Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 54 (1890)
- Issue
- Heft 43 (6.11.1890)
- Date
- 1890-11-06
- Page
- Seite 558 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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»H8 Mire.Klxider; ihre Kräfte derlaffcn sie^ sie fällt in Ohnmacht und von einem Spritzen«nann.auf seine starken Schultern geladen W fortgetragen. Da sie nach einiger Zeit wieder zur Besinnung ' gelangt, liegt sie mif einer Bank. Ihr Retter ist verschwunden, aber auch das Packet mit Manuskripten hat sie fallen gekästen und. verlören,. .. / . - y-; :/.■■■■■ i f Charlotte von Embdrn/— und das ist für unsere Leser wohl her intcrrffynteste- Zug in diesem LebeilSgemälde ist aber auch, eine gute und ihrem Glauben treue Jüdin geblieben trotz des Abder in ihrer Familie um sich gegristen hat. Sie kann in die' tiefste Entrüstmig gerathen, wenn von der antisemitischen Hetze die SRcbe-‘ift, und führt noch heute mit Feuereifer dir Sache ihres Glauben-? allen Mgreifern gegenüber, genau so wie, vor mehr als fünfnndstebzig Iahten, wo sie ganz Düstelborf in AiifkegUng .setzte ' «irch die Ziirechtweisliiig, die sie kiiiciii Lehrer wegen rintr judenseindlichc» Aeüherung zu Thcil hatte.'werden laffen^T.^ / ' - Einen reiche» Schatz von großcn lind luerkivürdigeii Erinneruilgcn^: me die oben erzählten, birgt Charlotte von Nnbden in ihttiil MistÜ7 Wohl geordnet-liege» in ihrem KcPfe Äle diÜe lEqühtuilgenNüD Nedanken-tiebe» einaiider. 'Sie hat nichts vergesten iir ihrem hohen! Wer von ilirer schönen Jngcnd. iie hat Alles treu belvahrtund^wie/ i«' nur tvicdcrholt versicherte. sorgsamalifgeschriebeii.-Abersielvünscht licht, daß diese Erinnerungen und jenerHchätz^drr bifteitMMMM vriefe des Dichters hü ihrgn Lebzeiten ueröttentlicht werdenWKD! . Nun denn, jo wichtig'ist. uns keine Eriii^nerurlg Ms dkstt Lebens M WMK^W Der unbekannte Gast.. 7 ^: TS ih <* fflpfAiAtp hnw: ffh'iiftrK öi»T f» 'W- Eine Geschichte vouEdnard Knl ke. '. , -. . - .(Fortfehungy „Haschcle!" illein war. ..ich bitt' Dich, diese ledernen Riemen. dirsc Leitsel sagte das Mädchen, da sie mit dmrMnHeN Brüdrrk " must nan diese bei in Kutschiren deim beständig so fest in de^HandüKaltegM n „Was-denn!" rrwirderkt/Huschele./sEsölken-dlx.KE^-^M^ ienn sonst folgen, wenn.sie nicht spüren, daß man die Kraft, hah sieestzuhaltcn^ . - -' . -'7' 7-' 7' „Und >niisten die, Riemen denn aus so hartem Leder sein?"! „Aus iva» sollen sie sonst sein? 'aus Butter?"- " . „Das muß aber doch stark einschneiden in die Hand! DaS muß a sehr weh thnn!" . ' ' X-7 .'-‘77:777! 7 „Das heißt sich Sorg' gemacht! Auf die Art wird kein Mensch^ utschiren!"- ' '. ' -' 7-V-77-.-77 „Wenn Einer daran gewöhnt ist! Warum nicht; aber denk' dir nur. weit»! Einer daran nichtgewöhnt ist!"' ' „So muß er sich dran gewöhnen!" t , - '„Mit so einer feinen Hand?" . '- - - - . 77 „Patetül! (Bagatelle) ich weiß nicht, was Du Alles von der Hand «den willst! Sind die Hand' denn dazu gemacht, daß man sie den Wen Tag in'die Tasche hineinskcken soll? Zu was,hat mandenn, ie 'Händ'. als wie znr Arbeit!" ' . „Der Schinijnrl, was fallt Dir ein! Ein fromm' Pferd!" 