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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1892-03-04 · Heft 10 (4.3.1892) · p. Seite 115

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
56 (1892)
Issue
Heft 10 (4.3.1892)
Date
1892-03-04
Page
Seite 115 (sequence 7)
Language
German
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115 v 1820. ls mein m\ und en, mit ich auch herausauch in vipt die n Sinn mg lebt edanken emoirell Dukes. geboren. n Lambe von Zch war " Ick) h hieß,?), Her- Greis. > Leben reu ein e lange bin ich i Jahre haben, i Jahre n beim var ein iirther wnßte, : Jahre er nach rtateuch n Band >en soll, s ganze ten als i. Die Druckten nng der gelegen chi soll ikarls- K r e i großer i. öeiger ntschrift Cf. I. Material zu sammeln. In Wiesbaden lernte ich auch Dr. T e re n b n rg, der ans Mainz war, kennen. Bon Wiesbaden ging ich wieder nach Wien. Im Jahre 1836!>abe ich die Ehrensäulen geschrieben. Ich war damals in Korrespondenz mit Rappoport und Luzz u to') und einigen Andern ui Italien, darunter Joseph Almanzi. Endlich sind die Ehrensäulen 1837 erschienen^. Ich machte einen Abstecher nach Pest, wo ich den Rabbiner Schwab kennen lernte; R. Salomo MoorH, der eine gute Bibliothek hatte and damals schon sehr niedergedrückt vom Alter war. Ezriel Saphir^), der damals als ein Atheist gehalten wurde, hatte auch manche verbotene Bücher und war ein ganz interessanter Mann. Ich kam sehr oft zu ihm. Leopold Löw, der nachherige Herausgeber des Ben Chananjah, war damals Hauslehrer bei Hern. Ich habe denselben nicht weiter gesehen. Ich hörte eine Predigt von Bach und eine Deraschah von Schwab. Ich war vier Wochen in Pest. Es war damals Markt. Es war nicht viel n, Pest. Bon Pest ging ich nach Prag, wo ich noch Peter Beer") kennen lernte, welcher damals schon ein alter Mann war. Auch Wolf Maier, der hebräische Grammattik und Bibel lehrte und damals sehr bekannt war, habe ich gesehen. Ebenso Landauch, der damals einen großen Namen hatte, theils als Herausgeber des Aruch, lheils als jüdischer Verleger und Trucker. Er hat auch meine Uebersetzung der Raschi verlegt. Auch Ernst Wehli lernte ich kennen. Er war ein sehr gebildeter Man». Auch David Fischet, ein feiner Mann, der ein Gelehrter war, der, lute ich später erfuhr, zur Herausgabe des Erech Millin von Rappoport eine bedeutende Summe hergegeben hat, lernte ich kennen. Von Prag ging ich nach Breslau. Mit Dr. Freund, dem berühmten lateinischen Lexikographen, war ich sehr befreundet. Ich habe auch I. Frankel gekannt, den Stifter des Breslauer Teminars. Salm an Nissen, ein Kaufmann, aber ein sehr belesener Mann im Hebräischen. Wir waren oft zusammen. FürstenthalH, der den llliobol halewawot übersetzte und andere Bücher, war ein fleißiger Mann ohne litterarische Kenntnisse und Prätensionen. M. Fried enthülst war ein reicher Mann, der als Liebhaber hebräische Bücher geschrieben hat, die er mir gegeben hat, die ich aber nicht gelesen habe. David Sa mosch"), ein Kaufmann, ein guter Hebräer. Er hat auch gute polnische Fische sieden können. Er hat mich in Frankfurt an der Oder dazu cingeladen. Pappenheim (dessen Vornamen ich vergessen habe), Mitglied des damaligen Vorstandes der Gemeinde, war ein >ehr netter Mann. Er war ein Neffe des R. Salomon Pappenheim"'), Berfasser des Jerioth Schelomoh. Anton Leni, der kein Gelehrter war, aber guten ungarischen Wein hatte. Er handelte damit. Er ') Cf. S. D. Lvzzato's hebräische Briefe p,!- Gräber, Przemysl 1882. 2) Wien, A. Strauß' Wittive.;1) Salomo Rosenthal, im Frühling 1845 in Pest verstorben; Zunz, Zur Geschichte 243 und 569, und D. Kanfmannsin rpOKH O >30 ff. M Der Bruder M. G. Saphirs. 