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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1890-07-25 · Heft 28 (25.7.1890) · p. Seite 373

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
54 (1890)
Issue
Heft 28 (25.7.1890)
Date
1890-07-25
Page
Seite 373 (sequence 5)
Language
German
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373 die lieben n geringen Er. Daun als zuvor e Zeit, bis len wieder geworden, reich, das; esläu oder sind daun srden sind, en Ehreniter, dahin orgen, das; r Geltung mit jenen rer Hände schön war, ette Weide Vaterland esen gesev- Und wenn inung sein, r entgegen. >at schützen ist bereits Vir wollen ttnie gegen aren Wetn in unserm ttstikeu zur ni. Wenn nsehen, so r stellt (!!'. >, die kein ch Zeit, zu nch christbei den christlichen «Längeres Huden sind semiten sie t Friedens en. Unser lerden von rsönlich 311 sammtheit, )werk ansm Ranges, er glücklich stresse, die verbreitet, demselben n, das zu steht, und er Sie (sich ahlsreiheit, Lie wollen üllen und entschieden eutige Be- , die auch und hatte. iür wollen t zu überrfen, wer mzähligen die Säle n; die iu unsere Versammlungen kamen, um dieselben zu sprengen. Es sind jene Subjekte, die mit Steinen auf uns warfen, um die Redner mundtodt ]i\ machen. (Ruse: Pfui!) Als in Gießen Dr. Böckel im ersten Wahltampfe gegen den Freisinnigen Gutfleisch mit wenigen Stimmen zurückdlieb, so daß Letzterer ablehnte, weil er in Friedberg gewählt war und selbst sagte, daß eine Menge begründeter Wahlproteste kommen könnten, wie konnten sich da die Juden freuen, und das Gemauschele war groß. Nidda luden die Juden einen großen Wagen Holz und fuhren ihn jubelnd und singend auf eine Anhöhe. Dann hatten sie eine große Puppe mitgebracht, die den Namen Böckel trug, und diese Puppe warfen sie in den errichteten Scheiterhaufen. Wie es nun so hell brannte, da nutzten die Juden um den Haufen herum und schrieen „nieder mit Pocket" und „Gutfleisch hoch". Hätten sie einen von uns persönlich gelebt, den Hütten sie gern mit hineingeworfeu. (!!!) Als bei der zweiten Wahl die Antisemiten dort den Sieg errungen hatten, da passirte es iu Gießen, daß zwei Antisemiten von einer Masse Strolche überfallen und von einem in der Ferne stehenden Juden aufgehetzt wurden mit ku Worten: „Schlagt sie todt!" (Ruse: Pfui!) Wegen dieses Uebermlles ist jetzt die Verhandlung vor dem Schwurgerichte eingeleitet, liefe Thatsachen zeigen uns am besten, von welcher Seite die Unterdrückung der Freiheit erfolgt. Unsere Sache geht von dem gesetzmäßigen Wege aus. Sie wird ganz energisch alle ihre Rechte zu wahren wissen. Unser Ziel ist eben, im ganzen deutschen Lande deutsche Anschauungen und deutschen Geist wieder zur Geltung zu bringen. Leider wissen wir cs, daß unser Volk trotz seines großen Aufschwunges an einer großen Krankheit leidet, das ist die Krankheit der Verjudung durch die Presse, las Theater u. s. w. wird immer mehr und mehr verjudet, und überall wird in die Pulsadern des öffentlichen Lebens jüdisches Gift hineingespritzt, das dadurch immer mehr dem Ruin entgegengeführt wird. Deshalb ist es Pflicht jedes deutschen Mannes, sein Augenmerk darauf zu richten, daß die jüdische Presse gegen jede echt nationale Aufiassung arbeitet. Wenn wir diesen Standpunkt vertreten, dann müssen mir dafür sorgen, daß in Deutschland