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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-11-10 · Heft 46 (10.11.1868) · p. Seite 917

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 46 (10.11.1868)
Date
1868-11-10
Page
Seite 917 (sequence 7)
Language
German
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m einziges Mal, Rich, 16,28. als masc. vorkommt. — Daß rnpa (72, 138 und 146) den Vers schließt, demnach als 8l. al>sol gebraucht wird, während es in der heil. Schrift nur im 8t. constr. üblich ist, ist ein offenbarer Verstoß; ebenso zws <82 u. 87). —Die Forin mrüj?a (83,85) kommt in der Schr. gar nicht vor. — Die Bildung des plur. von “ni in 1"1N7 (571 und des Hifil (76) aus birro Jes. 1,22. ist Willkür und nicht zu billigen. — Ebenso die Anwendung von NLwrz Köcher, als Behälter für Tod und Verderben bringende Pfeile auf die segenspendende Sonne in trs-im 'owM(17). —ribrfNn airsy ( 56) involvirt einen begrifflichen Widerspruch, weil m? ein Verlassen, Entfernen von .. die Endsilbe nb hingegen den Dativ, ein Annähern an, zu . . bedeutet. — lyawa itbn (113). Hier dachte der Verf. augenscheinlich an Hohesl. 4, 16., wo sich aber das tj’Sh auf den den Duft ausströmenden Garten, nicht aber auf den Einathmenden iMeuschen) bezieht. — tpr-n a'a*a*i2 (124). Der Verf. scheint hier ’i als Adjekt zu '"22 zu nehmen, was aber nicht der Fall. Pf. 72,6, die einzige Stelle, wo diese zwei nomina nebeneinander Vorkommen, bezieht sich '*it auf das folgende y*iK und ist so zu fassen, als stünde 'rb: wie Regengüsse zur Bewässerung des Bodens. Diese Ausstellungen beeinträchtigen aber den poetischen Werth dieser Gedichte nicht, und wünschen wir diesen ,,Lyrischen Klängen" das freundlichste Entgegenkommen Seitens der Freunde der hebr. Poesie, die dieselben gewiß mit Befriedigung lesen werden. — Zu den Schönheiten, die diesen Dichtungen in unfern Augen einen besoudern Reiz verleihen, zählen wir u. A. auch die sehr gelungenen ächt biblischen Wortspiele. So zum B. in dem wehmuthsvollen Gedichte y» ran« (17) nnv", yprn — .«dsa "risprn—-r^b brry Die äußere Ausstattung ist, wenn man den Verlagsvrt berücksichtigt, eine recht gefällige und läßt das Bestreben des Herrn Wolf, auch in dieser Beziehung der Zeitgemäßheit Rechnung zu tragen, nicht verkennen, wenn wir auch weniger abgenutzte Typen und eine korrektere Punktirung lieber gesehen hätten. Als typographischen Fortschritt begrüßen wir auch mit Befriedigung, daß in vorliegendem Werkchen den Regeln des Dagesch gebührende Beachtung geschenkt wird.*) *) Zum Berständniß des Obigen muß hier bemerkt werden, daß es die Lemberger hebr. Druckereien noch Zeitungsnachrichten. Deutschland. Berlin, im October. (Berichtigung.) Gechrtcster Herr Redactenr! Gegenüber den beiden Bemerkungen Ihres Wicne? Correspondcnten in Nr. 48 Ihres vielgelesenen Blattes weise ich ans den Inhalt meiner Worte über das Proselyten-Bad hin. A<1 1.) Unter den rabbinischen Autoritäten tvurde Äschert nicht übersehen, sondern ist dessen Namen genannt. Ad 2.) Wurde auch dem ästhetisch-sittlichen Anstandsgefühle Rechnung getragen, sogar hervoreehoben, daß schon der Talmud dieses thue. Aub. Aus der Provinz Posen, im October. (Privatmitth.) Am 20. October kam in der 8. Plenarsitzung des Provinziallandtages in Posen nach der Tagesordnung VII. Allerhöchstes Propositionsdecrct >vegen Freizügigkeit der Juden im Großherzogthum Posen zum Vortrage, und ist darauf folgender Beschluß gefaßt worden: Der 15. Prov.-Landtag giebt über teil ihm mittelst Allerhöchsten Propositionsdecrets d. d. Baden- Baden den 12. d. Mts. vorgelcgten Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Abänderung des 8. 20, Lit. d., der vorläufigen Verordnung wegen des Judeuweseus im Großherzogthum Posen vom 1. Juni 1833 und der Allerh. Cabinetsordre vom 24. Juni 1844, sein Gutachten dahin ab, daß er den Erlaß eines Gesetzes in Gemäßheit des ihm vorgelegten Entwurfes als den Interessen aller dabei Betheiligten entsprechend und zum Wohle der jüdischen Einwohner des Großherzogthums gereichend, erachtet, und daß gebeten wird, Allerhöchsten Orts den vorgelegten Entwurf im Wege der ordentlichen Gesetzgebung zum Gesetz 51t erheben. Aus Borek wird unterm 18. October geschrieben: sDie Unannehmlichkeiten der civilen Eheschließung.) Das preußische Staatsgrundgesetz hat das Gesetz über die Verhältnisse der Juden vom 23. immer nicht so weit gebracht haben, den Regeln über Dagesch gerecht zu werden, und haben in der Regel nur die 4 Buchstaben nsaa ein Dagesch. Selbst in dem yrü in von M. Mohr (1856) S. 167, wo vom harten Dagesch die Rede ist und die, Wörter -tbk, n:a, np«, *n's. als Beisp. angeführt werden, erscheinen die betreffenden Buchstaben — charakteristisch genug! — ohne Dagesch. —

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