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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1890-05-16 · Heft 18 (16.5.1890) · p. Seite 255

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
54 (1890)
Issue
Heft 18 (16.5.1890)
Date
1890-05-16
Page
Seite 255 (sequence 7)
Language
German
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255 ezogenen len oder solle in Dt zuvor Schulldt te suchen gelange r gestallt rgleichen fiuilegw >aß kein ßen, die )eren in May. )er sonst adischait Vorgang lys. vor selbe in eyi daß geschafft belestigt So haben für nöthig erachtet Ew. K. M. eine solches in aller- »effster Subinifsion zu hinterbringen u. zugleich in allerunterthänigkeit anzuzeugen, weilen mich bey gegenwärtigen Conjuncturen dieser ui che halber nicht lange alhier auffhalten kann, daß Ich vor meiner Abreiß von hier vorerwehntc 400 Goldgulden Cronsteuer bey der ge- ■iimbten Judenschafft zu Fft bestellten Agenten Herrn Dr. Philipp Jac. Kistler geschworen RVRaths Agenten oder aber wohin es Ew. K. M ionsten allgdst befehlen werden depositiren und hinterlaßen wollen, eamit selbe auf jedesmahligeu allergdsten Befehl gegen gebührend Quittung erhoben werden können, Ew. K. M allerunterthänigst bittend, Sie geruhen allergdst diese allerghbste Anzeug u sothane »>erk oblation der gewöhnl. Cronsteuer in Kaysl Gnaden an vnd wiffzunchmeii ll beschechendc Berzögerung Meiner Gralschafft keinesincgs iiuputiren zu lassen wie nun Ew. K. M. hierauff allerddst u allerhöchst Erlaucht Erkennen werden, öffters besagte Judenschafft Fft ihres allerwingsten Orths alles Dasjenige, was; Sie von Alters; liero z» thun schuldig allergeh. zu prästiren willig u bereith seyn.! Also will Sic auch hierüber Eine allergdst Kays. Resolution in Aller-! unterthanigkeit Erwarthen zu allerhöchsten Kays. Scheue sich aller-! wichst u. allgehorsaiubst cnipfehlendt! Ew. K. M! Allerunth u Allergchors. der gesambten Judenschafft zu Fft am May» l Abgeordnete Emanuel Beer."! ichtigiste n Prag punkten c älter» .'ankfurl el Beer neuer», veil die nd dem chonirte tcllung: nen der Dankh, rechten hiebe» tättigeu esambte d Silben seyn lach er :n löbl Crou t Gold a dann erungsdig ist; is was msteuer : inora Nachdem dann die Juden im Deutschen Reiche außerhalb Frankj wrts um die Bestätigung ihrer Privilegien gebeten hatten, wurde! den Juden bedeutet, daß sie die Rückstände au Kronsteuer und Opferi l'feunig bezahlen sollen. Sie wendeten sich hierauf an den Kaiser,; Hub dieser erließ ein Mandat, bittet) welches zunächst die Juden in! Frankfurt befriedigt wirrden, indem inan ihrren im sD!ai 1(465 aufj erlegte, 6000 Thaler zu zahlen, und zwar 4<><)0 Thaler sofort und j »an den andern 2000 Thalern jährlich die 5 Prozent Interessen, - nämlich 100 Thaler.; Der Wortlaut des Mandates ist:! „Getrewe! Bns ist gehors. vorgetragen worden, was maßen die I wfambtc Judenschafft im Reich vmb Eonfirmation Ihrer habenden l'i'ivilegia allemnterthst angehalten, Ihnen aber solches darumben verweigerte und besagte Judenschafft allhero Citirt worden, weilen! ^-ie noch vor Zeiten weyl Kayscr Rudolphi ll Hera die Eronsteiuver : nad Opferpfcunings halber keine Richtigkeit gepflogen und eine nahm-! lmffte Sumnie Geldes restirt werden worüber der in der Statt Fft i »di enthaltende Judenschafft abgeordnetc als Abraham zum Trachea l nnd Datras zur Silbern Kandel Bnfereru Reichshofrat die Noti titrfft schrifftlichen angebracht, in Meinung sich von solcher Schuldig- ' teil zu entbinden, Dieser aber vngeachtet von vnsern Reichssiscal eine vcdentlichc klag wider ged. gesambte Judenschafft im Reich übergeben : ». dieselbe ad videndiua Caesari sua privilegia zu Citiren begehrt ivordeu. Diesen Schritt u pro aet zu entfliehen Ihr Fftschen Juden - abgeordnetc anfänglich ebenfals für erueelte ganze Judenschafft im Aeichc u weilen ihr von diesem kein Aiandatum wegen des begehrten; Tpferpfenigs u Cronstewer etwaß zu