der Deutsche Herr im Hause ist, das; der Jude nur das Gastrecht im Hause genießt. Wir wollen ferner dafür sorgen, daß keine jüdischen Richter über uns zu Gericht sitzen. Wie schwer muß das Rechtsbewußtsein eines eingeborenen Volkes leiden, meint der Fremdling über ihn zu Gericht sitzen soll? Sehen Sie hin auf die große Gefahr, die aus der Verjudung des Anwaltstandes uns eutgegentritt, der ja immer mehr und mehr in die Hände der Juden lammt. Und die Herren Sozialdemokraten haben ja selbst unter ihren Vertretern im Reichstage einen jüdischen Rechtsanwalt! (Sozialdemokrat Planck ruft: Da sind wir stolz darauf! Lebhafter Lärm, Pfuirufe.) Ich konstatire dies Faktum, daß die Sozialdemokraten stolz auf ihren jüdischen Rechtsanwalt sind. Und es gehört ein tiefer Einblick iu die Verhältnisse dieser Partei, um dieses Faktum zu rechtfertigen. Pch will aber an eins erinnern. Der Führer der Sozialisten, einer ihrer größten Litteraten, Friedrich Engels, hat das schöne Wort gebraucht: „Wir Sozialdemokraten verdanken den Juden zu viel, als daß nur antisemitisch sein dürften." Ja, viel zu viel verdanken Sie den Puden, und zwar deshalb, weil auch der Jude der Träger der Unzuiriedenheit ist; und weil er sich da am wohlsten fühlt, wo es am ichmutzigsten ist. (Rufe: Moos!) Auch Lassalle hat ein treffendes Wort ausgesprochen, er hat gesagt: es giebt zwei Menschenklassen, die er nicht leiden könnte, das wären die Juden und die Leute von der jüdischen Presse, bei der er selbst wäre. — Die Aufreizer und Hetzer sind immer ,'utbett, und leider Gottes sind es deutsche Arbeiter gewesen, die einmal gesagt haben, sie wollten die Juden mit ihren Leibern decken. (Wüster Lärm. Noack ruft: „Das ist nicht in dem Sinne gemeint." Pfuirufe!) Erinnern Sie sich an die 40 er Jahre, wo selbst Bismarck sich gegen die Emanzipation der Juden erklärt hat. Dann aber auch an 48, an die Berliner Barrikaden. Erst haben die Juden in ihrer Presse das Polt aufgehetzt zum offenen Widerstande, und glauben Sie wohl, daß die Juden mit auf die Barrikaden gegangen sind? In die Ecke haben ne sich verkrochen und haben dort ihre Feigheit glänzend bewiesen, während die aufgehetzten, verführten Arbeiter für sie geblutet, haben, ttud es ist traurig, daß die deutsche Arbeiterwelt sich zum zweiten Male von den Vertretern der kapitalistischen Interessen hat mißbrauchen lassen. Derartige Fälle geben uns den deutlichsten Beweis, wie es mit dem jüdischen Muthe und der Tapferkeit beschaffen ist. Kurz vor den letzten Reichstagswahlen wurde von den Freisinnigen sie brauchten wahrscheinlich Geld zur Füllung ihrer Wahlkassen, was ja die Freisinnigen von den Juden gern nehmen — wieder der Vorschlag gemacht, daß auch die Juden in der deutschen Armee die höchsten Stellen, besonders die Offizierstellen bekleiden sollten! (Pfuirufe.) Muß aber nicht jeder deutsche Mann, der selbst Soldat gewesen ist, wünschen, daß die Juden nie und nimmer unsere Führer werden dürfen? (Wiederholte Rufe: Nie!) Was würde wohl aus den schweren Kämpfen, die uns noch bevorstehen, werden, wenn die Juden unsere Führer werden? (Lachen.) Wte schwer würde die Disziplin, die Manneszucht leiden, wenn ein Jeiteles oder Veiteles unser Führer wäre. Und denken Sie daran, wenn es eine Schlacht gäbe und der jüdische Schlachtenführer säße über dem Schlachtenplane und