Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 33 (1869)
- Issue
- Heft 16 (20.4.1869)
- Date
- 1869-04-20
- Page
- Seite 320 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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320 Die Nr. 14 der allgemeinen Zeitung des Judenthums" brachte aus Quellen vom 25. Märker, im Jnseratentheil einen Bericht über die Geburtstagsfeier Sr. Majestät des Königs, welcher, wenn man nicht annehmen will, daß der Herr Einsender der Feier in der Synagoge überhaupt nicht beigewohnt hat, eine ganz einseitig gefärbte Darstellung nicht verkennen läßt. Der H. Einsender weiß von den Gesangsproductionen Ausführliches zu erzählen und hat für die Predigt des hiesigen Rabbiners und Predigers Herrn Dr. Zuckermandel nur die paar Worte: „Hierauf wurde eine der Bedeutung des Tages gemäße Predigt gehalten," und das nur, ohne einmal zu bemerken, von wem dieselbe gehalten worden. Wer an jenem Tage bei der Feier zugegen gewesen ist, wird, wenn er einen wahrheitsgetreuen Bericht liefern will, bekennen müssen, daß die Predigt, deren Angemeffenheit der Herr Einsender wenigstens anerkennen muß, den Mittelpunkt der ganzen Feier bildete, und daß die Gesangsvorträge, die schon in der äußern Ordnung die Predigt einschlossen, den kostbaren Rahmen bildeten, der dem Ganzen seine Rundung gab. Herr Dr. Z. führte nach einem würdigen Gebete für das Heil des Königs und der Kgl. Familie in klarer und lichtvoller Rede aus, welche Verdienste das Haus der Hohenzollern sich um das engere Vaterland Preußen und Deutschland erworben, welche Fortschritte die Lage der Juden in Preußen in den letzten Jahrzehenden, und besonders durch die letzten legislativen Schöpfungen unter König Wilhelm gemacht hat, und knüpfte hieran den Wunsch und die Hoffnung, daß die letzten noch bestehenden Schranken in der Gleichstellung der Juden fallen mögen. Diese schwungvoll gehaltene Rede konnte in der That ihre große Wirkung auf alle Anwesenden nicht verfehlen, und ein Verbindung mit dem vorhergehenden und nachfolgenden Gesänge war ein Ensemble geschaffen, das Alle sichtlich befriedigte und bewirkte, daß Alle in gehobener Stimmung das Gotteshaus verließen. Zuletzt fei noch bemerkt, daß Herr Dr. Z. von vielen Seiten angegangen worden ist, die Predigt in Druck erscheinen zu lasten, daß er es aber in seiner großen Bescheidenheit bisher verweigert hat. Hoffentlich wird es aber dem Andringen seiner Verehrer gelingen, ihn zu bewegen, die Predigt der Oeffentlichkeit zu übergeben. Gnesen, im April 1869. Von M. W. Kaufmann'ö Buchhandlung in Leipzig verlange gegen baar yba “py. Erech Millin von Salomo Jehuda L. Rapoport. Rabbiner in Prag Netto 4 Thlr. Den geehrten Jntereffenten der Bibliothek - und S. Thora-Verloosung zur gef. Nachricht, daß der Verloosungstermin nunmehr auf den 16. Juni d. I. unabänderlich festgesetzt ist. Allen Denen, welche den mehrmaligen aber vergeblichen Erinnerungen an die gef. Mittheilung des Resultats über den Absatz der denselben zugesandten Loose immer noch ein unbebreifliches Schweigen entgegensetzen, sei hiermit angedeutet, daß, wenn sie vor dem 1. k. Mai keine Nachricht gegeben resp. die Loose nicht remittirt haben werden, diese für sie und ihren Debit hiermit für ungültig erklärt und die entsprechenden Nummern zum anderweitigen Absatz versandt werden sollen. Es soll dieserhalb durchaus kein weiterer Aufschub des gen. Verloosungstermins mehr eintreten. Loose ä 1/2 Thlr. und bei Entnahme von 10. das 11. gratis sind noch zu haben bei Jef. Mayer, Lehrer. Stadthagen, d. 13. April 1869. Berichtigung. ' Herr S- Krämer in Ansbach macht uns auf den Jrrthum aufmerksam, daß nicht Herr Robert v. Mohl der Gegner Rießer's in der Paulskirche gewesen, sondern dessen Bruder Moritz von Mohl, was wir hiermit constatirt haben wollen. Die Redaction. Conferenz -es Vereines isr. Elementarlehrer für Westphalen und Rheinprovinz. Nachdem wir in Erfahrung gebracht, daß sich die in Aussicht genommene Pfingstwoche zur Abhaltung der diesjährigen Conferenz nicht eignet, da viele unserer Collegen die alsdann in Berlin tagende „allgem. deutsche Lehrerversammlung" besuchen werden, behalten wir uns eine Beschlußfaffung über die anderweitig zu wählenden Tage vor, bis die Zeit der Synode näher bestimmt sein wird. Bielefeld, 9. April 1879. _Der Vorstand. Zur Beachtung! Anzeigen, die wie bis Freitag Mittag erhalten, können indernächsterfcheinenden Nummer Aufnahme finden, wenn der Jnferatentheil nicht bereits gefüllt ifi. Zugleich bitten wir, um Jrrthümer zu vermeiden, «m deutliche Handschrift, namentlich der U« terfchriften. Verlag von Baumgartners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirfchfeld. Verantwortlicher Redakteur Dr. H. Lotze. Hierzu. Feuilleton-Beilage Nr. 16. ch