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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1869-01-05 · Heft 1 (5.1.1869) · p. Seite 16

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
33 (1869)
Issue
Heft 1 (5.1.1869)
Date
1869-01-05
Page
Seite 16 (sequence 16)
Language
German
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16 Dringende Bitte um Unterstützung. Der verdiente Lehrer Salomon Wolfsdorf, wohnhaft in Annen, der 19 Jahre seinem Amte treu vorgestanden, hat das Unglück, erblindet zu sein. 39 Jahre alt, Familienvater von drei Kindern in noch zartem Alter, hat er sein kleines Vermögen durch seine, seiner Frau und eines seiner Kinder Krankheiten völlig aufzehren sehen, und steht jetzt hülflos da. Wir beanspruchen deshalb die Unterstützung edler Menschenfreunde, und fordern besonders unsere Coüegen, die Lehrer, auf, Sammlungen zu veranstalten, um die Existenz des Unglücklichen, wenn auch nur kümmerlich zu sichern. Würdigkeit und Bedürftigkeit sind niemals größer gewesen. Die einlaufenden Gaben werden in diesen Blättern veröffentlicht werden. Auch Herr Rabbiner I)i. Philippson in Bonn ist bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Möge dieser Aufruf einen recht schnellen Erfolg haben! Lehrer Mandel in Lippstadt. Lehrer Rüben in Gütersloh. Lehrer Steinweg in Rheda. Lehrer Oppenheim in Coesfeld. Bereits eingelaufene Gaben: Lehrer Goldstein in Grevenbroich 5 Thlr: Dr. Ludwig Philippson in Bonn 5 Thlr. Laßt die Weinenden nicht ohne Trost. Vater und Mutter von fünf hülflosen jüdischen Kindern in Strzelno, Provinz Posen, von denen das älteste 10 Jahre, das jüngste erst 3 Monate zählt, sind kurz nach einander durch plötzlichen Tod in des Lebens Blüthe weggerafft worden, ihre zarten 5 Kleinen zurücklasseud im tiefsten Elende, in der bittersten Armuth, wie Bedrängte ohne Zuflucht, wie Trauernde ohne Tröster. Diese mühverwaisten, deren Anblick das härteste Mannesherz tief erschüttert, erheben ihre unschuldigen Händchen zum Vater der Waisen, flehend, Er, der Barmherzige, möge die Herzen edler Menschen wecken, zu trocknen ihre Thränen, zu heilen ihre Wunden, ihnen ein Asyl zu gewähren in ihrem Hause. Möchten diese Thränen dringen zu den Herzen edler Menschen! — Manchem Ehepaare hat die Vorsehung Reichthum geschenkt, aber Kinder versagt, damit solche verlassene Waisen in ihnen Vater und Mutter'finden. Mögen sie sich dieser armen Waisen annehmen in Liebe und Barmherzigkeit, die Weinenden nicht lassen ohne Trost und Hülfe, sondern sie aufnehmen in ihr Haus und so ihre Schätze legen in die Himmelsbank beim Vater der Waisen, der sie ihnen dereinst reichlich verzinst wiedergeben wird. Und Solche, denen Gott Reichthum und Kinder gegeben, können auch Etwas thun für solche Unglückliche, damit am Tage des Unglücks der Herr sie behüte und bewahre und sie ihren Kindern und ihre Kinder ihnen erhalten möge. Gefällige Anerbietungen zur Annahme eines dieser Waisen an Kindesstatt, oder Spenden zur Linderung der großen Noch, nehmen entgegen: Hanptlehrcr Kuttner in Wreschen oder Rabbiner Stern in Strzelno. Auch der Redaeteur d. Ztg-, Herr Rabbiner Dr. Philippson in Bonn, wird die Güte haben, Anerbietungen und Gaben anzunehmen und zu befördern. Die Herren Vorsteher, Rabbiner und Lehrer werden dringend gebeten, in ihren Gemeinden für diese Frühverwaisten gütigst thätig sein zu wollen. irri&t •bsb Dmm nbdrn D-^nrpb *jrp bso b2i .örrbr ömb non cs-rb nbth brnb' aa vby sn-p Dmwn omr rv>m manN Hauptlehrer Kuttner in Wreschen, Provinz Posen. Uilterstiitzimgscasse des Vereins isr. Elementarlehrer für Westphalen »nd Nhcinprovinz. An außerordentlichen Beiträgen sind ferner eingegangen: Von dem Herrn W. Michelson in Hausberge . . Thlr. 1. - - Leo Hirsch in Sinzig.- 5. - der >Dyuag.-Gemeinde Bielefeld pro 1867 u. 68. - 60. Bielefeld, 15. Decbr. 1868. Der Vorstand. Mit Genehmigung Hoher Fürstl. Schaumd. Lippe'-- scher Regierung und unter Aufsicht hiesiger Wohllöbl. Polizei-Behörde findet eine Verloosung eines prachtvollen yw b'?:*! bia finrra ib2 mm mo ntrn "iKn xrrmN und einer kostbaren, alle Zweige der Wissenschaft und Literatur vertretenden Bibliothek statt. Die zur Verloosung kommenden Gewinne, bestehend A. in einem Sepher Thora zu 110 Thlr. B. in Büchern, Musicalien, Atlanten re. 4 Gewinne zu 10 Thlr. ----- 40 Thlr. 10 - - 5 ------ 50 - 12 - - 3 - ----- 36 - 32 - - 2 - ---- 64 - werden z. Z. in d. Bl. veröffentlicht werden. Loose ü 1/2 Thlr. sind gegen frankirte Einsendung des Betrages noch zu haben beim Lehrer Jef. Mayer. Stadthagen, 24. December 1868. Zur Nachricht: Diejenigen Herren, welche noch im Besitze von Loosen zum Absatz und mit der Mittheilung des Ergebnisses ihrer Bemühung zurück sind, werden hierdurch wiederholt um baldige gefällige Nachricht und bez. Rücksendung der etwa nicht abgesetzten Loose dringend gebeten. — Die Verzögerung ist auch der Grund, weshalb in d. M. nicht zur Verloosung geschritten werden konnte, und daher diese sich noch bis in den Monat Februar oder März k. I. hinziehen dürfte. D. Bemerkung. Herrn Oberrabb. Loewy in Vukovar: empfangen. Die Redaktion. Verlag von Bauingärtner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirfchfeld. Verantwortlicher Redakteur Wr. H. Lotze. Hierzu Feuilleton-Beilage Nr. 1.

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