Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 57 (1893)
- Issue
- Heft 9 (3.3.1893)
- Date
- 1893-03-03
- Page
- Seite 105 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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105 s erobert stellt, nach »ten gesetzt band hält Ltricke ge- Der eine mpte und der äthioirscheinlich glückliche» n sie wie da nicht n Jesaias verkündet und dein jj meinen ch beim der Sohn besiegte» rsten Abndmet liehe Unterweite Abrader her »s diesem deutscher den Zug ge Wüste er Bereiter Bibel) iottheiten is, seiner ch alltägich fünf- A »griffe. igerungS tc sie mit Denkmals es; ich a» errn, die e Assur's der Er 'lnschauen )er diese-' chriebene» lit Staub aber an pfe§ und würdigen, künftiger beschauen, lgen und Hand an ich mehr l in sechs große und mehrere kleine Stücke zerbrochen im Thorhofe liegen. Die Stele muß einer großen Katastrophe zum Opfer gefallen sein, der gedeckte Vorderhof ging wahrscheinlich durch einen Brand zn Grunde. Sicher ist aber die Zerstörung eine plötzliche gewesen und sicher hatte seither bis zum Augenblicke der Grabung keines Menschen Hand die Trümmer berührt. Reste aus der Zeit nach Asurhaddou sind bei den Ausgrabungen nicht gefunden worden, es liegt also nahe, anznnehmen, das; die Zerstörung mit der großen Katastrophe zusaninienhängt, durch welche am 606 vor Ehr. das assyrische Reich zerfiel. Würde uns der Schntthügel von Seudschirli außer dem Standbilde Asurhaddon's keine andere» Inschriften aufbeivährt haben, so wüßten wir wohl, daß hier eine alte Burg und die Residenz eines assyrischen Statthalters gestanden hat, die das Schicksal der großen Residenzen Ninive, Dur-Sarrülin, Kalach und Assnr theilte. lieber bie alten Einwohner der Burg, wie über die Schicksale derselben in früherer Zeit könnten wir daraus »ichis erfahren. Zum Glück sind ans noch andere Zeugnisse ans der Vergangenheit in anderer Schrift and Sprache erhalten, ich meine die schon erwähnten altsemitischen Eilschriften, die znm Theil in Seudschirli, z»»> Theil in der Nähe desselben aufgefunden worden sind. Diese Denkmäler sind cs ganz besonders, die durch ihre historische Bedeutung, nicht minder aber durch ihre sprachlichen und graphischen Eigenthümlichkeiten sozusagen den Ruhm der Entdeckungen von Seudschirli bilden. Wir müssen ans für jetzt auf die Besprechung von drei Inschriften beschränken, von denen nur die eine von dem Berliner Orientalisten Professor Eduard Sachau mit gewohnter Gründlichkeit und Gelehrsamkeit entüffert, übersetzt und erklärt worden ist, während von den anderen ein von der Meisterhand Julius Enting's angefertigtes Faesimilie und ine Transseription in hebräischer Qnadratschrift vorliegen. Ans der dritten kennen wir nur einen kurzen Auszug und einige uirze Citate. Die von Eduard Sachau entzifferte Inschrift befindet sich auf mein walzenförmigen Stein, dem unteren Theil einer große» Dtatue, die jetzt noch eine Höhe von 1,93 Metern aufweist und arsprünglich gewiß mehr als 3 Meter hoch war. Die Vorderlache trägt ein 1,00 Meter hohes, 1,50 Meter langes Jnschrifteneld mit 23 Zeilen einer altsemitischen Inschrift in erhaben hervorretenden Buchstaben. Auch dieser Stein ist Dolerit. die Inschrift st leider nur zum Theil gut erhalten, das letzte Drittel ist fast ymz zerstört. Dank der sehr gründlichen Entzifferung Sachau's und seiner bistorischen Untersuchungen sind wir in der Lage, die Inschrift, so veit sie erhalten ist, zu lesen und zu verstehen und sie historisch zu okalistren. Es ist ein Stück alter Geschichte im biblischen Stile von älter Klarheit und Einfachheit des Ausdruckes, wie sie die besten vistorischen Stücke der Heiligen Schrift aufweisen. Durch ein -orgfältiges Studium der Inschrift ist es mir gelungen, an viele» Stellen den Zusammenhang festzustellen und Manches zu verliehen, was dem Herausgeber dunkel geblieben ist, was jedoch das moste Verdienst Sachau's um die Entzifferung der Inschrift in keiner Äeise verringert. Ich gebe hier die Uebersetzung der Inschrift und setze dielenigen Stelle», in