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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1893-03-31 · Heft 13 (31.3.1893) · p. Seite 3

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
57 (1893)
Issue
Heft 13 (31.3.1893)
Date
1893-03-31
Page
Seite 3 (sequence 15)
Language
German
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jglid) zu b disches Au - haben. Cv >t, daß^dc.s ichtet werdt i, die auf d-.u achten. D'?r ch mit den, getretenlund die Schutzlt aufgeklan challa hatt? m städtisch,i der Ehrei rfunkel, n in Sohra,! einer Ueb?r lnung fein v der Stadl- 1883 überimch Kraft.!, , die Prot? ckante Stell? lsehen. ')!'!! »orzan a? rband zur e" hat d.,s der Verband ld entriss?-!. > in Brest?!! t der Beri di t namentlich ir Versanrni orschlag '?05 ^alenderj. n attgefund.ü lbschlnß!>i t Ausga! II . vorhanl II Zaarbestai d? dbriefen >.'.u ltete mi rk. Ein in ngte Pf!; 16. aJi.i'5 esellsch 0 lOOjährt >3 Gewäch! n, yer. Ehr u dsmitgli??! s errichten rreinsstal! tz gesund?n. )ieser so du? und ei,?»! frau Fab! Rabbünd?" minka,?r n hatte, di? »en Bild? n. r wohl rnn am Herrn Homeo jft das au?!' der Steu?!d Weise" und machte sich der Ernst aus dem Staube und der Scherz behielt somit die Oberhand. 3ei der Festtafel, an der gegen 200 Personen theilnahinen, hielt der Vereinsvorsitzende, Kaufmann Julius David, eine Rede, in der er m kurzen Zügen die Thätigkeit des Vereins während seines Bestehens schilderte und mit einem Toast auf den Verein schloß, worauf die zur sieier im Aufträge des Vorstandes verfaßte Broschüre („Der Verein siisek'enötlr Ten onim 31t Frankfurt a. Oder, ein Gedenkblatt zur Feier seines 100jährigen Stiftungsfestes von Rabbiner Dr. Armand ftaminka") vertheilt wurde. Ein Vereinsmitglied toastete auf die Damen Mid alle diejenigen, die das Fest durch Darstellungen rc. verschönern düsen. Nach Aufhebung der Tafel wurde eine Verloosung von Gegenwänden vorgenommen, die die Damen des Vereins gestiftet hatten. Der Erlös aus den bei der Tafel verkauften Loosen wurde zu Wohlthätigsiitszwecken bestimmt. Ein Ball, der die Theilnehmer bis in die frühen Morgenstunden in fröhlichster Stimmung beisammen hielt, beendete das s?)öne Fest. $L Fürstenwalde, 27. März. Einige Tage bevor den Antisemiten - Häuptling das Strafgericht im Reichstage ereilte, wurde in Fürstenwalde siin früherer Adjutant von dem jüdischen Prediger Wolfs abgethan. Ter betreffende Pionier Schwennhagen, der bis vor Kurzem Mitr oakteur der „Kreuzzeitung" gewesen, reist durch unsere Provinz, um n ie sein Meister für 75 Pfennig seinerseits für 20 Pfennig Entree antis? nitische Sittenlehre zu verkünden. In Fürstenwalde wurde er schon „ ehrere Male von dem betreffenden Prediger ad absurdum geführt, d eses Mal aber durch eine wahrhaft vernichtende Erklärung in d m hiesigen Blatte ein für alle Male abgethan. — Wenn man den Aposteln des Antisemitismus in Friedeberg-Arnswalde so energisch entlegen getreten wäre, so hätte der Reichstag vielleicht keinen Ahlwardt H beklagen. Sfc Magdeburg, 27. März Mit Anfang des Jahres hat sich hier unter dem Namen „Litteratur- und Geschichtsverein" ein Verein , g?oildet, der es sich zur Hauptaufgabe gemacht hat, die Kenntniß jüdischer!silteratrrr und Geschichte unter seinen Mitgliedern möglichst zu verbreiten; d?nselben gehören ausschließlich junge Leute aus den besseren jüdischen ft eisen an, die mit Eifer an der Förderung des Vereins arbeiten. Mit u lchem Interesse übrigens