es käme der neueste Courszettel aus Berlin an. Da würde doch natürlich der Schlachtenplan in den Hintergrund treten müssen. Wir sind eben jederzeit der Meinung gewesen, daß wir selbst unser Vaterland und seine Grenzen vertheidigen, und so wollen wir auch für die Zukunft denken. Wir haben große Feldzüge und Schlachten ohne jüdische Helden gemacht, und wir werden wissen, unser Deutschland für die Zukunft in seiner Machtstellung zu halten. Das muß der Grundzug sein, daß Alles deutsch bleibt, uns Deutschen sei unser Recht, unsere sittliche Auffassung, unser Thun und Lassen in jeder Weise. Und je mehr wir Gefahr laufen, durch eine Presse, die in jeder Weise vergiftet ist, die sittliche und soziale Grundlage unseres Volkes untergraben zu lassen, je mehr müssen wir unsere Kräfte zusammenraffen und Mann und Mann stehen, dem mächtigen -Umstürze ganz entschieden entgegenzutreten. Da mttß Jeder seinen Manu stellen. Sie sollten sehen, wie weit es schon gekommen ist, wie einestheils die Börse schon Einfluß gewonnen hat, wie die Börse erst neuerdings wieder die Preise gedrückt hat, blos um zu zeigen, wie mächtig sie ist, wie anderntheils der Jude in Stadt und Land unsere Wohlfahrt untergräbt. Sie sehen heute durch die jüdische Hetze eine Umsturzbewegung um sich greifen, die die Existenz unseres Vaterlandes auf das Schwerste untergräbt. Es ist daher Zeit, mit der alten Parteischablone und dem alten Hader zu brechen und für eine monarchische, nationale Partei einzutreten gegen die internationale des Umsturzes mit allen echten Deutschen aller Orten (Bravo!). Furchtlos und treu, frei und frisch lassen Sie uns in den Kampf eintreten. noch ist es Zeit, aber es ist hohe Zeit, und der Uebermuth Judas ist weit gediehen! (Bravo!) Nachdem der letzte Redner bekannt gemacht, daß aus der Versammlung heraus der dringende Wunsch geäußert sei, die Sitzung zu schließen, wird diesem Wunsche Folge gegeben. Nach Absingung des „Heil Dir im Siegerkranz" wurden noch Hochs auf die antisemitische Partei und Böckel ausgebracht. Die Sozialdemokraten ließen die Sozialdemokratie hoch leben. Und so, unter Gesang und Keilerei — wie üblich — ging das große Antisemitenparlament zu Erfurt auseinander. Man erzählt sich dort, daß die erst vor Kurzem weißgetünchten Wände des Berathungssaales nach den Verhandlungen plötzlich in schönstem Roth gestrahlt Hütten. Sie haben sich der vielen Lügen, die sie stillschweigend anhören mußten, geschämt, nachdem jene gefeierten Redner dies längst verlernt haben. d Ein Normal-Lehrplan für den israelitischen Religionsunterricht. Von Rabbiner Dr. G. Deutsch. II. Im Gegensätze zu der Methode der alten Zeit ist die biblische Geschichte sowie die nachbiblische jüdische Geschichte unserem Religionsunterrichte als wesentlicher Bestandtheil angefügt worden. Die alte Zeit sah von diesen Displizinen ganz ab, weil ihre Zwecke theils unter dem Niveau der jetzigen, theils weit über demselben standen. Für die große Mehrzahl der Jugend begnügte inan sich danials mit einermechanischen Abrichtung für die Zwecke der Theilnahme an dem Gottesdienste, darum sollte jedes Kind „Dawenen" lernen; für den anderen Theil der Jugend erstrebte man eine vollkommene theologische Bildung in der einseitigen Weise, wie inan sie damals faßte, indem

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