Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 33 (1869)
- Issue
- Heft 1 (5.1.1869)
- Date
- 1869-01-05
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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15 In einer Residenzstadt Thüringens ist ein junger Mann als Lehrling in einem Eisen- und Metallgeschäft zu placken. Schöne Handschrift, der Beschäftigung auf dem Comptoir halber, dringend erwünscht. Bedingungen sehr günstig. Offerten unter?. # 2. durch die Exped. erbeten. Ein junger Mann mit tüchtiger Schulbidung kann sofort oder zum 1. Februar k. I. in mein Bankgeschäft als Lehrling eintreten. Näheres auf briefliche Anfragen. _H SBrtcfr in Nordhausen. Für mein Kurzwaaren-Geschäft on gros & en detail suche ich zum baldigen Eintritt zwei Lehrlinge mit den nöthigen Schulkenntnissen. Bochum._Hermann Herz. Für mein Manufacturwaaren-Geschäft en detail, welches am Sonnabend und an den Feiertagen geschlossen ist, suche ich zum 1. April d. I. einen Lehrling. Pr. Oldendorf. L. A. Löwenstein. Gesucht wird eine perfecte jüdische Köchin, die bereits in einem streng religiösen jüdischen Haushalt die Küche geführt hat und mit guten Zeugnissen über Betragen und Leistungen versehen ist. Die Höhe des Lohnes kommt nicht in Betracht. Offerten zu richten an A Hevnemann 8 Co., Lederhandlung in Halberstadt. Eine israelitische Dame, 35 Jahre alt, mit Allem was das Hauswesen betrifft vertraut, sucht in einem größeren Haushalte eine Stelle als Wirthschafterin. Frankirte Anfrage nimmt die Exped. d. Bl. sub La. H. Nr. 8 entgegen. Eine geprüfte Erzieherin, sucht als solche oder als Gesellschafterin ein günstiges Placement für das Ausland. Adr. franco Frl. B. Kotz, Berlin, Neue Friedrichsstraße 81a. In meinem Töchterpenfionat finden Pensionäre Gelegenheit zu gründlicher wissenschaftlicher und musicalischer Ausbildung. Referenzen die Herren Profestor Steinthal, Director Dr. Auerbach, Prediger Landsberger, Kaufmann Lachmann. Lydia Cronbach, Oranienstr 63. Berlin. JKg* Heirathsantrag für definitiv angestellte Lehrer. "LA Die Tochter eines Lehrers mit 3000 fl. Mitgift, welche Französisch und Englisch spricht, dabei aber sehrgut für das Hauswesen ist, wünscht sich mit einem definitiv Angestellten Lehrer in einem Städtchen oder einer Stadt zu verheirathen. Offerten unter A. T. besorgt die Exped. d. Bl. Reelles Heiraths-Gesuch. Ein junger Kaufmann aus achtbarer Familie, der bereits seit mehreren Jahren im Besitz eines Waarengeschäfts in einer Mittelstadt unweit Berlin sich befindet, sucht auf diesem Wege eine Lebensgefährtin israel. Glaubens, aus achtbarer Familie, von einnehmendem Aeußern und mit einem disponiblen Vermögen von 4 bis 5000 Thlr. Hierauf reflectirende Damen im Alter von 20 bis 25 Jahren belieben ihre Zuschrift unter J. M. an die Expedition dieses Blattes einzusenden und womöglich ihre Photographie beizufügen. Strengste Discretion selbstverständlich. Ein junger israel. Kaufmann, Besitzer eines Hauses und Manufacturgeschäfts in einer größeren Stadt Westfalens, sucht wegen Mangel an Damenbekanntschaft auf diesen nicht mehr ungewöhnlichen Wege eine Lebensgefährtin aus achtbarer Familie, mit einem Vermögen von 2 3000 Thlr. Franco-Offerten beliebe man vertrauensvoll unter Chiffre # J. S. an die Exped. dieser Zeitung abzugeben. J. Friedländer’s Erziehungsinstitut für israel* Knaben in Halberstadt. Vorzügliche körperliche Pflege. Gewissenhafteste Leitung der geistigen Ausbildung. Annehmbare Pensions- Bedingungen. Referenzen: Herr Rabb. Dr. B. Auerbach, Herren Aron Hirsch & Sohn in Halberstadt. Herr Rabb. Dr. Lehmann in Mainz. Herr S. Calvary in Posen. Rev. Dr. M. Friedländer, Principal of the Jews College, 10 Finsbury Square London. Herr Meyer Jungherz in Warschau. Im Verlage der Schletter'schen Buchhandlung (H. Skutsch) in Breslau ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen auf Bestellung zu beziehen: Zur Orientirung in der Cultusfrage. Von vr. M. Joel, Rabbiner der Gemeinde zu Breslau. Preis 71/* Sgr. Diese Schrift handelt nach einigen einleitenden Bemerkungen: 1) von dem Begriff des Cultus, 2) von dem jüdischen Cultus insbesondere, 3) über den Begriff der Vermittelung, 4) über den bestehenden Cultus, woran sich 5) ein Schlußwort reiht, welches die Orgelfrage kurz berührt. — In dem engen Nahmen dieser kleinen Schrift sind alle wesentlichen Punkte der Cultussrage mit Ernst und Wärme besprochen, sodaß auch diejenigen, welche mit dem Verf. nicht in allen Einzelheiten übereinstimmen sollten, dieselbe mit Interesse lesen und zu größerer Klarheit über den erörterten Gegenstand gelangen werden.