die Gründung dieses Vereins unter den Mite edern der hiesigen jüdischen Gemeinde ausgenommen ist, beweist der l!ustand, daß zu dem vom Verein veranstalteten ersten öffentlichen Vorlage sich über 300 Personen eingefunden hatten. * Frankfurt a. M., 25. März. Am ersten Jahrestage ihres Todes hat '.! .n heute Vormittag das Grabdenkmal des Freifräuleins Hannah- Luise v R 0 t h s ch i l d auf dem israelitischen Friedhofe enthüllt. Es hatte sich eine 7 auerversammlung zusammengefunden, darunter Vertreter des Magistrats, 7 adtverordnete, Stiftungsvorstände und zahlreiche andere Theilnehmer b. oerlei Geschlechts, die der Todten ein unvergeßliches Andenken bewahren, si rr Rabbiner Dr. Plaut hielt die Gedächtnißrede; er betonte den ü hlthätigen, milden, hohen Sinn der Verklärten, die selbst sich erhabenere 7 akmäler als das heute zu enthüllende Merkzeichen zur Nacheiferung d. Mitwelt und der Nachlebenden in ihren Stiftungen und Gutthaten?? .chtet hat. Nach der Ansprache fiel die Hülle, und in der vollen irzsonne zeigte sich das einfache, edel-schöne Grabmal, neben dem des F iherrn Mayer Carl. Ein Gitter umfriedet die Ruhestätten des Vaters uder Tochter. Das Denkmal, in weißem Marmor, besteht aus einem 7 ckel und einer abgebrochenen, von blühendem Rosengewinde umrankten 7 ule. Die Stirnseite des Sockels trägt die Geburts- und Todesdaten! d- Verstorbenen, die entgegengesetzte Seite zeigt eine verlöschende Fackel, - u üs und links liest man auf Spruchtafeln: „Ihre Hand reicht Brod dem ' men, ihre Hände streckt sie entgegen dem Dürftigen. Ein wohlthätiges ' si?z ist zufrieden. Wer beglückt, ist selbst beglückt." Aus Nischen über;! 1 Sockelwänden sprießen Rosen, ein Palmzweig liegt am Fuß der; ule. Das Monument stammt aus der Kunstwerkstatt von S. Holländer - u 0 ist entworfen vom Architekten Herrn Karl Runkwitz. Im Namen z 3 Magistrats und der städtischen Behörden legte Herr Senator Dr.! 11 Oven einen Lorbeerkranz mit Rosen und Flieder und roth-weißer schleife am Denkmal nieder. Herr Direktor Dr. Bärwald widmete ft cänze der Wittwen- und Waisenkasse des Philanthropins, der Waisena istalt des israelitischen Frauenvereins und der Stiftung für gebrechliche und verwahrloste Kinder. Namens des Vereins für Rekonvaleszentenaustalten überbrachte Herr Stadlrath Flinsch einen Kranz. Die Familie! | und die Angestellten des Bankhauses hatten ebenfalls prächtige Blumenspenden gestiftet, aber auch bescheidene, um so rührendere Zeichen von treuem Gedenken schmückten die Grabstätte. Ein Gebet, gesprochen von Dr. Plaut, beschloß die Feier. * Frankfurt a. M., 25. März. Der israelitische K ranken - Unterstützungsverein (gegründet 1843) veröffentlicht seinen neunundvierzigsten Jahresbericht für die Jahre 1890 — 1892. Zur Unterstützung seiner guten Zwecke hatte sich der Verein auch in dem genannten! Zeiträume mehrerer Zuwendungen zu erfreuen, die ihn in Stand setzten, : den vielfach an ihn gestellten Anforderungen in ausgiebigster Weise! gerecht zu werden. Die vom Vorstande beschlossenen nothwendigen Abj änderungen der Satzungen haben zur völligen Umarbeitung derselben > geführt, welche von der Generalversammlung vom 2. Oktober 1892 gut-! geheißen wurde. Der Vorstand, welcher in derselben Generalversammlung j durch Neuwahlen ergänzt wurde, besteht nunmehr aus den Herren! X>(. Teblee, S. S. Blank, S. Z. Bonn, Em. Lehmann, L. Michel, Max! Rothbarth und Rud. Strauß. Die waä)sende Ausdehnung der Stadt ■ vercmlaßte den Vorstand, die Zahl der Vereinsärzte zu vermehren. Mit - den: Jahre 1893 tritt der Verein in sein fünfzigstes Lebensjahr und! feiert zugleich den hundertjährigen Geburtstag seines unvergeßlichen Stifters, Isaak Marcus Jost. Dem Berichte ist daher ein Gedenkblatt beigegeben, welches in Kürze den hervorragenden Verdiensten dieses Gelehrten gerecht wird.! *** Friedberg i. H., 26. März. Der Vorstand unserer Gemeinde hat die Einrichtung getroffen, daß allmonatlich an einem Samstag Nachrnittag vor dem Gottesdienst, in der Synagoge durch Lehrer Ehrmann Schrifterklärung abgehalten wird, welche Einrichtung sich sehr gut bewährt, da um diese Zeit auch die Schuljugend dem Gottesdienste anwohnen kann. So wird jetzt eine Reihe von Borträgen über den „Talmud" gehalten. In unserer Religionsschule wurde vorigen Sonntag Prüfung gehalten und fand nachher unter großer Betheiligung der Gemeinde feierlicher Schlußakt in der Synagoge statt, wobei Rede, Gesang und Vortrag der Schüler abwechselten, sodann wurden an fleißige Schüler 25 Prämien, bestehend aus schönen Büchern, vertheilt. Unsere Religionsschule wird wohl eine der besten in unserem Lande sein. Ueberhaupt sind unsere Gemeindeeinrichtungen in steter Besserung begriffen. Der Schulsaal ist groß und geräumig hergestellt, der Friedhof mit guten Wegen angelegt und eine zweckmäßige, würdige Leichenhalle erbaut u.s.w. "Auch hat unsere Gemeinde von Frau Konsul Stiebe! in Frankfurt das! alte Römerbad, welches vielleicht 800 Jahre Gemeindeeigenthum war,; wieder zurückgekauft, um dasselbe würdig herzustellen. Dasselbe ist eines ■ der hervorragendsten Alterthümer der Stadt. Zum Schluffe kann ich! Ihnen noch die angenehme Mittheilung machen, daß die Juden hier in Friedberg, obschon 9 Prozent der Bevölkerung bildend, und wir mitten in der antisemitischen Bewegung leben, mit unseren christlichen Mitbürgern ohne Unterschied des Standes in großem Frieden leben. * Nürnberg, 23. März. Aus der Geheimkanzlei des Prinzregenten Luitpold erhielt unter dem 20. l. M. Herr Oberkantor Moritz Rosenhaupt Hierselbst folgende Zuschrift: „Euer Wohlgeboren beehre ich mich mitzutheilen, daß Seine Königliche Hoheit der Prinzregent den von Ihnen für gemischten Chor komponirten „Priestersegen" mit besonderem Wohlgefallen entgegen genommen und mich zu beauftragen geruht haben. Euer Wohlgeboren für die durch diese Vorlage wiederholt bewiesene treuergebene Gesinnung allerhöchstihren huldvollsten Dank zum Ausdruck 51t bringen. Mit vorzüglicher Hochachtung Frhr. v. Zoller, Generalmajor, Generaladjutant." * Floß, 20. März. Ein seltenes Fest hat am 9. ds. unseren Markt in freudige Aufregung versetzt: der ehrwürdige Rabbiner Herr Wittelshöfer feierte gleichzeitig sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum und seine goldene Hochzeit. Von fern und nahe waren Kinder, Enkel, Freunde und Verehrer sowie Deputationen der aggregirten Kultusgemeinden herbeigeeilt, ihre Glückwünsche darzubringen. Auch eine Deputation des Bezirkslehrervereins Neustadt W. N., dessen Mitglied der Herr Rabbiner ist, hat demselben ihre Aufwartung gemacht. Der Oberpfälzische Kreislehrerverein brachte seine Glückwünsche schriftlich zum Ausdruck. Nach einem feierlichen Morgengottesdienste wurde das Jubelpaar in festlichem Zuge von den Gemeindebevollmächtigten, der Bürgermeister an der Spitze und gefolgt von einer stattlichen Schaar von Festj

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