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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1869-11-02 · Heft 44 (2.11.1869) · p. Seite 881

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
33 (1869)
Issue
Heft 44 (2.11.1869)
Date
1869-11-02
Page
Seite 881 (sequence 5)
Language
German
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881 jetne besondere Meinungen und Vorschläge erstehen, diese sich dennoch in den dort angegebenen Plan einordnen werden. Als das nächste Resultat stellt sich aber das als unbedingte Nothwendigkeit heraus: Daß sich aller Orten Subcomites bilden, um durch Beiträge, möglichst regelmäßige, die nöthigen Geldmittel zu beschaffen. Ohne diese Subcomites, welche den nervus rerum gerendarum, das Geld, beschaffen, sind alle Meinungsäußerungen und alle Pläne umsonst. Wir haben zur Bildung solcher wiederholt aufgefordert, aber der Erfolg war bis jetzt noch kein annähernd genügender. Wir ersuchen daher nochmals alle Theilnehmenden, nach dieser Richtung hin thätig zu sein, und uns darüber Mittheilung zu machen. Die gesammelten Gelder können einstweilen belegt werden, bis, auf Grund genügender Resultate, die Centralkasse sie einziehen wird. Aus San Francisco meldet man: Eine Anzahl unsrer hervorragenden Glaubensgenossen versammelten sich am Sonntag den 19. September in der B'nai B'rith Hall, um über die geeigneten Schritte zur Organisation einer Einwanderungsgesellschaft zu berathen, zu dem Zwecke, unfern armen Brüdern die Auswandrung nach Ländern zu ermöglichen, wo sie .sichern Lebensunterhalt finden. Das Meeting war auf Veranlassung des Herrn M. L. Citron, der diese Angelegenheit vorzugsweise in die Hand genommen, zusammenberufen; derselbe besprach in kurzer Form den Gegenstand. 'Er sagte, daß ihre Bemühungen schon von Erfolg gewesen, und daß es ihre Absicht sei, eine Gesellschaft zu organisiren, die es sich zur Aufgabe mache, die Lage der Israeliten in der andern Welt zu verbessern; ähnliche schon im übrigen Europa bestehende Gesellschaften zu unterstütze», in der Absicht, ihre Maßnahmen auch auf alle die Juden auszudehnen, die in Europa in gedrückten Verhältnissen leben. Sie sind von dem Wunsche beseelt, deren Lage zu verbessern und ihnen die Gelegenheit zur Auswandrung in dieses Land zu bieten, wo es ihnen bei ihrem Gewerbfleiß möglich werden würde, frei und glücklich zu leben. Nach gegenseitigem Meinungsaustausch ward beschlossen: sich bis zu nächstem Sonntag, wo eine permanente Organisation hergestellt werden soll, zu vertagen. — Das in vor. Nummer gegebene Memorandum ist an vielen Orten sehr gut ausgenommen worden, und wird es als Basis der Operationen angesehen. — Herr Crsmieux ist von Berlin nach Paris zurückgekehrt, und wird sich jetzt nicht nach Petersburg begeben. Die persönlichen Freunde des verehrten Greises können mit diesem Entschluffe nur zufrieden sein, da die rauhe Jahreszeit für eine solche Reise in dem hohen Alter nicht zuträglich sein kann. — Eingelaufen: von Lehrer Ostwald in Witten lges.) 14 Thlr. 15 Sgr. 6 Pf. Demnach beträgt die jetzt bei uns eingegangene Summe, nämlich frühere Reste 13 Thlr. 5 Sgr. 4 Pf., Nr. 34. 19 Thlr., Nr. 36. 3 Thlr. 17 Sgr. Nr. 39. 20 Thlr. Nr. 41. 47 Thlr. Nr. 42. 270 Thlr. 1 Sgr. 3 Pf. N. 43. 7 Thlr. 28 Sgr. Nr. 44. 14 Thlr. 15 Sgr. 6 Pf. — Summa: 395 Thlr. 7 Sgr. 1 Pf. — Literarischer Wochenbericht. Bonn, 20. Oktober. Soeben erhalten wir: „Verhandlungen der ersten isr aelitischen Sy n ode zu Leipzig, vom 29. Juni — 4. Juli 1869, enthaltend: Protokolle, stenographische Niederschriften rc. Berlin, Louis Gerschel's Verlagsbuchhandlung. 1869." S. 260. gr. 8. Die Durchsicht des Buches erweist uns, daß die Redaktion mit Umsicht und Unparteilichkeit zu Werke gegangen ist, das vorliegende, ziemlich verworrene Material mit Fleiß geordnet und das Ganze gewissenhaft behandelt hat. Wir vermissen in dieser Ausgabe nichts Wesentliches, so daß nur unbedeutende Formalitäten ausgeschieden wurden. Es kann sich nun Jedermann von dem, was auf der Synode besprochen, verhandelt und beschlossen worden, eine vollständige Kenntniß verschaffen. Nicht unerwähnt wollen wir lassen, daß aus dieser Schrift man sich auch überzeugen kann, wie getreu die Berichte über die Synode in dies. Zeit, waren. — La liberts de l’enseignement et les Universitas. Discours prononce en seance publique, ä la Couverture des cours, le 11. Octobre 1869, per le Docteur Gluge, recteur de l’universite libre de Bruxelles pour l’annee academique 1869—1870, Professeur a la facultö de medecine. Bruxelles 1869. Der Verfasser gehört zu denen unsrer Glaubensgenossen, welche das preußische Unterrichtsministerium durch den Aus-

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