Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 56 (1892)
- Issue
- Heft 2 (8.1.1892)
- Date
- 1892-01-08
- Page
- Seite 2 (sequence 14)
- Language
- German
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2 Baginsky, angeschlossen hatten, eine Abordnung des Kaiser- und , Kaiserin Fried rich-K ind er-K ranken Haus es, um Herrn Rudolf Mosse den Gruß dieses von ihm eifrig geförderten Instituts zu über-; bringen. 'Als Vertreter der Stadt Grätz, der Vaterstadt der Jubilare,! in welcher Herr Rudolf Mosse vor einiger Zeit ein Krankenhaus zur! Erinnerung an seinen Vater gestiftet, erschienen die Herren Bürgermeister Baentsch und Stadtverordnetexx-Vorsteher Herzfeld, um Herrn Mosse als Zeichen der'Anerkennung den prächtig ausgestatteten Ehrenbürgerbrief zu überreichen. DiesiebenteAbendstunde sah auf's Neue die meisten dieserFesttheilnehrner üx dein prächtig dekorirten Norbertschexx Festsaale in der Bexxthsxraße versannnelt, xvo sich um die Faxnilie der Jubilare die Angestellten der Axxxxoncexx-Erpeditioxx vereint hatten. Die Reihe der Festreden wurde dxxrch Herrn Eloesser eröffnet, der noch einmal aus dieBedexxtxmg des Tages hin wies xxxxd das Hoch ausbrachte auf die Chefs der Firma. Dann sprach Herr Rudolf Mosse; er dankte zugleich im Namen seines Bruders für die warmherzigen Ovationen xxnd Glückwünsche in beredten Worten. Zum Schluß erklärte er, aus Anlaß des 25jährigen Jubiläums der 'Annoncen-Erpedition einen Dispositionsfonds im Betrage von hu nderttaix send s))la rk zu stiften. Die Rede xvurde mit jubelndem Beifall ausgenommen. Während des nun folgenden Festmahles brachten zahlreiche Redner in vortrefflicher Form ihre Ovatioxxen dar, eine Festzeitxmg erhöhte die Stimmung derTHeilnehmer, xxnd schließlich widmete Herr Justizrath Meyer in feiner und geistvoller 'Ausführung den Fraxxexx und Kindern seixx Hoch. Dazwischen spielte die Musik ihre munteren Weisexx, die Gläser klangen, xnxt> die Feststimmung erreichte den Höhepunkt, als sich der Vorhang 311 dem von Herrn -Hofschauspieler Paul Dehnicke mit Humor und großexn szenischen Geschick zusaxnmerxgestellten Festspiel hob. Die fröhliche Stiunnung schlug immer höhere Wogexx, wohlvorbereitete komische Vorträge xvechselten lustig mit nicht minder zündenden ixnprovisirten, xxnd der eigexxtliche Jxxbiläuxnstag xvar läxxgst zur Rüste gegangen, als die Theilnehmer beganxxen, den Penaten zuzusteuern. Berlin, 5. Jan. Zum Besten des Stipendienfoxxds der „Lehranstalt für die Wissenschaft des Judexxthuxns" xverdexx auch in diesexn Fahre an sechs auseixxander solgexxden Montagen Vorlesungen stattsixxden. Es xverdexx lesen: axn 1. Febrxxar Herr Prof. Dr. Lazarus: über Sixnon ben Jochai, Wahrheit und Dichtxxng. dlnr 8. Februar Hr. Prediger Dr. Lev in: Waxxderung dxxrch Jberien. Am 15. Februar Hr. Prof. Dr. Steinthal: die ältesten schriftstellernden Poeten. Axn 22. Febrxxar Hr. Rechtsaxxxvalt Breslauer: Namensänderung. Axn 29. Febrxxar Hr. Prof. Dr. Philippson: die Erhebung Preußexxs ixn Jahre 1813. Anx 7. März Hr. Privatdozent Dr. Richard Mex)er: Berthold Auerbach. — Die Vorlesxxxxgen sindexx, xvie alljährlich, ixn Saale der Gesellschaft der Frcxxxxde, Potsdnxnerstr. 9 statt. Eixxlaßkarten ü 5 Mk. für den ganzen Cnklus, r> 1 Ack. für eine Vorlesxxng sind zu Haben bei Herren Gebrüder Friedländer, Unter den Linden 28, xxxxd beim Eingänge in den Saal. L Berlin, 5. Jan. 