1 r’) Gestorben in Prag den 10. November 1838. " > Gestorben in Prag den 4. Mai 1852. ') Gestorben in Breslau den 16. Februar 1855. s) Marens Baer Friedenthal. Cf. Rocst, Katalog der Rosen- Uialiana p. 389 f. st David C. Josef Samoscz: vgl. Roest il>. >>. 1017 f. ,n) Verfasser von JUDIS "O'HX nnv andern Schriften; s. Roest!' 920. f. hat mit ein Glas verehrt. Dr. Franeolm, Lehrer au der jüdischen Schule. Er war ein netter Mann ohne Prätensionen zu Gelehrsamkeit. Und andere mehrere, deren Namen ich vergessen habe. Von Breslau ging ich über Glogau, wo ich H. Arnheim') kennen lernte, nach Frankfurt an der Oder, wo Holdheim Rabbiner war, mit dem ich viel verkehrte. Derselbe war nicht so vorgeschritten, wie er es später gethan hatte. Ich war drei Wochen in Frankfurt. Es war damals die Messe. Von da ging ich nach Berlin, wo ich den Winter 37—38 blieb. An der Spitze der jüdischen Intelligenz stand Zunz, der mich sehr freundlich aufnahm, und beim ersten Besuch hat seine Frau uns mit Chokolade bewirthet. Zunz hat mich bei dein alten Gumpertzst eingeführt, der, wie ich hörte, inseinen jungen Jahren jeden Samstag Mendelssohn besuchte. Er war der Sohn eines Nogid (^vß) und war ein alter Muschlam (ci?®18). Dr. Schönberg,st eilt Praktischer Arzt, in Moor in Ungarn geboren, der frühzeitig nach Berlin kam und dort blieb. Er war damals noch ledig. Er ist damals (ein)Bräutigam geworden. Ich lernte Dr. Veit') kennen, den nachher berühmten Deputirten Lehmann, den Herausgeber des Magazins der Litteratur des Auslandes. Ich hörte, derselbe kannte die germanischen Sprachen. Dr. HeinemannF) der früher unter deni König von Westfalen in Cassel Konsistorialrath war. Nach dem Sturz Napoleons ging er nach Berlin und ward ein Buchhändler. Er hat auch allerlei übersetzt und als ich in Berlin war, hat er das Machsor herausgegeben. Einen Theil von Rosch haschanah und Jom kippur habe ich übersetzt. Als Abschlag habe ich fünf Thaler erhalten. Ich habe weiter davon nichts gehört und gesehen. Dr. Auerbach,") der in der Jakobsohn'schen Zeit Prediger war, ist, nachdem dieser Tempel geschlossen wurde, jede Leipziger Messe nach Leipzig gegangen, um dort zu predigen. Er war ein Muschlam von der alten Zeit. F. Leb recht, den ich von Preßburg aus kannte, war Bachur daselbst, ist dann nach Halle gegangen und hat dort studirt. Er ging dann nach Berlin und blieb daselbst. i Fortsetzung folgt.) O FEUILLETON Moses Mendelssohn und die Fronen. Von Dr. Adolph 54 oh nt. Moses Mendelssohn, der große Weltweise, der namhafteste Popularphilosoph des vorigen Jahrhunderts, der hochverdiente Kämpfer für die Emanzipation des Judenthums, der unsterbliche Uebersetzer des Pentateuchs und der Psalmen, war körperlich von der Vorsehung recht stieflnütterlich bedacht, und doch gehörte er Zeit seines Lebens zu den Lieblingen der Frauenwelt, denn in seiium großen, dunklen Augen loderte das Feuer einer edlen Seele und der Begeisterung für die Menschheit, für alles Schöne und Hohe. Auf seiner hohen Stirn thronte der Adel einer hochherzigen Menschenr) Heyman Arnheim, gest. in Glogau den 22. September 1800. Vgl seine Biographie in H. Aruheirn's Grammatik der hebräischen Sprache. <mI. D. Cassel. Berlin 1872 p. VII — XI11. -) Rüben Samuel Gumpertz, Enkel des Breslauer ersten schlesischen Landesrabbiners. Bendit Wesel, gestorben den 0. März 1851. 3) Gestorben in Berlin den 29. November 1854. 4.) Dr. Moritz Beit, gestorben in Berlin, den 15. Februar 1804. '') Dr. Jeremias Meinster Heinemann, gestorben in Berlin, den 16. Oktober 1855. 6) Dr. Isaak Levin Auerbach, gestorben den 5. Juli 1858. L. Zunz, Monatstage 68.

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