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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1897-01-22 · Heft 4 (22.1.1897) · p. Seite 44

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
61 (1897)
Issue
Heft 4 (22.1.1897)
Date
1897-01-22
Page
Seite 44 (sequence 8)
Language
German
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vv zk 44 dieser Vorsatz, der in jedem Falle bleiben wird, durch^die Pflicht der Dankbarkeit für einen Vorschuß zu einer allgemein-nützigen Sache noch eifriger werde. Sie wünschen es auch, mein lieber Herr Moses. Bleibt es bloß Wunsch, so senden Sie die Reverse zurück. Weder Inhalt noch Gestalt dieses Schreibens wären so, als sie sind, wenn ich mit minderer Hochachtung und Zuversicht, oder nur mit einer mäßigen wäre Ihr von Herzen ergebener Freund und Diener Altona, am 25. März 1768. I. B. Basedow. IV. Der Grabstein der Fromet Mendelssohn — auf dem Altonaer Friedhof — trägt folgende Inschrift: Hier ruht Frau Fromet geb. Gugenheim Wittwe Moses Mendelssohns geb. 2. Oet. 6498 gest. 15. März 6572. a"Ö n:aPs bl dwu annaa'na na aana nna rwpin wart rrsrn mwn #"■> "» an nnPw bl jnwDpjn:ya ntra V'na p"aP a'r'p'n pa "i "n "n nnapn pi "a an nnaa: p' n"a-tfTn v. Notiz Mendelssohns in einem von ihm benutzten Thoraexemplar (im Hamburger Privatbesitz). bv ms« nSm np"' nn naiaan naan PraP?]Pk nmm n"nn naann *pis6 •>*? iPwnP mar Pa: im man iPa: a« '\m :*on \m tmna nnauP mpai nra na pair im mna ntra 'Pr naia n'n ma lmaaa naa 'bx man rria' rria :"apnn naa 'a pPna na Warna n"nPi Prn:ra an:a mmrP (Tausend Dank dem Besitzer dieses herrlichen Buches sOxforder Mscr. im Besitz der Familie Ulmann; auf dem Titel wird auch die Talmudhandschrift erwähnt, von der Rabbinovicz, Variae Lectiones I S. 36 spricht) für die liebenswürdige Erlaubnis, es bei der Drucklegung meiner Toraausgabe benützen zu dürfen, die hoffentlich nächsten Nissan zum Abschluß kommt! Zu Gegendiensten nach Kräften bereit: Moses Mendelssohn aus Dessau. Berlin, 20. Lebet 6543.) .VI. Aus einem Briefe Schelliugs an Prof. Meyer: „Was Sie mit einer Gewißheit, die keinen Zweifel verstattet, von Lessings Denkart in Bezug auf Mendelssohn mir mittheilten, war mir in sofern merkwürdig, als ich Jaeobi'n nicht einmal von dieser Seite im Unrecht glaubte". . . . (Bgl. Arch. f. Gesch. d. Philos. IX, 4 S. 449 f.) Die Ehre in -er Bidet. Von Dr. Josef Stier, Rabbiner in Berlin. II. Die Ehre bei Leblosem. ^ie schon angedeutet, findet hier eine Art Uebertragung menschlichen Empfindens und Denkens auf die Sache statt. Die Auffassung, als läge in der Sache selbst die Ehre oder haftete ihr an, ist dann gerechtfertigt. Beispiele hierfür (wo das Leblose theils Nomen theils Verb ist) sind nicht zahlreich, und hat kabod daselbst die Bedeutung von Pracht, Fülle, Menge, Reichthum. Der Prophet Jesaia droht dem Hausverwalter Sebna, daß er nicht lange seines Amtes walten werde. Außerhalb Jerusalems wirst du sterben, „dahin werden kommen die Wagen Deiner kabod" (22, 18), was natürlich Prachtwagen bedeutet. An anderer Stelle schildert Jesaia einen heranstürmenden Feind, dessen Machtfülle und Menge getilgt wird, mit den Worten: „Die kabod des Waldes und seines Baumgartens wird er vernichten an Seele und Leib" (10,18). Kabod wird zuweilen mit ntrir in Verbindung gebracht und bedeutet Reichthum. Der Begriff von „Fülle", „Menge" liegt wieder zu Grunde. Kabod steht theils selbst für Reichthum, theils geht es mit ihm parallel. So spricht der