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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1890-03-14 · Heft 9 (14.3.1890) · p. Seite 142

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
54 (1890)
Issue
Heft 9 (14.3.1890)
Date
1890-03-14
Page
Seite 142 (sequence 14)
Language
German
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142 Nmiieil R. Jochvvvn's trcidirt'), N. Achnwap, N. Serikap, N. Abba, der Sohn des N. Gfjijja1), N. ©Iafav5) »»d dessen Sohn N. Jizchak"), der in dem berühmten Lehrhanse des Abahn lehrte, N. Tachlifa'), R. Simlaip, N. Jochanan, der Sohn des Jlai'h, N.Jakob^"), N.Perigoros^t nnd N.Nisa'-). Außer diesen werden an dum 80—YOStclle» dcsJernsaleinischen Talmud „die Lehrer von Caesarea"|:;) citirt. Welche Persönlichkeitc» diese Bezeichnnng in sich schließt, ist mit Bestimmtheil nicht zn ermitteln. Jedenfalls ist die ständig gebrauchte Bezeichnung ein Beweis der Bedeutsamkeit der Stadt für das Stndinm der Halacha. Ein Zeitgenosse des Abahn war auch EnsebinS von Eacsarca, geb. 270, der in Berbindnng mit seinem Freunde, dem Presbyter Pamphilins, die daselbst seit Origcncs bestandene Schule verjüngte. Er ward durch Agapus, denn Bischof von Caesarea, znm Priester geweiht und 314 zum Bischof der Stadt erwählt. Arins, der wegen seiner augcb- ') s'12p1 Sl'r« ^1 '1'dr) K1K '1, M. .yat. 20b; Jcr. 9)f. Milt. 82c, li. hasch. 59c. 2) llli« '"1- Bcr. 3d, Jer. Pei. 29b. s) Kp’IT, jp'li '1 ucr. Pcs. 28a, Frankel n. a. O. 70a. P X2X 12 xvn 'ii ms, rr-, jcx'i, Bcr. :»c; Tau. lob; Pea 15c; Cbnl. 80b. 6) plj'p, 'p, Chag. 14a, Sanh. 1-ia, Ialk. Spr. 900. 6) liJ-pX 12 pnr1 '1- Bick. UZcl 87s ->-^'-^7 p-'s-s- '7,1 s'ILpi ^1112 X12122 11p 12 p,1L' '1 vgl. Temai 24c, 25b. Tauch, ed. Bub er ppplTC 1 T Csodf. Mi ob 00, vgl. Ialk. Stof). 072; Mol), r. 5, 10. 7) '"PCpT 'P/ Red. 40d, Sota 20d; Tauch, ed. Stettin pnpi b; Tau. 05a; B.Tau. 15b; OJcn. r. 28; Ialk. Lev. ''47, <154; OcUM. 78-. H) 'P ^cv. r. 41. ') ]Z pmn 'p Tos. Succa 1, 0 — allerdings fraglich, ob |PPE.P dort nicht vielleicht Caesarea Philipp! bedeutet, vielleicht mit p^ pHT 'P Sabb. Gd ibcutiid). Frankel läßt diesen in seinem Mebo unerwähnt. ^p^pp Zpt^ 'P, Gen. r. 14; vgl. Sch. tob. zu Ps. 80, wo R. ch'ach mau in dessen Rainen tradirt; in Ialk. Ps. 820 wird dasselbe im Rainen eines :)i. XMtiba aus Caesarea mitgetheilt; vielleicht ist za lesen, vgl. Crnb. 18d, wo die ppLpp p^p im 2camen eines Oi. llfbci tradireu. u) r,WIS 'P- Jer. Ter. 04a; Ccha r. 4, 1!'; der 2came ist sonst dem talm. Schriftthum fremd, im spateren öfters vgl. Zuuz Ges. Schr. II, S. 17 u. 44. 12;8CP 'P Csth. r. 2, 0; Introd. zu Ccha r. 20. 1S) pPCpP pHP1 Jer. Ber. 7c; 10a; 14b; Temai. 22c; Sehebi. 40b, 34a, 46a; Mil. 42a; Ter. 45a; 17a; 2)taas. sch. 54b, 51a, 55a; Fhalla 57b; 50d; Orla G2d; Bit. 05c; Sab. 2d, 4a, 4c, 4b, 5a, Ga, 7d, 8a, Ob, lOd, 14a, 14c, 14d, 10b, 17a; Crnb. 18c, 10c, 20b, 28c, 40b, 42b; Ioma 42c, 45a; Sehet. 47c; Sncea 52a, 54c, 54b, 55a; Pes. 40a; 0t. hasch. 50c; Tau. 07a; Meg. 72b: Chag. 70c; Mat. 81b, 82a; Jeb. 5c, 0a, 10c, 11b: Met. 4,0a, 41c; 9Reg. 49c, 42b; Gitiiu 40a, -10c, 47c; 2cas. 54d, üb.; 8111>. 