'Axn 2. d. Mts. fand in Cassels Hotels eixxe zahlreich besxxchte Versaxnxnlxxxxg statt, in der ein Verein für jüdische Geschichte xxnd Litteratux begrürxdet xvurde. Nach Berathung eines Statutexx-Entwurfs xvurde ein Kornitee von siebexx Herren gewählt, das dexnnächst mit eixxexxx Aufruf axx särnrntliche Mitglieder der hiesigen jüdischen Gexneixxde behufs Beitritts sich xvexxdexx xvird. * Berlin, 5. Jan. Unter dem Namen „Vereinigung zur Bekämpfung der Rassenhetze" hat sich hier dieser Tage ein Verein gebildet, der sich die Bekäxnpfxxxxg des Axxtisexnitisxxxus durch xxxündlich Agitation in Versammlungen zur Aufgabe xxxacht. An der Spitze dieses Vereixxs steht der Bxxchdrxxckereibesitzer Küchenxneister. Am Mittwoch <>. Januar, Abends 9 Uhr, hält die neue Vereinigung ixn großen Saal von Feuersteixx l'Alte Jakobstraße 75, ihre erste Versaxnmlung ab, in der als Referent xx. A. Herr Dr. Jakoboxvskx) sprechen xvird. L Berlin, 5. Januar. Vor der ersten Strafkaxnmer des hiesigen Landgerichts 4. ^xvurde gesterxx der Prozeß gegen den Schriftsteller „Christoph" Morris de Jonge xxxxd den Redakteur der Krexxz- Zeitxxng Frh. v. Haxnxn er stein xvegen Beleidigxxxxg des Geheixnen Sanitätsraths Dr. Baer verhandelt. Der Thatbestaxxd xvird xxxxserexx Lesern xxoch in Crixxnerxxng seixx. Morris de Joxxge xvar vom 27. Oktober 1889 bis zxxxxx 24. Januar 1890 in Jber Maison de sante als Geisteskranker xxntergebracht, xxach feiner Entlassung aus der Axxstalt von der axxtiseuxitischexx Partei auf's Geschickteste benutzt, veröffentlichte er im Organ des Herrn v. Hammerstein einen Artikel, in welchem er dem Herrn Geheimrath Dr. Baer den Vorwurf macht, daß derselbe das Attest, auf Grund dessexx die Ueberführung nach der Anstalt erfolgt sei, gegen seine Ueberzeugxxng axxsgestellt habe. Im Laufe der Verhandlxxng gaben außer dem als Zeugen vernoxnmenen Herrn Geheimrath Dr. Baer und Polxzeilieutenant Schmidt II. noch die Professoren Mendel xxnd Eulenburg, soxvie Medizinalrath Lang ihre Gxxtachten über den Geisteszustand de Jonge's ab; axxs ihren übereinstimmenden Aussagexx, sowie aus der Verhandlung selbst gexvaxxn der Gerichtshof die Ueberzeugxxng, daß der Mitarbeiter der „Kreuzzeitung" „sich in einem Zustande der Geistesstörxxxxg befxxxxdexx, xvelche die freie Willensbethätigung axxsschloß", und erklärte denselben deshalb für straflos. Auch Herr v. Hammerstein, gegexx xvelchexx der Staatsanwalt eine Strafe voxx 300 Mk. beantragt, theilte das Schicksal seines Frexxxxdes, xvexxxx auch die Begrüxxdxxng eine axxdere xvar. Der Gerichtshof stellte zxvar fest, daß die in der „Kreuzzeitung" behaupteten Thatsachen „nicht erxveislich wahr" seiexx,billigte indessen Herrn v. Haxnxnersteixx dexx Schutz des § 193 (Wahrnehmung berechtigter Interessen) zxx und sprach ihn daher frei. Wir könxxexx mit dexxx Prozeß xvie mit seinem Ausgange im Gaxxzux zufrieden sein. Er hat deutlich gezeigt, xveß Geistes Kixxder diejenigexx sind, xvelche ixn Lager des Antisexnitisxnxxs das Axxgriffsxnaterial gegen uns bieten xxxxd bearbeiten, und xvelches die „berechtigten Jxxteressen" des Herrn v. Haxnxnersteixx sixxd. # Berlin, 4. Januar. Der geschäftsfixhrexxde Vorsitzende des Deutsch-Israelitischen Gexneindebundes ersucht xxns, eixxer Berichtigxxng durch unser Blatt Verbreitung zu geben, welche Herr Professor Lazarus an die hiesige „Jüdische Presse" geschickt hat, dieselbe lautet: „Berlixx, 29./12. 