7 t ^Jst eS wahr? und der Juchs? ist der nicht wild? Mit dem * scheint mir, ist nicht viel zu spaße». Haschele-Leben. ich fürcht'. inich. cS kann einmal ein Unglück geschehn." /„Sei .kein Narr!" - „Ich inöcht'- ihn doch nicht bei den Pferdxu.lasten! Mall kann «ncht Misten! Brobir'"etwas Anderes mit ihm! Was wirst Du sagen, wen» ihm ünmal ein-Pferd ch»'Stoß girbt?" „Meinst denn Du auch, daß Leb wirkliche ein Beheme ist?" gab der Bruder ihr-jetz't zurück, .so wie sie ihn bei -anderer Gelegenheit früher einmal gefragt hatte. „Meinst Tn das auch?", wiederholte) er. und has Mädchen fühlte sich iibuwunde» und konnte in ihrem Dringen nicht fortfahren, den» sie konnte'die Frage des Bruders ■ «licht bejahend \ - . Täg^damuf aber, war gerahe, ehe inan sich zum Machtmahl sttzeir wollte, rief'Borech den Randar in btc Scnfternifd)« Ser @ücifc= Hube und sagte: iBater-Leben! setzt höre an. waS ich Dir da^will fagen! 5Mach' uns hent ibeim -Esten nicht «vieder. einen solchen Tanz >daher, wie!'nnllich."! , .; . MDNWiö sirllt inEüus?"-sagte dir Randar verlvundert. MAWM HM5uEvorgieNinnnlen, Pir^s ^zn sagen r denn das erste Mal?hast ^tl^lliirecht gehabt; itnd kannst «loch nicht beweisen, daß M^MBisUDu^'leschligel (verrückt),' nikmen Feindengesagt? Ich jÄrsteh't-jfl /nicht ein- Wort von dem Allen, was Dl« da znsammenheinrich Heine's. wie' seine eigene Schwester, dle ja du schönsWMÜWHH^thuslAHAKHM^^V 7 \ 7 » seinem Lcbc»skranzc war.. MöU es der greisen KcU uoWmge^ WWWDi^WagtWorrch ühetrascht. ' Weißt Du dein« noch inchi. GStallM llthWmZStäll? WMst.' srrdenir? - MäMÄH^gN'Wcn!!Was Hab'' ich gesagt? ' '"'"H' ^' lasten von HW^W^WWWWWlWWWlMpf: Wünheulaj ^MMM^^EdM'chMUOthan-hab'^Dich -aufmerksam AM^a^MSäg^ulio. kxiil/ sotchrs Wort^vor Haschele. Gott soll .'„V- .'s-1- O-' xr's hörte!" i heißt, kein solches-Wort?" fragte der Randar entrüstet, „ich ~ etniä Mic schäme«« vor ihm? Wie heißt lein-solches ^Wort?j! hab^ich denjn im Haus /nichts. mehr zu befehlen? Wer ist -der Herr von« Haus?. Ist eS .Haschele, oder bin ich'S?" , uWt'Dich nur Nicht gleich so stark erhitzm! und schrei nicht, Haschcle MrMWgleichÄa geim die Supp'(steht schon auf. dem Tisch. - Folg Nnr^ind'Mß Alles gehn,! wie es,'geht, und. wie eS^Haschele «nachk. wird.Dr-'dste-Pftrd^Mlnivms Du hast Dich 'geir<rt, Dü siehst. Leb kann fahren. .Du hast Dich Uicht.getraüt,' auf den Wagest hinanfzlisetz!-». D» hast^Ls doch gethan mid Du brauchst darüber keineReue zii-haben. 'Jst Haschelcein leichtsinniger Mensch? sMöchK-/'er - Dir/ ein) Menschen ^^n die, Brennerei hineinlaffeu. von ..dem er fürchten müßt', er svird drin ein Unglück anrichteiz?> Und wo - sind wir denn? Wird der Leb. allein in: der'Brennerei sein? -Dlk kaiiklst^mir glauben, Vater-Leben . In diesen« -Augenblick traten Koppel, Häschel und Rachele i» . 7Sag' ,nir Haschcle, stoßt der Schimmel nicht älls?/ Mir konmlt Schinnnel - die Stube' und mail setzte sich zu, Tische.. Der.Randar zeigte gegen - seine- GLwohnheit einen austullenden Mangel an Eßlüst. Auch Doreck war nicht sehr bei, Appetit. Er saß da mit klopferldem Herzen, in steter-Angst, der Vater möchte seinen zvohlgelneinten/Rath do4 vielltichtnicht bcherzigt haben und eine Szene herbeiführen, welch an. Betsiimmilng . nnd Bcrbittcrimg die frühcre bek ühnlichei -GelegenheitLÄlit';nvlch - überhiete»« . wurdet Haschüe /und EöM m