Psalmist: „Fürchte nicht, so Jemand reich wird, seines Hauses kabod sich mehrt. Er nimmt, wenn er stirbt, dies alles nicht mit, seine kabod folgt ihm nicht nach." (Ps. 49, 17, 18.) Ahasverus, der König von Persien, prahlt mit der kabod, der Schwere seines Reichthums (Esther 1, 4), ebenso Haman (das. 5,11). niaai ntTir* Reichthum und Ehre werden oft zusammen genannt, sie sind aber Begriffe, die nichts mit einander gemein haben, sie werden daher durch das kopulative waw verbunden. Die innige Verknüpfung beider, daß das eine zum status eonstruetus des anderen wird, kommt nur in den erwähnten zwei Stellen vor. Obgleich diese Verbindung im oben angeführten Sinne aufzufassen ist, ist es doch möglich, daß der Verfasser der Estherrolle die niedrige Gesinnung Hamans und Ahasverus' damit zeichnen wollte, daß sie im Reichthum auch die Ehre sehen. Ist in den genannten Fällen die kabod als dem Leblosen anhaftend oder auch innewohnend'gedacht, so giebt es andere Fälle, wo das Leblose in Beziehung zu Menschen oder zu Gott gebracht ist, da entweder Subjekt oder Objekt der Ehrung sein wird. Hier hat das Leblose das sinnliche Moment zum Theil abgestreift und greift hinüber in das abstrakte Gebiet. Wie Opfergeräthe, Kultusstätten u. s. w., die, insofern sie der Materie entstammen, an sich nicht heilig sind, in dem Augenblicke aber als heilig angesehen werden, in dem sie zu dem Göttlichen in Beziehung gebracht werden, so auch alles mit kabod verbundene Leblose, wenn es zu Ideellem, Menschlichem oder Göttlichem in Beziehung tritt. Hierzu zählen wir die kabod Jerusalems, wie des einstigen Nationaltempels daselbst. Der Prophet sieht, wie die zerstörte Stadt wieder aufgebaut wird; er ruft den Freunden Jerusalems zu: „Freuet euch Jerusalems, frohlocket in ihr, alle, die ihr sie liebet ... ob der Fülle ihrer kabod." (Jes. 66, 10, 11.) Noch in größerem Maße gilt dies vom Gotteshause. Die einst aus Babel zurückkehrten, weinen beim Anblick des zweiten, neuerbauten Tempels. Er hält den Vergleich mit dem ersten, unter Salomo erbauten, nicht aus. Der Prophet spricht ihnen Muth zu: „Ich fülle (spricht Gott) dieses Haus mtt kabod" und „größer wird sein die nachmalige kabod dieses Hauses als die frühere". (Hagg. 2, 3 ff.) Auch der Sabbath soll als bevorzugter Tag Gegenstand der Ehrung sein. „Wenn du ihn ehrst, daß du deinem Tagewerke nicht nachgehest. . . dann magst du dich des Ewigen freuen, und er läßt dich einherfahren auf den Höhen des Landes." (Jes. 58, 13.) Die Weisheit tritt auf und verspricht wenn du ihr nachstrebst, Reichthum und kabod. Zuletzt sei noch des Oelbaumes gedacht, der stolz sich rühmt: „Soll ich lassen mein Fett, wegen dessen mich Götter und Menschen ehren?" Betont muß hier erstens werden, daß die dem Leblosen durch seine Beziehung zu dem Religiösen, Göttlichen zutheil gewordene kabod auch dann , nicht schwindet, wenn zeitweilig jene Beziehung unterbrochen wird oder ganz aufhört. Jerusalem bleibt die ehrwürdige Stadt für alle Zeiten, wenn auch die Auserwähltheit, deren sie sich einst rühmen konnte, heute bestritten wird. Dinge dieser Art behalten ihre kabod auf Grund der Bevorzugung, deren sie sich einst erfreut hatten. Zweitens sei der Anschauung Raum gegeben, daß, obgleich wir eine Entwickelung des Wortes kabod annehmen und darum auch vom Leblosen zum Lebenden fortschreiten, die Anwendung der kabod bei Leblosem möglicherweise erst später stattgefunden hat

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