Weib in sudüa sich dazu hergeben würde!" Dem Elieser sank ein Stein vom Herzen. „Laß mich sorgen, Kabinius Fnllo," rief er; „ich will doch sehen, ob ich Dir nicht inen so vergnügten Abend bereiten kann, dergleichen Du hier noch nie gesehen; ein ganz eigenthümliches Vergnügen. Die fünfzig Jungtrancn habe ich schon im Hinterhalt; wahre Aphroditen, Musen und Grazien von Holdseligkeit und Feuer. Gieb Deinen Römern ein Fest und versammle so viel Hauptleute und Krieger als möglich in ''iesem Saale; die Amazonen bedürfen blos mitten einigen Raumes. £ie holden Kinder werden verlarvt eintreten, mit Helm, Schild und stanzer gerüstet, aber es wird keine Unze Metall an ihnen sein; es ind lauter künstlich bereitete Flitterlnmpen. Erlaube dies, Feldherr, aersage Dir nicht jedes Vergnügen; sorge aber, daß die Krieger keine 'baffen tragen; die guten schönen Mädchen würden sich entsetzen, and ein Aufzug ginge Dir verloren, den Tn wirst ewig zu sehen onnschen. Die Mädchen kommen auch nicht leer, Gabimns Fnllo; ie werden Dir opfern, als ihrem Könige, und jede wird ans ihrem 'vnsen ein Bentelchen Gold ziehen und Dir selbiges zu Füßen legen." Entzückt schlug der Römer die Hände zusammen und schrie einmal über das anderenml: „Ein köstlicher Einfall, guter Elieser! Ein onnderschöner, herrlicher Gedanke! Ich erlanbeAtles, die schönenTöchter Zions sollen stattlich und prächtig empfangen und bewirthet werden; udje demjenigen, der eine Waffe blinken laßt!" — Elieser stand auf, als wolle er sich entfernen. „Noch eins, Gabinius Fnllo," sagte er, „die erste Nachricht von dem Freudenfeste ward Dir durch Thirza von Kalirrhoö. War' es nicht Unrecht, sie ms Elend zu jagen? Ich mag das arme Mädchen nicht haben; ich ann kein Weid der Erde um mich dulden." „Gut, sie soll hier bleiben, Dir zu Gefallen; sie soll thnn und offen, was sie will; sag ihr das! Aber nun laß des Gesprächs genug sein: ich bin matt tute eine Fliege; mein Frühstück wird gebracht." Bei diesen Worten that sich die Thür auf und zwei Sklaven, gefolgt von dem Küchenmeister, trugen in reichen Gefäßen eine leckere Mahlzeit herein, über die auch sogleich der Römer Hersiel. Elieser bemerkte, daß er nicht Zeit habe, zu essen, da er noch viel anordnen müsse; der Proknrator nickte mit vollen Backen, da er unfähig war, ui sprechen, und der Jude schritt hinaus in den Borhof, der ange- 'üllt war von römischen Feldhanptlenten und Soldaten. Elieser theilte hnen in kurzen Worten Näheres über die abendliche Feier mit, worüber aiese laut aufjnbelten und dem Botschafter ihre Freude unverhehlt ui erkennen gaben. Er aber eilte hinaus, als habe er keine Zeit zu verlieren, und als das Pförtchen der äußersten Mauer hinter ihm Uigefalleu war, sprühte ein wahres Jreudenfeuer aus seinen Angen. V. Der verhüngnißvolle Abend kam heran, der eine schauerliche Katastrophe in seinem dunklen Schooße trug. Haß und Patriotismus batte sich gerüstet zum Kampf der Rache gegen dummstolze Tyrannei und blutdürstigen Uebermuth. Thirza's Prunkgemächer, heut' nicht erhellt, waren gedrängt voll dunkler, hoher Gestalten, die leise rauschend hin und her wogten. Sie hatten sich einzeln genahet, die Männer der Rache, durch 'das geheime Pförtchen, von Thirza geleitet; das war die Aufgabe, die ihr obgelegen hatte; sie selbst war bereits mit allen Kostbarkeiten hinweggebracht worden von der Seele des Aufruhrs, dem alten Elieser aus Gaza. Er war auch jetzt mitten unter den Männern, die er gewonnen durch gewaltige Rede, die er gerüstet und unterhalten aus seinen Mitteln. Er glitt durch sie hindurch wie ein dünnes, luftiges Gespenst; er flüsterte fast unhörbar und ward von Allen verstanden; er schlich an der Spitze von säst UOO Männern und Jünglingen über die steinerne Galerie hinweg, unter der sich im ersten Hose römische Soldaten umhertrieben; er kroch mit der Schaar in dem Thurine, welcher jeden Augenblick den Einsturz drohte, eine halbverfallene Treppe in der tiefsten Finsterniß hinab bis zu der kleinen, angelehnten Thür, die in den gemauerten Gang führte. Hier blieb er stehen, und ein Zeichen, dem Mchststehenden gegeben und von diesem wieder durch die Nächsten Alten mitgetheilt, befahl die möglichste Stille, denn zu beiden Seiten des Ganges, den nur dünne Mauern bildeten und der die Grenze bildete von dem ersten und zweiten Hofe, lehnten Soldaten, die Verschiedenes plauderten über das heutige Fest und über seine eigentliche Bedeutung. Das war ein gefahrvoller Bioment, denn in der tiefen Finsternis; des engen Ganges, dessen Boden sehr uneben war, Uoo bewaffnete Männer so zu führen, daß die nur durch eine dünne, hier und da sogar schadhafte Blauer davon getrennten Kriegsleute nicht das Mindeste bemerkten, war nicht möglich, und doch mußte bald die Spitze des Zuges am Festsale stehen, denn Elieser mußte ans dem gefährlichen Wege wieder zurück eiten, um seine Amazonen herbeiznholen. Er faßte sogleich bei einem Steine, den er an seinem Fuße bemerkte, einen raschen Entschluß und tappte zur morschen Treppe zurück, die er sofort hinankroch. Cbeu angekommen, ließ er den Stein fallen, daß er auf verschiedene Stufen anfschlng, dann an einen Nebenpseiler Prallte und von diesem eine ganze Lage Steine abriß, mit der er zugleich unter großem Geräusch zu Boden rollte. „Der Thurm fällt ein!" riesen die entsetzten Soldaten; „kommt in die Wachtstnbe, hier ist der Teufel los!" und mit diesen Worten liefen die Helden davon. Jetzt stand Elieser schon wieder an der Gangthür, die er anfstieß und zu Zwei und Zwei zogen leise die Männer hinter ihm drein. (Forts, folgt.) Hagar. Eine schwäbische Dorfgeschichte von E. Bell). (Fortsetzung.) XIII. Wie aus den Flügeln der Spatzen ist's durch das Dorf geflogen, ivas sich im Schwadererhos zugetragen hat, und des Aigle's Schelmenliedle von der Jndenliebschast des Dörtle singen sie ans und ab, dafür hat der Peter gesorgt. Und wie sie das Mädchen höhnen, schimpfen sie ans die Insassen des letzten Häuschens und geben einander das Wort, daß sie der alten Sarah nichts mehr znwenden wollen, denn: schlimm genug ist's eigentlich, daß so eine Sippe im Tors ist und das Geld der Bauern einheiinft, aber wenn sie gar Gemeinschaft mit Ehristenleut machen wollen — so was läßt sich ttimmer dulden. Sonderbar ist's, wie die alte Sarah, die sonst keine größere Freude kennt als verdienen, den Bann trägt. Tenn überbracht ist es ihr worden, was man in einer Bersammlnng im Wi'rthshans

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