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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1890-10-02 · Heft 38 (2.10.1890) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
54 (1890)
Issue
Heft 38 (2.10.1890)
Date
1890-10-02
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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. Schöpfung Dem Gesicht m Unnützen rückt. Di? s Dichtung, mne, in de? us aus der e ld in Wie'-', u Amateur t besonderer esem Jahre Allsnahmen Leidenschatt als Photo; Blatte in n auf einer rthe Vedute „He, Herr er Ehepaar? m. „Hören eiß von Dev thun, weil ser wunden antens und Lchade nicht Der Baron, an's nimmt, lt und wei''. uuterbran ►eit Sie fiel) bringen." — rmaßen be^ , „aber da Bild nun; on Eortiua. Öiifte B... ub tut rech; Augusten ahme beein konnte. An begann de ph: morgen zend Bilder Zie uns i.r >aben. Wie weiter eine n Rothschild mren Beide ende gehab> ,»vs°ng. «r. S8. fierlin, 2. (Oktober 1890. Weikcrge zur „Atvgemeinen Zeitung des Zuöenthums". Korrespondenzen und Nachrichten. Deutschland. # Berlin, 1. Oktober. Auch in diesem Quartal erhält die Friedrich - Wilhelm - Viktoria - Stiftu ng des Gemeindebllndes! wiederum über 7000 Mark an vertragsmäßigen Provisionen von der; Versicherungsgesellschaft „Viktoria" ausgezahlt. Wer hätte 1883 bei i Abschluß des Vertrages seitens des Gemeindebundes mit der „Viktoria" I re zu hoffen gewagt, daß in kaum sieben Jahren durch denselben über : b >0,000 Mark an die obige Stiftung fließen würden? Mehr als 400! Beamte mit einem Versicherungskapital von 1'/2 Mil lionen! Akark konnten bereits von den Vergünstigungen der Stiftung Gebrauch | wachen Es war ein günstiges Geschick, daß die Männer an der Spitze j u'y Gemeindebundes gerade die „Viktoria" als diejenige Gesellschaft j wisersaheu, welche ein so wichtiger Faktor für die Altersversorgung j unserer Lehrer und Kultusbeamten zu werden berufen sein sollte; denn! wie der „National-Oekonom, Zeitschrift für Volkswirthschast und Statistik" j;:i seinen Nummern vom 10. März und 20. Juli d. I. berichtet, hat die .Viktoria" in der Lebensbranche unter allen deutschen Gesellschaften den ervßten Fortschritt in der Geschäftseutwickelung gehabt und in der i inzel-Unfallbranche schon 1889 eine Prämieneinnahme von 2,297,918 'Nark zu verzeichnen. Die Ursache dieses großartigen Aufschwunges der «-esellschaft ist in den günstigen Bedingungen zu suchen, welche schon im ahre 1883 die „Viktoria" den Männern des Gemeindebundes als die nvorzugenswerthe Gesellschaft erscheinen ließ, und welche in der Zwischen-? it wesentlich unter Einwirkung des Vertrages mit dem neme ind ebuude noch erhöht worden sind. (Prämien-Rückgewähr- ' Heine, Aufhören der Prämienzahlung für den Fall der Invalidität l arch Krankheit oder Unfall, Antheil aller Polizen, auch der für den vebensfall ausgestellten, am Gewinn der Gesellschaft, Unanfechtbarkeit und Unverfallbarkeit der Polizen, kostenloser Einschluß der Kriegsveri cherung bis zu einer bestimmten Höhe rc.). In demselben Maße, wie durch diese günstigen Bedingungen unsere deutschen Glaubensgenossen >?r „Viktoria" ihre Gunst zuwandten, ist natürlich auch ein Wachsthum der Friedrich-Wilhelm-Viktoria-Stiftung zu verzeichnen gewesen. Es ist erfreulich, daß diese Stiftung, nachdem sie erst vor Kurzem ihre Vereiinstigungen auch auf diejenigen Religionslehrer ausgedehnt hat, welche : icht im Gemeindedienste stehen, nunmehr auch den zahlreichen jüdischen Lehrerinnen in Deutschland zu einer billigen und sicheren Altersversicheruug zu verhelfen beabsichtig", zu welchem Zwecke die „Viktoria" dem Gemeiudebund bereits einen eigenen Nententarif ausgearbeitet hat. Angesichts dieser Thatsache werden unsere Glaubensgenossen, wie sie d.is Wachsthum der Stiftung mit Freuden begrüßen, so auch die ständige A usbreitung der Gesellschaft „Viktoria" willkommen heißen, insofern diese Ausbreitung einem der wichtigsten Punkte unseres jüdischen Wohlnätigkeitswesens zu Gute kommt. X Berlin, 28. September. Ans den Motiven zu den im voriger .dummer angedeuteten M a kower'schen An trag auf Aenderung des Berliner G e m e i n d e st a tu t s heben wir folgende Stellen hervor: Die Zahl der beitragenden Mitglieder der Hauptgemeinde betrug: <60: 3102 1866: 4714 1872: 6100 1878: 9241 1884: 9185 SGI: 3252 1867: 4710 187?.: 6461 1879: 8748 1885: 10473 sf>2: 3574 1868: 4988 1874 : 6691 1880: 8341 1886: 10667 sG3 : 4641 1869: 5147 1875: 6925 1881: 8218 1887: 11586 >64: 4255 1870: 5374 1876 : 6989 1882: 8492 1888: 11631 >65: 4399 1871: 5665 1877: 7127 1883: 8628 1889: 12261 Aus diesen Zahlen ergiebt sich, daß seit der Errichtung des Gemeindenatuts im