Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 56 (1892)
- Issue
- Heft 49 (2.12.1892)
- Date
- 1892-12-02
- Page
- Seite 587 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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587 dem Leben trbe ich den Hst Du, wie ieichenbittcv!dm." Um „Am End Mensch fin t man ga>; wr, alsbcn, icrzen non, er einmn Verschweiß jerbringeri i iputzli-Role viel kost,! welches in cmonie, in Autler, bin, t nach btt mb Juden r doch nin eine Köchin fabrizirt se den ich »in en Jugendchigern, da übertragen, hte, ist ei i Ich kann auch seine a Beileide «es Oheime cht mit de >. Ergebuin ine Familie chen Hein' lehr wagen ' der Her >er Mutte, e Menschei hat ihn iu iser Gewa! von hohn (i. In llieder innen, >mmen: lner; mg i! Der Bericht erzählt von drei Million' Die der Hauptbuchhalter Cohn Als Einnahme hat aufgeführt. Doch schmerzlich hat es mich berührt. Daß er auf das zweite Blatt Alles wieder ausgegeben hat. Zch hätte es wahrlich lieber geseh'n Vielleicht wird's noch geschehen), Wenn unter „laufende Ausgaben sub A" Auch mein Name stände da. Doch was nicht ist, kann ja noch werden, Unmöglich ist wohl nichts auf Erden. Vielleicht komm' auch ich noch zur Wahl Unter der-Beamten Zahl. Zch darf doch nicht sagen, wer ich bin, Es wäre sonst aus mit dem Pseudonym. 1. Aus dem Pentateuch. Doch nicht über die nackten Zahlen, Oder über die Repräsentantenwahlen Will ich dichten, sondern über alle Schichten, Der Berliner Kehille, So ist es mein Wille. Und über die 13,500 Namen, Die von allen Seiten kamen. Von allen diesen Censiten Will ich Interessantes bieten. Wollt Ihr Gehör mir schenken. Will ich Eure Aufmerksamkeit lenken Auf den Urbeginn Unserer Geschichte hin. In der Berliner Mitglieder-Liste Befindet sich keine einzige „Wüste", Aber auch kein „Himmel" und „Erde"; Dagegen auf das Wörtchen „werde" Oehen wir eine Sonn so hell. Auch ein Mond ist da zur Stell', Es leuchten der Sterne 54 so klar Und was finden wir da? Kaufmann, Fabrikant und Redakteur, Rechtsanwält', Aerzte und Restaurateur. Aus dem Sterne sind entsprossen, Nur in die Höhe geschossen. Die 29 Sternberg und Sternfeld, Sie Alle glänzen in der Welt. Es sollen auch nicht vergessen sein Die drei Herren Sternheim. Besonders sind der Gemeinde theuer Die vielen Meyer, Maier und Mayer, Mit den Mayersohn, Meyerfeldt, Me vorbei m Vlayerhardt und Meyerstein 2ind es Zweihundert und Darunter können wir seh'n. Die sämmtlichen Facultäten, Und von allen Rüthen, laufleuten und Handwerkern allerlei, — Der erste Parneß ist auch dabei. — Dieser ist der Erste in der Kehille, Und wenn es nur sein Wille, Do bekommen wir in Nord und Ost, Auch wenn es Millionen kost' — Dempel mit Rabbiner und Chor Uns zu erfreuen Geist und Ohr. Wie gut haben's die Berliner Semiten, Tie müssen fünf Paradiese behüten; Darin weder Eva uns rühren, Noch eine Schlange kann verführen,! Denn es ist kein einziger „Apfel" da,; Von Adam aber sind es 8 Paar. — Als Adam kam aus den: Paradies Da war es ihm ganz mies, Er hatte keine Schürze vor. In Folge dessen es ihn fror. Und für jedes kalte Wetter Bekam er die — Feigenblätter. Seit dieser Zeit machen die Adams gern' Röcke und Hosen für die Herr'n, Aber auch Eva's sie bekleiden, I Sie mögen sie immer noch leiden, j Bei 16 Adams, ohne Mutter Eva, j Sind trotzdem 4 Abels da.! Ein „Kajin" ist nicht darunter, , Darum leben wir munter : Und kein blutiger Brudermord j Stört uns an biefent Ort. I Von einer Sintfluth keine Spur, j Aber bei 13 Noah's zähle ich nur i 6 Schiffe und 4 Schiffer dazu. : Ob die 9 Weinberge von Noah erricht'. Davon