Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 57 (1893)
- Issue
- Heft 8 (24.2.1893)
- Date
- 1893-02-24
- Page
- Seite 91 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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91 § ist dem lfeindliche: freundliche von dem ine ganze ptznagogen ssen Milde aiser selbst chtigungeii jüdischen iso gegen bst. Denn len sollen! einlichkeii, idniß auf kirim er speciein* % wie bsnng der hlich den eine Ha aman im >es Festet tkwicklung Gebrauch es, ferner und der Haman wrlichung iter. Ein käme, ein arbe ver- »es Esther in jeder inmitten ommen/ S. an Aron ^agen er wenn der s die des Erträgen mythisch hierüber risch Ihr e die da ssen Sir Personen storischen Zu nz° Sehr geehrter Herr! Mit verbindlichem Danke für Ihre den König Saul betreffende Abhandlung verbinde ich meinen herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Geburtslage vom 6. d. M. Derselbe ist, was die Tageslänge betrifft, dem von Moses Mendelssohn (6. Sept.) gleich. Die kleine Schrift, die ich jetzt drucken lasse, werde ich mir erlauben Ihnen zn senden. Stets hochachtungsvoll der Ihrige Zunz. Berlin, 5. April 1872. Auguststraße 60. Das nachfolgende Schreiben ist von Dr. L. Herz seid, dem K'U'Orten Brannschweiger Rabbiner und Historiker: Geehrter Freund!! Daß ich Ihnen so lange nicht geantwortet habe, geschah gar aus nei Gründen: ich bin trotz meiner mißlichen Gesundheit sehr von Arbeiten überladen, dann liegt eine Schwierigkeit darin, daß ich nicht selbst lesen mtb schreiben kann, und endlich wollte ich nicht eher antworten, als bis \d) die beiden Schriftchen, für deren Zusendung ich herzlich danke, ganz?urchgelesen hätte, was aus dem ersten Grunde sich sehr hinzog. Ein 1’osche Jisroel sind Sie freilich nach herkömmlicher Auffassung, aber diese! heile ich nicht, was Sie schon daraus ersehen können, daß ich dieses l^pitheton eher noch für einen einzelnen Ausdruck potenzirten Unglaubens in dem Aufsatze über „unsere Sinne" n. s. w. als wegen des ganzen Bchriftcheus über die Erzväter Ihnen ertheile. Ein gründliches Urtheil wer Beides kann ein Brief nicht bringen: ich hoffe dafür, daß wir im nächsten Sommer ausführlich uns darüber besprechen werden. Einstweilen beschränke ich mich auf folgende Sätzchen. Jener erste Aufsatz ist >m sich ganz köstlich, wenn ich auch darüber schon Aehnliches in der Zeit-! ' christ von Helmholtz gelesen habe. Aber indem Sie selbst zugeben, daß i die Thätigkeit des Gehirns noch völlig unerklärt ist, finde ich vorläufig! noch Niemanden berechtigt dazu, die Seele physisch aufzufasfen, also im ' Grunde sie zu leugnen, und der 28. von Liebig's chemischen Briefen, i welche Sie kennen werden, bestärkt mich ausreichend hierin. Beittt Lesen! Zhres Heftes von den Patriarchen konnte ich aber nicht begreifen, wie 1 Bie in Ihren naturwissenschaftlichen Schriften immer von Neuem nur! die exakteste Beweisführttng tvollen geltet: lassen, und die Theologen wie! die Philosophen meisterhaft durchhecheln, gleichwohl aber, sowie Sie in diesem! Bchriftchen das theologische Gebiet betraten, an die Stelle exakter Be- I weisführung ein ultratheologisches Belieben setzten: nimmer hätte ich ge-; laubt, daß der Verfasser Ihrer 20 Bättdchen dieses fertig kriegte, und * i) gestehe Ihnen, daß ich allen Enstes beim Lesen dieses Patriarchenwfftchens mehrmals gedacht habe, daffelbe wolle nur verkappt die! ckohistentheorie persifliren. Darum erkenne ich doch an, daß in diesem j?eftchen viel Gutes ist, lind was Sie über das Grab Rahels saget:, darin l aben Sie sogar vollkommen Recht, nur hätte auch dies mich zu viel ' nfächeren Schlüssen bewogen. Sie werdet: aber ans diesen wenigen! '.eilen schon sehen, daß es unserer nächsten Billeggiatnr nicht an: Stoff j u Debatte:: fehlen wird. Grüßen Sie die lieben Ihrigen und die ganze Familie Meyer recht! erzlieh von u::s, und lassen Sie sich die Mazzeklößchen gut schtttecken. Mit wannen: freundschaftlichen Gruß Ihr Braunschweig, den 4. April 1871. L. Herzfeld. j! Es folgt ein Brief des kürzlich verstorbenen David Cassel,! er uns den liebenswürdigen Gelehrten wieder in Erinnerung bringt: . Berlin, den 3. November 1880.! Sehr geehrter Herr Doktor! j Nehmen Sie zunächst meinen Dank für Ihre freundliche Erinneru::g : •eu mich und für die Aufmerksamkeit, die Sie meitten "Aufsätzen in der '8. Z. angedeihen ließen Ihr Schriftchen (das Ditninutiv ist nur durch ü^kamot berechtigt) über die Regententafel von Edom ist schon vor! längerer Zeit mit realem Interesse von uns gelesen worden. Auch die Bchrift des Dr. Gelbhaus, eines früheren Zuhörers meiner Borlesuttgen un der Hochschule, ist mir von dem Verfasser zugeschickt