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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1886-05-18 · Heft 21 (18.5.1886) · p. Seite 331

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
50 (1886)
Issue
Heft 21 (18.5.1886)
Date
1886-05-18
Page
Seite 331 (sequence 11)
Language
German
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881 des Senats wird auch diese Fraze zur Verhandlung kommen. I forderung zur Betheiligung an die Oeffentlichkeit treten wird. Diese höchst betrübende Maßnahme wurde durch das Fehlen — Es ist nützlich, die segensreichen Wirkungen eines wohlvon 2349 Juden bei der letzten Einberufung .zum Militärorganisirten Armenwesens auch in Mittelgcmeinden von 5 bis dienst angeregt. — Das Generalcommando in Warschau hat 600 Seelen zu beobachten. Veranlassung giebt uns hierzu die Vergebung von Lieferungen fürs Militär an Juden für der Rechenschaftsbericht des israelitischen Armeu-Vereins zu die Zukunft untersagt. — Auch wurde, wie Odessaer Zei- Bonn, der jetzt über ein Dutzend Jahre besteht. Seine tungen melden, vom Minister des Innern den Juden ver-- Einnahmen beliefe» sich im Jahre 1885 auf M. 4634. An hilfsbedürftige Bonner gewährte er M. 1603 (gegen M. 1300 des Vorjahres und an Arme der Umgegend und an Durchreisende M. 1819 (gegen M. 1600 des Vorjahres). Außerboten, Kirchenlichter zu verkaufen. Bulgarien. Paris, im Mai. Das jüngste Bulletin des All. isr. univ. bringt eine Mittheilung aus Samakoff, Bulgarien. dem verausgabte er M. 107 für Mazzoth. Durch seine Wirksamkeit ist es erzielt ivorden, daß nur selten jüdische Man schreibt von dort: Seit dem Friedensschluß kehren die! Bettler die Privathäuser besuchen. Hierfür erwarb er sich israelitischen Reservisten zu ihren Familien zurück. So auch! auch Anerkennung, die sich durch verhältnißmäßig reiche die hiesigen. Einer von diesen hat sich für das stehende! Spenden für den Fond bethätigte. (Auch von mehreren an- Heer anwerben lassen, einer ist auf dem Schlachtfelde gederen Orten erhielten wir die Mittheilung, daß durch die gut blieben. Man hofft, daß unsere Stadtbehörde seiner Witwe organisirten Armenvereine die Abnahme der gewerbsmäßigen eine kleine Pension gewähren werde; bis jetzt hat sie von Wanderbettelei recht bemerkbar wird. Redakt.) — Die jener einige Unterstützung und Naturalien erhalten. — Man Familie Mendelssohn in Berlin hat der dortigen Unihat uns unterrichtet, daß in Zukunft die Prozesse zwischen versität M. 150,000 zu einer Moses Mendelssohns-Stif- Juden und Nichtjuden nicht mehr, wie dies bis jetzt geschehen, j tung zu Stipendien für dort Studirende überwiesen. — Am am Sabbath verhandelt werden würden. Dies beweist aber-! 23. April verstarb iw Stephansfeld der Rabbiner Dr. B. mals, daß die bulgarischen Behörden die Juden mit großem! Friedmann. Die „Neue Bad. Landesz." vom 30. April Wohlwollen behandeln. l bringt ein „Eingesandt", das einen enthusiatischen Nekrolog ™ c"fr j enthält. Wir entnehmen demselben Folgendes: Geboren in PU Us MU. j jgempen (Grgßh. Posen) wurde er frühzeitig von den tal- Paris, im April. (Nach dem Aprilbulletin der Ali.! niudischen Capazitäten seiner Vaterstadt in das Studium der isr. naiv.) In der jüdisch-russiscben Colonie Petach-Tikva jüdischen Theologie eingeführt. In Breslau, wohin seine bei Taffa bemerkte man am 28. März, daß zehn Esel, die Eltern verzogen waren, absolvirte er das Friedrichsgymnasinm den Bauern des benachbarten Dorfes Malaba gehörten, dasj und die Universität, auf welcher er sich dem Studium der Getreide der Colonisten abweideten, hielt sie an und führte Philologie und Philosophie widmete und mit den bedeutendsten sie nach Taffa zum Gerichtshöfe. Am anderen Morgen über- Männern dieser an geistiger Zierde so reichen Stadt wie fielen 200 Bauern die Colonie, plünderten die Häuser, rissen Brauiß, Elvenich, Roßbach, Westphal, Nissen, Geiger, Grätz, die jungen Bäume ans, schlugen 4 Colonisten und eine alte j Berthold Auerbach, Eduard Laster und Ferdinand Lassatte, Frau, die in Folge dessen starb und führten die Viehheerde! dessen Lehrer er gewesen, de» lebhaftesten geistigen Verkehr der Colonie fort, die sie nach Taffa brachten. Der Gouverj unterhielt. Er bekleidete das Rabbinat in Rakel und wurde neur von Jaffa wurde davon in Kenntniß gesetzt, nahm! auf Empfehlung Berthold Auerbach's zur Uebcrnahme des ihnen die Heerde ab und jagten die Bauern davon. Mehrere. Mannheimer Stadtrabbinats berufen. Im Großherzogthum europäische Viceconsuln nahmen sich der Sache eifrigst an, j Pose» vertrat er durch Wort und Schrift das Deutschthum und es wurden bereits an 30 Araber, die Hauptanstifter, gej gegenüber den nationalpolnischen Bestrebungen und während der Confliktzeit in Preußen stand er auf der Seite der Fortschrittspartei, die ihm ein Mandat für das Abgeordnetenhaus angetragen. Zur Zeit der kirchlich-politischen Reaktion trat bei der Lässigkeit und Parteilichkeit der türkischen Behörden er am Ende der vierziger Jahre als Journalist in Breslau der Fall war. der Kreuzzeitungspartei entgegen und verfocht mit großem Geschicke und mit scharfer Feder die Forderungen des freisinnigen deutschen Bürgerthums. In Gemeinschaft mit Grätz sanglich eingezogen. Man erwartet, daß die strenge Bestrafung der Uebelthäter in Zukunft dergleichen Vorfälle verhindern werde, und so die Sicherheit ungestörter bleibe, als es früher Bonn, 9. Mai. (Notizen.) Man schreibt von Berlin: Ludwig Börne's hundertjähriger Geburtstag soll auch Trat er den reaktionären Bestrebungen Stahl's und Bauer'» hier festlich begangen werden. Es hat sich zu diesem Zwecke j auf wissenschaftlichem Gebiete entgegen und veröffentlichte ein freies Comitö aus Gelehrten, Parlamentariern, Schriftmehrere gegen die Tübinger Jahrbücher gerichteten wissenschaststellern u. s. w. gebildet, welches demnächst mit einer Auf-1 lichen Arbeiten über „die Fortdauer des Opfercultus nach der 21*

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