denen ich von der Uebersetzung Sachau's abweiche oder aus inneren Gründen ergänzen z» müssen glaube, in Klammern. Die Inschrift lautet: (1) Diese Statue hat gesetzt Bar-Reküb seinem Vater Panamni», Sohn des Bar-Sür fzur Erinnerung an das Jahr, da er entronnen war dem Untergange seines Hausesj, (2) seines Vaters. Es haben ihn gerettet die Götter von Ja'di vor seinem Verderben. [(Sine Verj schwörnng fand statt im Hause seines Vaters und es erhob sich . . .! jei» Empörer und brachlej Verderben (3) in das Haus seines Vaters, i und ermordete seinen Vater Bar-Sür und ermordete siebzig Verwandte i seines Vaters ... (4) und des Geschlechtes Rest starb in den Kerkern, und er machte, daß die zerstörten Städte zahlreicher wurden, als die; bewohnten . . . (Da sprach der Gott Hadad: weil ihr verübt fjabetJ (5) Krieg gegen mein Hans (Tempel) und einen meiner Söhne (den König Bar-Sür) getödtet, so will ich auch Krieg bringen in das Land Ja'di und Hilbüba ... in das Land des Panammn Sohn des Karal . . . und vernichtet wurde) (6) Getreide, Durra, Weizen und Gerste fnnd es stellte sich eine Halbe (Maß Weizen) um ein Schekel und ein Schatrab (Gerste) um ein Schekel und ein Asnat Getränke um ein Schekel. Da führte mein Vater zahlreiche Geschenke und kam) (7) zum König von Assnr. Und er setzte ihn ein znm König über das Haus seines Vaters ... (8) Und er (untersuchte) die Gefängnisse und ließ frei die Gefangenen von Ja'di . . . und er ließ frei die Frauen ... das Haus der Getödteten . . . fnnd er baute! wieder) (9) das Hans seines Vaters und machte es schöner als l es vorher gewesen. Und reichlich war Weizen und Gerste und : Getreide und Durra in meinen Tagen, fnnd welche Art von i Nahrungsmitteln immer') und welche Art von Getränken (10) es sank! der Kaufpreis. Und in den Tagen meines Vaters Panammn gab er (der König von Asnr) die Stadt der Kafiri und der Rakab .. .! meinem Vater Panammn in der Mitte der Könige von Kebar . . . - ldenu nicht einem andern schloß sich an mein) (11) Vater, wenn er! auch viel Silber bot und viel Gold, sondern nach seiner Weisheit j und seiner Gerechtigkeit richtete er sich und schloß sich an der Partei i seines Herrn des Königs von Asnr . . . fnnd es unterordnete ihm der König (12) von Asnr die Statthalter und die Nebenkönige) von Ja'di und es erwies ihm Gnade der König von Asnr mehr als den Königen von Kebar . . . fllnd es folgte mein Vater) . . . (12) i>» Mage» seines Herr» Tiglatpileser, des Königs von Asnr, auf den Feldzügen vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang . . . fnnd Tiglatpileser eroberte alle vier (14) Viertheile der Erde und die Töchter des Sonnenaufganges führte er nach Westen und die Töchter des Westens führte er nach Sonnenaufgang.) Und mein Vater (leistete ihm Heeresfolge und da fügte hinzu) (15) zu seinem Gebiete sein Herr Tiglatpileser König von Asur Städte aus dein Gebiete von Gurgum ... und mein Vater, Sohn des Bar-Sür... (16) Schamrag. Dann starb mein Vater Panammu im Gefolge seines Herrn Tiglatpileser, des Königs von Asur, im Lager von . . . (17) Und cs beweinte ihn der Thronfolger des Reiches und es beweinte ihn das ganze Lager des Königs von Asur. Und es »ahm sein Herr der König von Asnr... jund er (18) betrübte seine Seele und errichtete Trauerzüge auf seinem Wege und ließ hinübersühren die Leiche meines Vaters von Damaskus nach diesem Orte. In meinen Tagen (wurde er hier beigesetzt und es beweinte (19)) ihn sein ganzes Haus. Und ich, Bar- Raküb, Sohn des Panammu, durch die Gerechtigkeit meines Vaters und durch meine Gerechtigkeit setzte mich ein mein Herr der König von Asur auf den Thron (20) meines Vaters Panammn, Sohnes des Bar-Sür. Und ich habe errichtet diese Statue meinem Vater, dem Pauaunnu, Sohn des Bur-Sür, und ich habe gebaut ... (21) . . . vor dem Grabe meines Vaters Panammu . . . (22) Und dies ist ein Denkmal auf Befehl ('() des Hadad und El und Rakübel, dem Patrone des Hauses und Schemesch (Sonnengottheit) und aller Götter von Ja'di . . . (23) vor Göttern und Menschen." *) — \va ni zah.