handle» für zu zeigen gehabt;; ländlich für Ewerc gemeine allein vmb gnad der Bestättigung Ihrer ireyheiten an gerueffen, worauff wir durch vnser geheimbde Räthc, als RHRaths u Cammer Präsidenten Euch mündlich vernehinen lassen, Da zwahr Ihr Euch zu einiger Opferpfennig aus vntcrschiedlich vorgebrachte Brsachen nicht bekennen wollen. Die Cronstewer aber l belangend hettet Ihr vns bey Antrettuug vnserer Regierung zu Fft. I Ew. allerunterth Trewe erzeiget u wie es von Vralters-Hero gebrauchig mit 400 Goldgülden praestirt also darüber nicht getrieben werden tönet, Jedoch weil Ihr Euch gutwillig anerbothen haben aus unterth. Devotion u crzeigung Ew. Trew. 6000 Rhler als 4000 alsobald baar zu erlegen u die übrigen zwey tausendt Reichsthaller Jährlich mit 5 procentc» zu verzinsen u solche auff Euverc Bncosten an den Orth wo sich vnser Kays. Hoffstatt beständig befinden werdt ll. zwar jedesmal zum neuen Jahr mit 100 f Rhler gegen hoffzahlmeisterischc Ouittung äbzustatten, wan hingegen wir vor vns u vnsern Nachkommen im Reich die Fftsche Judenschafft aller Ansprach u Aufforderung sowohl wegen des rückständigen Opferpfennigs als Cronsteuer u was sonsten mehr genannt werden möchte so wir u visiere Vorfahren Rom Kayser bis; auf gegenwärtige Stunde zu Euch vernimt loß und iliusig sprechcil u Euch in bestendigster formb Rechtens guittiren, alle mid Euch angestellte procass ox plenitudine potpstatis eassiren u. auffheben, auch hinführo berührter Jährl. Zins der 100 Rhtler an Stat des Opferpfennigs ohne iveitherc Steigerung annehmen li es wegen der Cronstewer bey denen von Alters hcro gebrauchig gewesen 400 goldgulden verbleiben lassen, wie nicht weniger die habende Wer particular privilegia mit dessen so sie sonsten aus denen Oral Privilegien der gesambten Juden im Reich zugemessen gehabt, Confirmiren wolteil. Wan dan wir bey dieser ohne es vorstehende Türkengefahr u derentwegen sich hauffenden Kriegsausgaben angeregtes offertum der 6000 Rhtler als 4000 baar (die Ihr in Bnser Hoffzahlambt vnuerzuglich abzusuhren und auch von demselben gebührenvt gltittiren zu lassen wißen werdet) ll 2000 Rhtler auff Verzinsung gdst acceptirt u entgegen eingewilligt, daß die Ffter Juden de praeterito allen Anspruch wegen der Cronsteiver Opferpfenig oder wie die sonsten Namen haben mögen bis; auff gegenwärtige Zeit Krafft dieses gäntzlich entlassen u im Künftig, was Sie mit denen Jährliche 100 Rhler oder 75 Rhein. Goldgulden einhalten, kein weiterer Opferpfennig (Der fiseall Prozeß gegen die andern Juden schlage aus wie da wolle) oder Steigerung an Sic begehret, der angestellte Proceß, so viel die Fftr. Juden betrifft cafsirt u auffgehebt auch wegen der Cronstewer cs bey Denen von Alters hero gebrauchig gewesenen 400 Goldgulden gelassen die Privilegia gebottner »lassen eonfirmirt werden und der Statt Fft wegen der Judenschafft daselbsten practeudirendeil Rechten hierdurch nichts praeiudicil seyn solle. Also haben wir Euch Abgeordnete dieses zu Euerer Nachricht u. die Fftc Judenschafft künfftiger guten Bersichcrling hiermii Erinnern wollen u. verbleiben Euch dabey mit kayl Gnaden gewogen. (Sieben auf vnser Schloß zu Laxenburg den letzten May ao 1665 unseres Reiches des Röm im 6, des huugarischen im li u. des boheimischen im 5. Leopold, Ad aiana. Eleeli Domini lmperatoris proprium. L. Ludwig Eiraff v. Gabriel Selb Zünzindorff. Haus Leopold Constanz." Don Joseph Naßi, der Oegründer der Kolonien im heiligen Lande, nnd die Gemeinde von Cori in der Eampagna. Bon Prof. Dr. David Kaufmann in Budapest. Wir stehen in Cori, einem kleinen weltverlorenen Städtchen der römischen Campagna, eine Tagereise südlich von Rom. Man zählt das Jahr 1566. Wie überall im Kirchenstaat, nistet auch in diesem Flecken eine jüdische Gemeinde, etwa 200 Seelen iin Ganzen. Sic hatten sich wohl allezeit nur kümmerlich ernähren können, aber sic

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