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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1886-04-06 · Heft 15 (6.4.1886) · p. Seite 233

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
50 (1886)
Issue
Heft 15 (6.4.1886)
Date
1886-04-06
Page
Seite 233 (sequence 9)
Language
German
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233 die ungarische Literatur des 16. und 17. Jahr-1 Literatur", und es ist jedenfalls ein dankenswerthes Unterhunderts. Die beiden ersteren behandeln mit vielem Fleiß ‘ nehmen, den Einfluß der heiligen Schrift auch in der unnnd anerkennenswerther Gründlichkeit, mit sorgfältiger Begarischen Literatur nachzuweisen. Dies ist dem Verfasser Nutzung der Quellen und der neueren Literatur, zwei wohl vollständig gelungen und wünschen wir, daß er seine hübsche nicht hervorragende, aber jedenfalls bedeutende Erscheinungen1 Arbeit vervollständige, den ungern vermißten Pster PLimmy, des Mittelalters. Herzog bearbeitet auf Grund der von der eine der bedeutendsten Erscheinungen der ungarischen Geschichte ungarischen Akademie derWissenschaft herausgegebenen „Samm- und Literatur, in den Kreis seiner Untersuchungen ziehe und lung alter ungarischer Dichter", ein Thema von allgemeinem auch den Einfluß der Bibel auf spätere Dichter, wir erinnern Interesse, das eingehende Behandlung verdient. Der Einfluß bloß an Arany und Jokai, schildere. — Wir scheiden mit der Bibel auf die Weltliteratur ist schon oft geschildert voller Befriedigung von den drei kleinen Schriften und worden, wir nennen bloß den von Professor Salvator de hoffen, den Verfassern bald wieder aus literarischem Gebiete Beneditti in Pisa bei der Eröffnung des Studienjahres 1884/5 zu begegnen. vr. E. Neumann, gehaltenen Vortrag: „Das alte Testament und die italienische : %£Üt41/VCJ W\<XC fj ticfjkeYl. Deutschland. Bonn, 30. März. Wir werden um Abdruck des folg. Aufrufs ersucht: „Am 3. und 4. Juni 1886 begeht die Samsonschulc in Wolfenbüttel die Wiederkehr des Tages, an welchem sie vor hundert Jahren gestiftet ist. Der Feier dieses Tages, welcher auch für die Geschichte des deutschen Judenthums ein denkwürdiger ist, sich anzuschließen, wird gewiß denfrüherenZöglingen derAnstalt einHerzensbedttrfmß sein. Giebt ihnen dieselbe doch die beste Gelegenheit, die persönlichen Beziehungen und Jugenderinnerungen, welche sich an die Anstalt knüpfen, wieder aufzufrischen, und ist doch gerade dieses Jubiläum der würdigste Anlaß, durch ein einheitliches Zusammenwirken ihrer Anhänglichkeit und Dankbarkeit gegen die Samsonschule ein bleibendes Denkmal zu setzen! Als ein solches ist die Gründung eines Fonds in An« regung gebracht, der im Princip dazu bestimmt sein soll, ehemaligen hülfsbedürftigen Samsonschülern, bezw. solchen Zöglingen, welche die Anstalt verlassen und sich einem Handwerke, einer Kunst oder einer ihren besonderen Anlagen entsprechenden Carriöre widmen wollen, Unterstützung zu gewähren. Auch den zahlreichen Freunden und Gönnern der Samsonschnle dürfte diese Gelegenheit willkommen sein, ihrer Anerkennung Ausdruck zu geben für das segensreiche Wirken genannter Anstalt. Das Unterzeichnete Comit« richtet daher an alle ehemaligen Zöglinge der Samsonschule sowie an deren Freunde und Gönner die ergebene Bitte, sich recht zahlreich an der Feier des Jubiläums zu betheiligen und durch Zuwendung von Beiträgen dem Fonds einen zweckentsprechenden Umfang zu geben. Das Bankhaus William Rosenheim & Co. in Berlin W., Unter den Linden 33, hat sich gütigst bereit erklärt, Beiträge entgegcnzunehmen, und wolle man solche bis zum 15. April d. I. per Postanweisung oder per Wechsel auf Berlin genannter Firma zusenden." Berlin, im Januar 1886. Das Comitö: Hermann Jacobson, Dr. juv., Ehren-Präsident. Moritz Meyer, Vorsitzender, Königgrätzerstraße 95. General - Consul Raphael Eisenmann, Stellvertretender Vorsitzender, Bellevuestraße 16. Julius Linnemann, Schriftführer, Hollmannstraße 36. Berlin, 24, März. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde die Wahl Ritter's beanstandet. Dem Schüler der technischen Hochschule, Rosenblum aus Warschau, einem Sohne des belgischen Konsuls dort, ist vom hiesigen Polizei-Präsidium der Ausweisungsbefehl zugegangen. Der junge Mann, dem aufgegeben war, Berlin innerhalb drei Tagen zu verlassen, ist bereits am Sonnabend von hier abgereist. Schon vor einiger Zeit erhielt der Ansgewiescne einen derartigen Befehl auf 8 Tage lautend, es gelang ihm aber, denselben rückgängig zu machen. Rosenblum war Mitglied des polnischen Studentenvereins. (Dies letztere wird wohl das Motiv der nunmehrigen Ausweisung gewesen sein.) Berlin, 25. März. Bei der Verhandlung im Abgeordnetenhause über die Wahl Stöcker's haben es die Conscrvativen nicht daran fehlen lassen, ihren Liebling zu vertheidigen. Die Wahlprüfungscommission beantragt, die 15 %

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