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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1890-03-21 · Heft 10 (21.3.1890) · p. Seite 159

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
54 (1890)
Issue
Heft 10 (21.3.1890)
Date
1890-03-21
Page
Seite 159 (sequence 15)
Language
German
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150 Als das Gchet zu Ende war, brach er das Brod, und Zcbadia trug den Karpfen in der Nosiiiensance auf. Alle setzten sich an den Tisch und aßen, und als Schimmel um sich blickte, stolz wie ein König, sah er, daß die Sabbathlampe »nr znfricdeiie, glückliche Gesichter beschicn. (Schluß folgt.) An Carmen Äylva. Du lauschst dem Silberquell der alten Sagen, Der gold'uen Fluth der mnrmelnden Legenden Von dunklem Ursprung, die da nimmer enden, Nur sterben mit Rumäniens letzten Tagen! Wie arme Dichter, die im Elend klagen, Weißt Buch auf Buch, nie müde, Du zu spenden, Roman, Lied, Epos, Drama zu versenden Plagt Dein Verleger sich, beginnt's zu tagen! Und während also die zum Thron Erkorne Sich müht, zu bilden arme Staubgebornc, Liegt finstrer Meuschenhaß in Deinem Land! Nachkommen Salomo's, des weisen Richters, Verbietet man im Heim gekrönten Dichters, Das Recht zu spenden mit geweihter Hand.*) Alfred Friedmann. *) Jüngst wurden in Bukarest 14 jüdische Advokaten ihres Amtes enthoben, und die Inden dürfen dort ferner nicht Richter sein. O weise Richter! Vermischtes. * In der Festrede, welche G. Wolf in Wien in der am Donnerstag den 20. Februar 1800 ans Anlaß des hnndertjährigen Todestages Kaiser Josefs II. abgehaltenen Vereins- Versammlnng der Oesterreichisch-Israelitischen Union hielt, wurden unter Anderem die folgenden Beispiele der Toleranz des großen Kaisers erzählt: Die Hofkanzlei hatte empfohlen (10. Februar 1781), bei Neudruck des Talmuds, des Midrasch rc. manche Stellen zu streichen oder zu mildern. Hierzu bemerkte der Kaiser: „Der Antrag der Hofkanzlei kann umsoweniger stattfinden, als man sich dadurch dem Vorwürfe der Verfälschung solcher alten Denkmäler anssetzen würde." Kaiser Josef war es auch, der die Inden verpflichtete, persönlich Dienste beim Militär zn leisten. Gegen diese Maßregel erhob sich sowohl in militärischen Kreisen wie unter den Inden Opposition. Der Kaiser aber ließ sich nicht irre machen, und der Prager Rabbiner Ezechiel Landau ermunterte die Inden zum Heeresdienste. Er hielt an die jüdischen Rekruten folgende Ansprache: „Gott und unser allergiiädigster Kaiser wollen, daß Ihr zum Militär genommen werdet. Schicket Euch daher in Euer Schicksal, folget ohne Murren, seid treu aus Pflicht und geduldig aus Gehorsam. Vergesset aber nicht Euere Religion. Erwerbet Euch und Euerer ganzen Nation Ehre und Dank, damit man sehe, daß unsere bisher unterdrückte Nation ihren Landesfürsten und ihre Obrigkeit lieben und im Falle der Noth auch ihr Leben zrr opfern bereit sei." Hierauf übergab er den Rekruten die Gebetriemeu. Herzliche Bitte. I Hunderte voll unglücklichen und mittel-! losen Glaubensgenossen wenden sich an mich! um Unterstützungen zum Pesachsest. Ich! weiß in der allgemeinen Nothlage nicht; ein noch aus. Edle und mildherzige j Glaubensgenossen! Bedenket mit Gaben! zu meinen Händen der Armen, damit der! Fnruf Erfüllung finde: „Jeder Hungrige möge kommen nnb essen, jeder Dürftige kommen und das Erlöfungsfest feiern". Memel, im Adar (März) 56501890. Rabbiner l>r. J. 'Rttlf._ Soeben erschien: Die Rhetorik und jüdische Homiletik In Briefen und Abhandlungen von Dr. Ludwig Philippson! Nach dem Tode des Verfassers herausgegeben voll I>r. M. Kayscrling. Preis broch. 1 M. 50 Pf., eart. 2 M. Leipzig. Th.Glit-ell's Verlag. (L. Fernau). Zu beziehen durch jede Buchhandlung, sowie franko direkt vom Verleger, Gut Wilij Humorist, jüd. Zeitung Herausgegeben von Siegfried Meyer M. 1.—. Am Freitag Abend Humoresk. a. d. jüd. Familienleben v. L. Löwenthal. s))l 1.50. Für Schnorrer und Kitzinim Sammlung gedieg. jüd. Witze. M. 1.—. Die wilde Rabbizin Novelle v. Tr. Schiff. Al. 2- Geschichten a. d. jüd. Volksleben v. Kulte, eteg. gebd. M. 4.50. Kohn, S. Gabriel Nomau 2 Bde. M. 4.—. Leidenstage Kaiser Friedrichs v. E. v. S ch m e t t w i tz. M. 1.50. Thamar Noman a. Bibl. Zeit. 2 Bde. M. 4.—. Diese anerkannt vortrefft. Bücher versende gegen Einsendung des Betrages mit Porto oder gegen Nachnahme. Cassirer dr Danxigor Berlin W., Friedrichstratze 85a. Billigste Bücher-Bezugsquelle. Mische Reform-Gemeinde. Sonntag, den 2-4. d. Mts. Vorm. 10 Uhr Gottesdienst. Predigt Herr Oe. Nitter. Unkosten werden nicht berechnet.< ly/Hildesheim 5 Wurst- Fabrik, Zum riDS Feste empfthle: Mettwurst, Gervelat . ä Pfd. M. 1,40 Salami.. „ „ 1,40 Kochwurst.„ „ „ 1,— Rohes Pökelfleisch . . „ „ „ Ansgelaffenes Fett . . „ „ „ 0,75 Saucischen.a Paar „ 0,10 Sämmtliche Fabrikate in anerkannt vorzüglicher Qualität. Referenz: Se. Hochw. Herr Landesrabbiner I>r. <*uttmaii hierselbst.! Einladung'! -»«-»«»KKNSUr sinen erhältlich in der Siidfruchthandlung ^1. Alte Jacobstr. 52. Pferdebahn-Verbind.

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