Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 33 (1869)
- Issue
- Heft 22 (1.6.1869)
- Date
- 1869-06-01
- Page
- Seite 430 (sequence 6)
- Language
- German
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kehrtheit derer zu sprechen, welche der Umgestaltung deS jüdischen Gottesdienstes ihr Veto entgegenstellen. — Wir schließen heute hiermit den Bericht, vevrathen aber dem Leser zugleich, daß während der Abfassung bereits neue Sendungen eingetroffen sind.*) Zur Synodalversammlung. XVII. Die Beschickung der Synode haben ferner angemeldet die Gemeinden in Rinteln, Sachsenhagen, Hessen-Oldendorf. Die Anträge der Commission für Eherechtliche Fragen sind bei uns noch nicht eingegangen, doch werden wir im Stande sein, in der nächsten Nr. desfallsige Anträge zu veröffentlichen. Wir erhalten aus der Mitte einer kleineren Gemeinde die Anfrage, ob aus der Beschickung der Synode dauernde Lasten und Verpflichtungen für ihr Gemeindebudget erfließen könnten? Sie stellt diese Frage nicht aus dem Mangel an Interesse für allgemeine Zwecke, sondern weil ihr Budget bereits verhältnißmäßig überbürdet sei. Wir beantworteten diese Frage dahin, daß, wie schon aus dem Einladungsschreiben zur Synode hervorgeht, eine Verpflichtung für die betheiligten Gemeinden aus den Beschlüssen der Synode, außer der moralischen, gar nicht erfließen könne, am wenigsten eine finanzielle, zu welcher sich erst später die Gemeinde durch einen Beschluß des Gemeindevorstandes und der Gemeinderepräsentanten verbindlich machen könne. Wir geben hier diese Erklärung wieder, obschon sie selbstverständlich ist, weil doch auch an anderen Orten solche Fragen aufgeworfen werden könnten. Soeben läuft bei uns auch die offizielle Anmeldung der Gemeinde Anschi Chesed zu New-Uork zur Synode ein , welche Gemeinde sich durch ihren Vice-Präsidenten, Herrn Simon Herrmann, vertreten lassen wird. *) Durch die Güte mehrerer unserer Correspondenten sind uns auch mehrere Exemplare der „Statuten und Beschlüsse des am 10. December 1868 eröffnten Landescongresses der Israeliten in Ungarn und Siebenbürgen" zugekommen. Wir haben aber diesem Congresse in diesem Blatte schon so viel Aufmerksamkeit und Raum gewidmet, daß wir erst abwarten wollen, wie viel davon in's Leben übergehen wird, um uns wieder damit zu beschäftigen. Bonn, 26. Mai. Wir machen allen Theilnehmern bekannt, daß die erste Sitzung der Synodalversammlung Dienstag, den 28. Juni,1I Uhr Vormittags in den Mältn des Hotel de jllologne zu Leipzig eröffnet werden wird. Der verehrliche Vorstand der israelitischen Gemeinde zu Leipzig wird für die Dauer der Synode ein ständiges Bureau in einem Zimmer des Hotel de Pologne einrichten, in welchem jedes anlangende Mitglied der Synode seine Karte und jede erwünschte Auskunft erhalten, seine Correspondenz in Empfang nehmen und sonstige freundliche Dienstleistung finden wird. Literarischer Wochenbericht. Aus Süddeutschland, im Mai. Die Leser dieser Zeitung gehören gebildeten und unterrichteten Kreisen an. Ohne Zweifel ist vielen darunter das in den „Trogalien zur Verdauung der Genien" veröffentlichte Distichon Fuldas bekannt: „In Weimar und in Jena macht man Hexameter wie den da, Aber die Pentameter sind doch noch excellenter." Ein Pendant zu diesem Spottverse kam uns unwillkürlich in dem Sinn bei Durchsicht des nunmehr erschienenen 2. Bandes des Pentateuchs von Samso n R aphae l Hirsch. In Frankfurt am Main erklärt man die Genesis seltsam, Aber die Exodus enthält des Raren nach plus. Wir erlauben uns den Lesern einige Proben <Dornenlese) aus dieser excellenten Olla potrida vorzulegen. Man findet darin übersetzt: Cap. 1. Vers 7. Israels Söhne waren fruchtbar an zahlreichen Geburten. 1—11. Sie setzten über es Fiskalbeamte. 3—21. Ich lasse dann die Gewährungswürdigkeit dieses Volkes hervortreten. 9—17. Noch erhebst Du Dich unendlich hoch gegen mein Volk. 10—21. U. die Finsterniß wird tasten lassen. 12— 4. U. wenn das Haus zu klein würde, uw von einem Lamme zu sein. -9. U. auch nicht wie immer in Wasser gekocht. -11. Es ist ein an Gott gerichtetes Peßach.