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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1890-03-21 · Heft 10 (21.3.1890) · p. Seite 151

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
54 (1890)
Issue
Heft 10 (21.3.1890)
Date
1890-03-21
Page
Seite 151 (sequence 7)
Language
German
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Erfolg wünsche». I» dem hierauf bezügliche» Prospekt schreibt Herr Dr. Brüll über die »euere jüdische Litteraturentwickelung: Wie sehr gerade sie eines solche» (alle auf ihrem Gebiete »ervortretenden Prodnktioue» i» gemeiusanier Ueberschau darncllenden) Organes bedarf, lehrt schon ein Blick auf die ihr . igcnthümlichen äußeren Verhältnisse. Sie hat in allen Ländern ihre Hcimath, ihre Autoren und ihre Leser. Um so schwieriger HHi‘b es, zumal kein organisirter Buchhandel ihr zur Seite ücljt, ihren Erzeugnissen weitere Verbreitung zu berschaffeu . der sie überhaupt nur zur allgemeinen Kcnntniß zu bringen. Sies gilt besonders von zahlreichen, jahraus jahrein in Rußland, Oesterreich und außcrcnropäischcn Ländern erscheinenden bebräischen Schriften, die, in die Oeffentlichkeit hinansgesendet, ihr dennoch nicht angchöre», weil man von ihnen zumeist ar nichts erfährt. Ja, cs kommt nicht selten vor, daß selbst Werke von beachtenswerthcm Inhalte, neue Ansgaben, Editionen handschriftlicher Texte und Bücher von wissenschaftlicher Bccntnng nur durch Zufall in die Hände derjenigen gelangen, ne sich am meisten für sie interessire». Wenn schon ans timständen dieser Art sich die Nothwendigkcit ergiebt, der iidischen Litteratur ein dem Zwecke der Bekanntmachnng ihrer ^euen Erscheinungen dienendes Organ zn schaffe», so gebietet ies nicht minder das wissenschaftliche Interesse. Umfassende Bücherknnde, bei der besonders die ncneste Ltttcratnr nicht : versehen werden kann, ist für Jeden, der sich mit einem Wisscnsfache beschäftigt, unentbehrlich. Da nun die Angabe an Titeln, Ausgaben und dcrgl. noch lange nicht dazu anseicht, von den neu erscheinende» Schriften Kenntniß zn geben, wird mit der litterarischcn Anzeige derselben auch eine Korrespondenzen Deutschland. * Berlin, 17. März. Von Herrn Prediger S. Blumen an! Bielefeld erhalten wir das nachstehende interessante Schrci- - cn, welches der verstorbene Franz Delitzsch an ihn, der iejem sein Werk: „Gott und der Mensch" übersandt, ge- Hhricben hat: „Herrn Lehrer und Prediger Blninena», Bielefeld. Leipzig, 26. Februar 1686. Verehrter Herr! Haben Sie herzlichen Dank für die Ueberraschung, die Sie nir durch Ihr Geschenk bereitet — eine Synopse übercin- 1 iiiuiiiger Gedanken in den drei monotheistischen Religionen, welche, historisch angesehen, Eine sind; denn das Christcnthnm re der Wipfel des Stammet, dessen Wurzel Abraham ist, l >ld der Islam ist ein Absenker des Christenthnms und des - uistenthumsfeindliche» Jndenthmns. Sie hätten weiter gehen und Völkerstimmen sammeln tnnicn; denn cs giebt eine Religion in den Religionen, einen überall gleichartigen Kern: das Sehnen der Seele ans der! iottesfernc in Gottesgcmcinschaft. Wenn bei Maleachi 5, 58 Notizifirung ihres inhaltlichen Werthes zu verbinden sein. Bei einer sachlichen, unparteilichen und vorwiegend kritischen Besprechung gelangen sie auch erst zur richtigen Würdigung, wie denn die wichtigeren Thcile derselben dabei in gebührender Weise hervorgchoben werden. Eine Zeitschrift, die die jüdische Biliographie der Gegenwart znm Inhalte hat, ist auch der Ort, an welchem Vergessenes und Uebersehenes der älteren Litteratur nachgetragen und neue Ermittelungen über Schriftwerke der Vergangenheit nnd ihre Verfasser dargeboten werden. Bei dem Reichthnm des in den letzten Jahren flüssig gemachten Materials, das aber in den verschiedensten Büchern nnd Zeitschriften zerstreut ist, erweist cs sich als besonders nothwcndig, ans das Vorhandene in übersichtlichen Znsammenstellnngen hinznweisen. Das Bestehen eines Organs, welchcs als fortwährender Wegweiser ans dem Gebiete der jüdischen Littcratnr sich bewährt und nach allen den bczcichncten Richtungen hin den bestehenden Aufgaben gerecht wird, wird von vielen Seiten als wünschenswcrth erachtet nnd entspricht auch in der Thal einem nnabweisliche» Bedürfnisse. Der „Ccntral- Anzcigcr für jüdische Littcratnr" wird folgenden Inhalt haben: I. Verzcichniß, resp. Besprechung der sünnntlichen neu erscheinenden Schriften der jüdischen nnd hebräischen Lntcratnr. II. Verzcichniß von Abhandlungen nnd Aufsätzen, die das Jndenthnm nnd seine Wissenschaft betreffen, ans der allgemeinen Büchernnd Zeitschriften-Litteratnr. lll. Anzeigen von Bücherkatalogcn nnd Mittheilnugen überBuchhandcl undBücherwesen. IV. Litterarhistorische Abhandlnngen und Misccllcn. Das I. Heft dieser alle 2 Monate erscheinenden Zeitschrift wird in den ersten Tagen des Monats März ansgegeben werden. und Nachrichten. | bte Partizipien präsentisch zu fassen sind, so hat niemand je dieser tröstlichen Wahrheit einen kühneren Ausdruck gegeben als dieser Prophet. Das Ziel aller Gottcsverehrnng ist im Grunde mir d. h. der Gott der HeilSgcschichte nnd der Prophetik, der Gott des Heils, Gott der Erlöser nnd Allerbarmer. Ich habe cinmal darüber einen Aufsatz geschrieben. Wie komme ich zn der Huldigung, die Sic mir mit Ihrem Geschenke darbringenlk Ich weiß cs nicht, aber um so freudiger überrascht dankt Ihnen Ihr ergebenster Prof. Franz Delitzsch." * Berlin, 10. März. Die hierorts seit 1813 bestehende „Gesellschaft zur Verbreitung des Handwerkes und des Ackerbaues unter den Juden im preußischen Staate", versendet soeben an ihre Mitglieder ein Cirknlar, welches wir im Interesse der Sache hier gern wiedergcben. Dasselbe lautet: „Wir beabsichtigen, eine zusammenhängende Darstellung des seitherigen Wirkens unserer Gesellschaft anSznarbeiten und durch den Druck zn veröffentlichen. Diese Chronik soll Auskunft geben über die gesetzgeberische Vorgeschichte bezüglich des Ansschlnsscs der Inten vom Handwerk, über die Entstehung, die Begründer,

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