58c, 50c, 04a, 05d; Sa uh. 25b, 20b; Mal'. 41d; Scheb. 4>4b; 2lb. s. 41a, 4 Id, 44d; Ialk. (8en. 01. liehen Irrlehren ans Alexandrien Vertrieben wurde, fand in ihm, der die Irrlehren nicht für erwiesen hielt, einen warmen Beschützer, wodurch aber auch er im Verruf des Arianismus kam. Im Jahre 445 beabsichtigte Konstantin die Kirche einznweihen, die er in Jerusalem an der Stelle, wo angeblich das Grab Christi sich befand, erbaut hatte. Damit die durch Streitigkeiten in der Kirche erhitzten und entzweiten Kirchenfnrsteii beruhigt der Feier anwohnen könnten, ließ der Kaiser durch C'usebins, dem er besonders geneigt war, ein Concil für dasselbe Jahr nach Caesarea einbernfen. Allein die Berathungen führten so wenig znm Frieden, wie die folgenden au anderen- Orten. Angeregt durch Pamphilins, der um 409 den Märtyrertod erlitten, wurde Eusebius ein warmer Verehrer des Origenes, dessen Herapla er im Vereine mit seinem Freunde heransgab. Zn den bedeutendsten Schriften des Eusebius gehören: die Praeparatio evangelica liiib die Demonstratio evangelica. In | ersterer, die in 15 Büchern auf uns gekommen, sucht er das! Haltlose, ja Thörichte der heidnisch-religiösen und religiösj philosophischen Anschauungen zu widerlegen und zn beweisen,! daß nur das Jndenthum allein religiöse Wahrheiten zu bieten 1 im Staude ist. In den 10 ans uns gekommenen Büchern j der Demonstratio evangelica hingegen tritt er wieder den! Inden entgegen und sucht zu beweisen, die Juden mutzten! zum Christenthum halten, da dieses auf den Verheißungen des a. T. sich erhebt und demnach als dessen Crfüllnng angesehen und auerkaunt werden müsse. Das berühmteste Werk des Eusebius ist seine Kirchengesehichte. Ein Moment aus dem 8. Buche derselben, c. 0, sei hervorgehoben. Daselbst berichtet er von etwas Seltsamen, das sich zur Zeit der Dioclatiauischen Verfolgung ereignete. Bei reiner Luft und heiterem Himmel begannen die Säulen Caesarea's eine Art Thränentropfen zu vergießen, so daß die Menschen sagten, die Erde weine, weil sie das Frevelhafte des damals Geschehenen nicht zu ertragen vermöge. Als Geschwätz und Fabel, so fügt er hinzu, wird Späteren das Gesagte erscheinen, nicht so Jenen, denen der Zeitpunkt selbst die Wahrheit der Sache bekräftigt hat. Cs ist dasselbe Ereignis;, das der Talmud gelegentlich seines Berichtes über den Tod Abahn's mittheilk.') Schüler und Nachfolger des Eusebius war Acacins, seit 410 Metropolitoou Caesarea.Z Wegen der Metropolitanrechte gerieth er in Streit mit Cyrill, dem Bischöfe von Jerusalem. Der Antagonismus der beiden Städte dauerte nämlich auch spater noch in der christlichen Kirche fort. Die Bischöfe von Jerusalem, die dem Bisthume von Caesarea nntergeordnet waren, versuchten es, gestiitzt ans die Rechte, die ihnen das Coneil von Nicaea (425) zngestanden hattech, lange aber vergeblich, sich von Caesarea frei zu machen. In Folge des Streites entsetzte Acacins den Cyrill seines l) vgl. Joel, Blicke I. S. 87. 0 vgl. Cpiphau. liaeres 74.;ij vgl. Theodore!, hist. eccl. Y. 0.

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