91. Verehrter Herr Doktor! Folgende Berichtigung bitte ich Sie, an geeigneter Stelle in der „Jüdischen Presse" xnit Bezug auf 9ir. 51 Erste Beilage derselben „Axxs der Repräsentanten-Versammlung" aufzunehmexx. Ob xnaxr auf der Tribüne des qu. Saales schlecht hört, xveiß ich nicht. Jedenfalls läßt xnich Ihr Referexxt xxxanches sagen, xvas ich xxicht gesprochen habe: Eixxzelnes erscheint gradezu xvie eine Illusion. Ich verzichte daraxxf. Alles zu widerlegen, aber daß ick) die obexxdreixx mit Anführungszeichexx versehenen Worte über dexx D. I. G. B. xxicht gesprochexx, xnuß ich erklären." — Zur Erläuterung bemerken xvir, daß der betreffende Referent Herrn Professor Lazarus xxnter Axxderexxx sagen läßt: Mit dein D. I. G. B., „dessen zxveiter Vorsitzexxder zu seixx er das Mißgeschick habe" :c., eixxe Aeußernng, die allerdings den Stexnpel des Uxxglaublichexx trägt. □ Bütow, 31. Dezember. Zu der axn Soxxxxtag, dexx 27. d. in Schlaxve tagexxdexx Versaxnxxxlxxxxg der „Jsr. Lehrer des Regbz. Köslin" hatten sich voxx nah und fern die Mitglieder eingefxxxxden. Der Vorsitzexxde des Vereins, Herr Rabbiner Dr. Hahn-Stolp, begrüßte xxxxx 11 Vs Uhr Vormittags Mitglieder xvie Gäste xxxxd erstattete zum Schluffe Bericht über den Stand des Vereixxs. Der Tagesordnung folgexxd, ertheilte der Vorsitzexxde dem Rabbiner Dr. Hoffxnaxxn-Neustettin das Wort zu dem Vortrag: „Lehrer und Lehrxxxethode ixn alten Israel." Referexxt verstand es, seixx Thexua in erschöpfexxder xxxxd interessanter Weise durchzuführen. Namens des Vereixxs sprach der Vorsitzende dexxx Herrn Referenten dexx xvärmsten Dank für seine Arbeit axxs xxxxd leitete die daran sich knüpfende, höchst anregende Diskxxssioxx xnit der Frage eixx, ob xxxxd xvie gexvisse duxxkle Stellen der hl. Schrift dexx Schülern beixxx Bibl.-Gesch.-Unterricht zu erklären seiexx. Nach einer Mittagspaxxse fand die von Herrxx R o b e r g - S ch la xv e abgehaltene Lehrprobe über das „Chanukafest" statt. Die Lehrprobe xxxit der sich daran knüpfenden Diskxxssioxx gestaltete sich zxx eixxexxx lebhaften Gedankenaustausch. Sodann erhielt Herr Prediger Kaxnerase-Belgard als Referexxt der Konunission das Wort zuxn Bericht über den „Minimallehrplan für 1kl. Schulen." Die Versaxnxxxlxxxxg beschloß, voxx einer eingehenden Diskussion über das Referat vorläufig abzxxsehen xxxxd den voxx der Koxxxxnission axxsgexxrbeiteten Lehrplan behufs näherer Prüfxxxxg dexx einzelnen Mitgliedern zxxgänglich zu machen xxxxd zugleich auch dexx Normallehrplan des D. I. G. B. beizxxfügen. Zxx der nächsten Verstxxxxxxxlxxng, die ixn Herbst 1892 in Belgard stattündexx xvird, soll der „Minixnallehrplaxx" als bevorzugter Gegenstaxxd auf die Tagesordnung gestellt xverdexx. Vorträge für die nächste Versaxnxnlxxng überxxahxnen: Herr Kohxx-Rügenxvalde xxxxd Herr Prediger Meyer-Büto xv. Der bisherige Vorsitzende Dr. Hahn-Stolp als Vorsitzender, Prediger Bauer- Köslixx, Stellvertreter, urxd Prediger Mex)er-Bütoxv, Schriftführer, xvurde xviedergewählt. Besoxxderer Daxxk sei auch axx dieser Stelle dexxx dexxtschoraelitisch Zuschuß zx ' Op verflossen, Vorstand s heinlichke Aenbaues l chexx Fest ulXX 3l/g 9 inxrde. > lexxxeixxde riede: i ielt der < Rachdexn ]oax, hob axxses he eine frift Vaseixxs c iix Thalc xäxxgcr e Hxxxücxtt önne xixi ixxexx Gc Z)iese )lxx xxnerhalb xaxxden, x Zeiten fix xxr Eixx ix lxeiden xx oa xxxüsse gegen da^ iveisen R oie Zxxku oaraxx eil verdient oexxen dix Die .Kaise oer Stak für diese sandte dl xxxxd Axxk die trotz nicht ver + im letzte über da,c Prof. G lixxg den xxxxd scho exvigexx9 Z u ck e , der der xxxxd B. xxeiguxxg der Frei loses, Tod axx benexx Ä Niexuaxx lose Sa Theoloc Weise r viele S' dexxx Fr — Mic richtend einer hi besten axxch xv xnathexxi