Jahre 1860 bis zum Jahre 1890 die Anzahl der beitragenden .Mitglieder um das Dreifache gewachsen ist. Die zu überwachenden Institute sind gleichfalls zahlreicher ^worden. Es giebt 4 ständige Synagogen (Heidereutergasse, Kaiser- «lraße, Oranienburgerstraße und Lindenstraße). Außerdem sind Gebetlokale (etwa 4) zu den hohen Festtagen im September jeden Jahres eiuzurichten und zu leiten. Die Zahl der Religionsschulen beträgt 2 mehrere werden mit der Zeit einzurichten sein; es besteht 1 Knaben- und 1 Mädchenschule und 1 Lehrer-Seminar, 1 Kranken- und 1 Siechenhaus, 2 Alterversorgnngs-Anstalteu, 2 Waisenhäuser, 3 Kirchhöfe. In Aussicht genommen ist noch die Errichtung eines Rabbiner-Seminars durch eine Verbindung mit der zu Berlin bestehenden Anstalt für die Wissenschaft des Judeuthums. Die Nothwendigkeit, für alle diese Institutionen äußerlich und innerlich zu sorgen, wozu noch die Pflege der Einrichtungen für die Armen und für gewisse rituelle Einrichtungen kommt, bewirkt, daß die Zahl der Gemeinde-Vorsteher, welche nach dem Gesetz höchstens 7 betrügt, unzureichend ist. Abgesehen davon, daß in der Regel der eine oder andere durch Krankheit, Reisen und private Geschäfte an der vollen Thätigkeit verhindert ist, würden die 7 Mitglieder im Ehrenamte, auch wenn sie ausschließlich demselben sich widmeten, dasjenige nicht voll leisten können, was zu erledigen ist. Es ist nicht darauf zu rechnen, daß der Vorsitzende des Vorstandes immer alle Lücken ausfüllen kann. Das Ehrenamt darf nicht durch die Last der laufenden Geschäfte erdrückt und dadurch gezwungen werden, sich ausschließlich auf die bloße Fortführung des Bestehenden zu beschränken. Dadurch geht ihm der freie Blick über die zu treffenden Aenderungen und die Initiative für neue Einrichtungen verloren. Früher bestand neben dem Vorstande ein rechtsgelehrter Syndikus, welcher die zahlreichen Verträge entwarf, ihren Ablauf kontrolirte, gutachtlich sich äußerte, das Legatenwesen überwachte, die erforderlichen größeren Schriftwerke fertigte n\ Das Syndikat ist, weil zufällig Rechtsgelehrte in den verwaltenden Kollegien sich befanden und bei dem Tode des Syndikus die Statuten und mehrere Reglements der Verwaltungskommissionen fertig gestellt waren, nicht wieder besetzt worden. Jene Institution giebt aber einen Fingerzeig, wie gegenüber dem Gesetze, das einmal die Zahl der Vorstandsmitglieder auf höchstens 7 fixirt hat, zu helfen ist. Es müssen 1 oder 2 besoldete Beisitzer im Vorstande geschaffen werden, welche alle entstehenden Lücken auszufüllen, regelmäßige Dezernate (z. B. das Legatenwesen) zu erledigen, spezielle Aufträge des Vorstandes auszuführen haben und namentlich in derjenigen Zeit thätig sein müssen, in welcher erfahruugsmäßig die Mitglieder des Vorstandes in Berlin sich nicht aufhnlten (etwa Juli bis Oktober). Diese Zeit ist zur Vorbereitung der Gottesdienste in den hohen Feiertagen gerade sehr wichtig. Diese durch Wahl der Gemeindebehörden und kontraktlich zu engagirenden Mitglieder, deren eines insbesondere an der Spitze des Bureaus, der Registratur und der Kasse sowie des Depositorii zu stehen hätte, könnten im Innern der Verwaltung gleiche Rechte mit den übrigen Mitgliedern des Vorstandes haben, während sie nach außen hin entweder überhaupt nicht, oder doch nur kraft Vollmacht des Vorstandes zu fungiren hätten (z. B. bei allen gerichtlichen Akten). Zwar ist nach dem gegenwärtigen Statut (8 34) die Möglichkeit vorhanden, entstehende Lücken au der Zahl von 7 Mitgliedern durch Einberufung der Stellvertreter auszufüllen; dies ist jedoch nur bei dauernder Verhinderung eines Mitgliedes zweckmäßig, und die volle Zahl von 7 iü eben nicht ausreichend. Die Verwaltung kann aber nur zeitweise nicht ordentlich durch Jemand geführt werden, der plötzlich einberufen ist und bald wieder ausscheidet. Es wäre deshalb der Grundsatz als maßgebend anzuerkennen: „daß neben den 7 Vorstandsmitgliedern auch (1 oder 2) besoldete Beirüthe mit den angedeuteten Rechten und Pflichten zu wählen und anzustelleu wären." Bezüglich der Repräsentantenwahlen wird bemerkt: „Die Erfahrung hat gelehrt, daß höchstens die ersten 4 Stellvertreter eiuberufeu sind, und daher ist die Wahl einer größeren Zahl ganz nutzlos, zersplittert die Stimmen und giebt Resultate, wie sie keiner der Wähler gewünscht hat. Diese Einschränkung wäre schon wohlthätig, weil dann alle 3 Jahre nur 10 oder 11 Repräsentanten und 4 Stellvertreter (von denen doch sicher einige wiedergewühlt werden), also höchstens 15 Personen zu wählen mären. Wählt man durch besondere Zettel wählen die Repräsentanten und die rlin.

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