schweigt die Geschicht! — Zu viel trinken werden sie kaum, Wohl ist im Weinkeller vieler Raum Doch zwei Weintrauben und Weinstöck' so klein. | Geben zusammen drei Glas Wein j Drei Glas auf dreizehn durst'ge Seelen Feuchten wohl kaum ihre Kehlen, Darum reichen wir ihnen hier. Den einen Schoppen Bier;! Wollen sie dann noch mehr,; Geben wir auch die Milch noch Her. Herr Weinberg kann dann ohne Wein Leiten den Berliner Central-Verein. — Wir kommen Jahrhunderte später Auf unsere drei Urväter: i Abraham 46, und Abrahamsohn Finden wir 89 schon, l Unsere Abraham's in Massen, Repräsentiren alle Klassen,! Es sind darunter große Männer, i Talmud- und auch Waarenkenner; Auch Doktoren und Advokaten, Wir sind wirklich wohlberathen,! Bankiers mit vielem Moos, j Es ruht fi h gut in Abraham's Schooß. Isaac und Isaacsöhne zählen wir 38 tüchtige Männer hier. Aus Jsaae's, es ist zum Lachens, Können wir alles Mögliche machen. In Handel, Wissenschaft und Verkehr, : Wo kommen sie nur Alle her?! Sie kaufen und verkaufen viel. Es ist wahrlich kein Kinderspiel: Kleider, Lederwaaren und Schuh', Auch zwei Börsenmakler dazu. Und Einer aus fernem Meer, Bezieht gar Pischbein her. Das bei den Damen ist wohl bekannt, — Er ist auch als Mäeen genannt. —! Nun kommen 23 Jacob, dann abgeleitet, : Sind 137 Jacobys in Berlin ansgebreitet.! Was diese Alle fabriziren:! Malen, schreiben, privatisiren, Wer kann das erkunden. Ich Hab' es nicht herausgesunden. l) Jsaae: zum Lachen. Aber, daß sie Steuern zahlen j Und auch bei den Wahlen! Thätig sind, ohne Ruh',! Geben Mehrere selber zu. j Rechnen wir Jacobsohn und Israel, | Sind es 77 schnell. | | — Daß Jacob einst gerungen j Und einen Engel bezwungen, j Ist ja aus der Bibel bekannt. Er wurde Israel dafür genannt. Und nun sieh' her und schau,! Deine Rechnung stimmt ganz genau: j 23 Engel, ich kann sie Euch nicht schenken, Werden Israels die Hüften verrenken, Und wir werden nächstens seh'n. Die Israels an — Krücken geh'n. - Zwölf Söhne hatte Israel, Ich nenne sie Euch zur Stell', Soweit sie einen eigenen Heerd Und für Gemeindestimmen sind begehrt.; Rüben kann für fünf ich zählen;; Aus 63 Simons kann man wählen, j Die Reichsten und die Besten aus;! Aber nun kommen, — o Graus, ’1 219 mit Namen, Die von Levy stammen. Lewi, Levy, Lewithal,; Mit v, w, i, man hat die Wahl, So kommen sie hier anmarschirt, > Ich Hab' mich wirklich nicht geirrt;! Es sind 219 in der That, > Wenn's weniger, es wäre schad'!! Denn diese Treuen*) zahlen mit Wonn', ' Weil „Juda", „Jsachar", „Sebulon" i Nicht aufgeführt sind zu den Wahlen, D'rum wollen Levis für sie zahlen. Dan sind's 10 und Naftali 4, Dagegen ist „Gad" nicht hier.! Von Ascher-) als „Reicher" genannt, j Sind 27 in Berlin bekannt.! Mögen sie zeigen, daß reich sie sind,; Sonst ist die Bedeutung eitel Wind. — I Für Joseph kaufte einst Israel, Einen bunten Rock, zwei ganze Ell'. Für 44 Joseph’s braucht man mehr, j A. Israel giebt das Zeug dazu her.! Dieses reicht denn auch noch hin. Für 20 Manasse und 7 Ephraim. ' Die anderen sieben Josephsöhne Bezahlen dann die Schneiderlöhue.; Am Schlüsse des 1. Buch Mose weise ich hin j Auf den jüngsten Sohn — Benjamin;! 22 stehen auf einer Seite, Ja, die Kinder Israels machen $reubc. 2—5 Buch Moses.! Einst holte „Amranl" sich eine Frau, j Er urachte das ganz schlau Und ging deswegen zu seinem Vetter, l Aus dieser Ehe entstammen die Retter: 1 Moses und Aharon, das Brüderpaar, - Als Helden stehen sie noch immer da. i Wir besitzen 34 Moses und 3 Mosessohn,! Deren Väter gearbeitet in Lehm und Thon,; v) Levi: Der Treue. -j Ascher: Der Reiche.