worden; ich bin >ber noch nicht in der Möglichkeit gewesen, sie mit Aufmerksamkeit durch- * msehen. Meine Zeit ist so vielfach in Anspruch genommet:, wenn ich auch — was Ihnen bekanttt seit: dürfte - seit nenn Jahre:: die Leitung ''er Dina-Nauenschet: Anstalt niedergelegt habe. Ich habe Vorlesunget: an der Hochschule zu haltet: und dattebet: die Verwaltung der mit der- » selben verbundenen Hochschule übernommen. Ich bekleide nolens volens einige Ehrenämter, bei denen, wie Sie sich denken können. Demjenigen, der die Sache zu führen weiß, immer die Hauptsache aufgelegt wird. Endlich haben einige junge Glaubensgettossinnen aus „besseren" Häusern Gefallet: darat: gefunden, sich von nur, dem jungen Damen nicht mehr (wenn überhaupt je) Gefährlichen, in die Pforte:: der jüdische:: Religio:: und Geschichte einführet: zu lassen. Schließlich kann n:an von Ehrenämtern allein nicht leben. — Ich hoffe, im Laufe der nächsten Woche einmal, des Nachmittags, zu Ihnen kommen zu können, um Erinnerungen an längst vergangene Zeiten zu erneuern, und ein wenig zu plaudern, womit ich eigentlich schon itt diesen: Briefe de:: Anfang gemacht. Meine Frau würde Sie herzlich grüßen lassen, wen:: sie in Berlin wäre. Leben Sie recht wohl, und erhalten Sie ferner ein wohlwollendes Andenken Ihrem ergebensten Cassel. * Ter Verfasser des nunmehr folgenden Briefes ist Tr. H. S. Hir schfeld s. A., ehedem Rabbiner zu Gleiwitz, der Autor der gelehrten Werke über den Geist der Haggada und Halacha, ein Jugendfreund Bernsteins: Gleiwitz, den 6. April 1882. Mein lieber, theurer Jugendfreund! Unter den vielen Glückwünschenden und Preisenden zum Tage, der die gewöhnliche Lebensdauer des Menschen Vollmacht, nahet sich Dir auch eit: alter Jugendfreund; er gedenkt jener Zeiten, da wir so traut voll Jugendfrische mit einander verkehrten und in die hoffnungsvolle, vielverheißende Zukunft hinausschaueten; es waren herrliche Zeiten; beim wir hofften, der beginnende Frühling des „jungen Deutschlands" werde Knospen ansetzen, die die reichet: Früchte des Friede::s und Verbrüdert:::g der Menschen in: strahlenden Lichte geläuterter Weltanschauung in sich tragen und zeitigen werden; wir waren darum damals uns so nahe, u::d ich weiß. Du blickst auch jetzt noch freudig zurück auf den schönen Morgen, den lichtvollen Jugendtraum unseres Zusammenlebens, und ninnnst gern den Freundes-Gruß an; Du fühlst es, seine Worte kommen aus tiefste::: Herzen, und seine Wünsche sind wahr und treu. Wie so gert: würde ich so tttanche traute Stunde wieder vorgeführt haben, um sie in Erinnerut:g noch einmal zu durchleben, aber leider eine andauernde LäHutung der linken Hand macht mir das Schreiben sehr unbequem und beschwerlich; ich kann darum meinen Gefühlen nur kurze:: Ausdruck geben. Nicht rühmen und verherrlichet: will ich Deit: so reiches Leben, Deine Bestrebungen und Leistungen, Dein Schaffet: und Wirken für Wahrheit und Recht, für Aufklärung und Bildung, für Veredlung der wrenschen und Erhöhung und Verbreitu::g des Wissenswerthen; das halten beredte Zungen und gute Federn Dir vor Auge::, schöner und besser, als ich es vermag. Aber die Wünsche für die Dir nahenden Jahre so innig und herzlich gefühlt, wie von mir, werden nur Wenige Dir darbringet:. Ich spreche sie mit wenigen Worten aus. Möge der Allgiitige Deine Jahre Dir vermehren und Dir Kraft verleihen, fortan zu schaffet: zum Heile mtb Dienste der Menschheit bei voller Gesuttdheit und Lebensfrische; es erblüzhe Dir Glück und Freude im Kreise Deiner Kinder: Zufriedenheit und frohes Bewußtsein glücklich verlebter Tage. Es liebt Dich wahr und utnig Dein alter Jugendfreund Dr. H. Hirschfeld. Es folgen nunmehr zwei Schreiben: des ehemaligen Predigers der hiesigen Reformgemeinde Tr. Ritter und eines in jüdischen Kreisen früher wohlbekannten amerikanischen Rabbiners Tr. Chronik: Sehr geehrter Herr Bernstein! Wenn ich Jh::en meinen Dank für das nach unseren: Zusammentreffen in: Gotteshause bei mir Vorgefundene Exemplar Ihrer trefflichen Schrift über den Ursprung der Sagen re. noch nicht gezollt habe, so geschah es, weil Sie ihn in der ersten Besprechung darüber in der gestrigen „Voss. Ztg." ausgedrückt finden sollten. Allein Herr Dr. Klette scheint dieselbe einer späteren Nummer Vorbehalten zu haben, und so will ich Ihnen hiermit Glück wünschen zu dem ungemein verdienstlichen Beitrage, den Sie zur wissenschaftlichen Lösung einer großen kulturgeschichtlichen Frage geliefert habet:. - Ich kann ttuch bei aller Anerketuumg der realen Basis, auf die Sie gegenüber einett: schtvaukendet: Balanziren der Forschung den Gegettsland gestellt haben und den vielen scharfsinnigen u::d neuen Wahr-