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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1889-03-07 · Heft 10 (7.3.1889) · p. Seite 154

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
53 (1889)
Issue
Heft 10 (7.3.1889)
Date
1889-03-07
Page
Seite 154 (sequence 10)
Language
German
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154 Anhalt. 1 Baden. 1 Bayern. 3 Hamburg. 1 Hessen (Großh.). 4 Meiningen.... 1 Oldenburg.... 1 Weimar. 1 Preußen: Prov. Hannover... 1 „ Hessen-Nassau. 8 „ Posen. 1 „ Rheinprovinz. 1 „ Schlesien ... 1 „ Westfalen... 1 „ Westpreußen _._1 27 Mit vollem Recht und mit befriedigendem Bewußtsein darf sich die Achawa sagen, daß es ihr auch im abgelaufenen Jahre gelungen ist, manche bekümmerte Herzen getröstet und das harte Loos trauernder Wittwen einigermaßen gelindert zu haben. Daß die Achawa allmählich auch in weiteren Kreisen die erstrebte und wohlverdiente Anerkennung gefunden hat, beweist uns zu unserer Freude der im Laufe dieses Jahres in den Städten Mannheim, München und Wiesbaden, sowie im vorigen Jahre in Mainz erfolgte zahlreiche Beitritt von Ehrenmitgliedern. Gerne geben wir hierbei der Hoffnung und dem Wunsche Raum, daß dieses edle Beispiel auch in den übrigen wohlhabenden israelitischen Religionsgemeinden unseres deutschen Vaterlandes vielfache Nachahmung finden möge! Bei Beginn des Jahres 1888 betrug die Zahl unserer activen Mitglieder 272. Bon diesen verloren wir 8 durch den Tod (die Herren Abel in Dessau, Eisemann in Lichtenfels, Gutkind in Zierenberg, Herzberg in Hannover, Leermeester in Kestrich, Liepmannsohn in Lippstadt, Schimmel in Oberingelheim und Strauß in Hamburg) und 2 durch freiwilligen Austritt. Durch den Eintritt von 16 neuen Mitgliedern (S. 13, IV.) hob sich die Zahl der activen Mitglieder am Anfang d. I. auf 278. Die Zahl der Ehrenmitglieder beläuft sich auf 813. In den letzten fünf Jahren hat die Achawa an Unterstützungen verausgabt: In der Zusammensetzung des Vorstandes hatte eine Aenderung stattfinden müssen. Herr Oberlehrer I. Blum fand sich aus Gesundheitsrücksichten veranlaßt, das Schriftführeramt niederzulegen, welches auf unser Ersuchen Herr vr. Alfred Löhren mit dankenswerther Bereitwilligkeit übernahm. Wir glauben schon jetzt bei Ueberreichung dieses Berichtes unsere verehr!. Mitglieder darauf aufmerksam machen zu sollen, daß in Gemäßheit eines Beschlusses der Generalversammlung vom 28. September 1885 im Herbste d. I. die statutenmäßige siebente Generalversammlung hier abgehalten wird. Wir richten daher zugleich an unsere sämmtfichen verehr!. Mitglieder die Bitte, ihre allenfallsigen Anträge oder Vorschläge zu Statutenänderungen uns sobald als möglich zugehen zu lassen, damit wir dieselben zeitig zur Veröffentlichung bringen können. Von den uns im Laufe des verflossenen Jahres gewordenen Zuwendungen heben wir mit besonderem Danke hervor eine durch Vermittelung des Herrn vr. Simon Maas uns überwiesene Spende eines Ungenannten von 200 M., sowie ein Legat des in Wiesbaden verstorbenen Rentners, Herrn Adolf Schwerin aus Clausthal, im Betrage von 1000 M. Ebenso gedenken wir mit anerkennendem Danke der rührigen Thätigkeit, welche mehrere Mitglieder im Laufe des Jahres zu Gunsten unseres Vereins entwickelt hatten in Folge deren sie nicht unbedeutende Summen unserer Casse zu überweisen im Stande waren. Mögen die Bemühungen dieser aus dem Gabenverzeichnisse zu entnehmenden Förderer unserer guten Sache zu häufiger Nachahmung anspornen! Zum Schluffe richten wir an alle unsere Mitglieder und Gönner die herzliche Bitte, in ihrer Opferwilligkeit nicht nachzulassen und uns durch wirksame Unterstützung unser segenvolles Werk fördern zu helfen! Frankfurt a. M., Februar 1889. Im Aufträge des Vorstandes: Adolf Teblöe, Vorsitzender. im Jahre 1884 . . . M. 8520.— „ „ 1885 . . . „ 8910 — „ „ 1886 . . . „ 10186.— „ „ 1887 . . . „ 10769.— „ „ 1888 ,. . „ 11460.- Während der 24 Jahre ihres Bestehens hat die Achawa M. 140,608.— zur Vertheilung gebracht. Das Vereinsvermögen beträgt nach Abzug der zu Jahresunterstützungen verwendeten Summe von M. 9650 (siehe S. 16) am Anfänge d. I. im Nennwerth M 157,124.66 (s. Bilanz. S. 15). Münster (Westfalen), 26. Februar. (Privatmitth.) So lange die A. Z. d. I. erscheint, hat sie die Aufmerksamkeit ihrer Leser stets auf die Marks-Haindorf'sche Stiftung gerichtet, welche die Bildung jüdischer Elementarlehrer und die Beförderung von Handwerken und Künsten unter den Juden zum Ziele hat und nun bereits über 60 Jahre ihre Wirksamkeit entfaltet. Ueber 300 Lehrer, welche die seminaristische und die Staatsprüfung bestanden haben, sind bereits aus dieser Anstalt hervorgegangen und haben in den beiden Provinzen, für welche die Stiftung besteht, Westfalen und Rheinprovinz sich durch die gute Schul- und Volksbildung, die sie verbreiteten, große Verdienste erworben. Was

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