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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-10-20 · Heft 43 (20.10.1868) · p. Seite 858

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 43 (20.10.1868)
Date
1868-10-20
Page
Seite 858 (sequence 9)
Language
German
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H'en tcnuy vor sich g-gangcn, che der Opferkuluio?.uf;v'!)err. Criue Lviederhersiellung der blutigen ist undeukbcrr, weil das Verständnis; dieser s-nudolü^en Gouesanbetung dem menschlichen Geiste voäH e::!schwu:'.dett ist, und weil die ganze Handlung deo Sä'achwuo der T viere für unsere Gefühle eher verler-end und widerwärtig, als erhebend und heiligend ist. Twe getestete Forschung hat sich viel mii dein richtigen Verständig des Opserkuläuö geplagt —; wir verweisen ans Bd.! S. 513 ff. unseres Bibelwerkes — aber weder kann sie aus eine endgültige Aufklärung rechnen, noch wäre dadurch für den gegenwärtigen und zukünftigen Menschen eine neue Annäherung an den Opsercnl- Lus zu erlangen, da. eine bloße gelehrte Bermittelung auf diesem Gebiete nicht ausreicht. Verhält es sich aber also, so muß aus jedem wahrhaftigen Gottesdienste ein solches Gebet um Wiederherstellung gestrichen werden, da es eine Unwahrheit enthält, die der Anbetung des Gottes der Wahrhaftigkeit geradezu unwürdig ist. Dies schließt allerdings eine Erinnerung au die Sitte und Gedankenwelt der Vorzeit und unserer Väter nicht aus, und eine Veränderung der betreffenden Stellen des Mussaf-Gebetes ist unumgänglich geboten. Am wenigsten hat dabei das Recitiren der Thvrahstellen über die Zahl der darzubringenden Opfer eine angemessene Stelle. Wird die Mussaf-Thefillah in hebräischer Sprache vorgetragen, so kann die desfallsige Veränderung des Testes nur aus collegialischer Berathung hervorgehen. Um zu zeigen, wie wir sie uns denken, geben wir hier die Bearbeitung der betreffenden Stelle aus unserem „dienen israelitischen Gebetbuche": „Tu hast Wohlgefallen, Herr, an der Ruhe aller Wesen, an der Feier der Menschen. Darum hast du den Sabbath eingesetzt. Sowie der Mensch berufen ist, in Arbeit und Mühe seine Bestimmung zu erfüllen und sein Ziel zu erreichen: so soll er auch nach sechs Werkeltagen sich der Arbeit enthalten, frei auszuschauen in die Welt Gottes, seinen Geist zu dir zu erheben, vor dir anzubeten und sich zu heiligen, und selbst die Thiere, die er zu seinen Werken braucht, ruhen zu lassen. Darum heißt es in der Schrift: '„Sei eingedenk des Ruhetags um ihn zu heiligen. Sechs Tage arbeite und verrichte all' dein Werk, aber am siebenten Tage sei Ruhe, lern Ewigen, deinem Gotte. ' Du darfst keine Arbeit verrichten, weder du, noch dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd, dein Vieh und der Fremdling, der in deinen Thoren ist. Denn in sechs Tagen schuf der Ewige den Himmel und die Erde, das Meer und alles was darinnen, und ruhete an: fiJ beuten Tage. Deshalb segnete der Ewige den Tag dal Ruhe, unv heiligte ihn." | „Darinn sollte der heilige Dienst am Sabbath höher gehoben und weiter ausgedehnt werden. Ehemals, old unsere Väter in ihrem Lande noch wohnten, da brachten die Priester am Sabbath außer den täglichen Opfern! noch Znsatzopfer (Mussaph» für den Tag der Ruhe! dar, und die Psalmen Davids ertönten in Dank und Jubel. Wir aber, nicht minder Bekenner deines heiligen NamenS, zerstreut durch alle Länder der Erde, bringenj statt der Opfer dir die Farren unseres Mundes dar,! die Gebete unseres Herzens. Und du, in deinen Himmelöhöheu, niunnst sie wohlgefällig an, und erhörest, was wir aus den Tiefen unserer Seele vor dir sprechen, und segnest iusonders mit Heil die, welche den Tag der Ruhe mit ganzen: Herzen und mit ganzer Seele feiern, auch nicht blos als Pslichtgesetz, sondern in heiliger Freudigkeit, als eine Lust der Seele, als eine Gabe deiner Huld." Zu deutlicher Uebersicht, wie sich der Sabbath-Morgen-Gottesdieust hiernach gestaltet, diene nun folgende Zusammenstellung: Lied, Psalm 92. 93, Nischmath, in der Landessprache. Halb-Kaddisch, Borchu und Segensspruch, hebräisch. Gebetstücke bis zum Kriath Schema, in der Landessprache. ' ' ' Kriath Schema, hebräisch. Gebetstücke bis zur Thesillah in der Landessprache. Thesiüah (Schemone Esre), hebräisch, nur einmal rezitirt. Kaddisch in der Ursprache. Feierliches Ausheben der Thorah. Vorlesung aus der Thorah nach dem dreijährigen Eyclus, hebräisch. Haftorah mit den Segenssprüchen in der LandeSspr. Gebet um Segen, in der Landessprache. Feierliches Einheben der Thorah. Lied und Predigt, in der Landessprache. Thesillath Mussaf, hebräisch, einmal rezitirt. Olenu, in der Landessprache. Kaddisch der Waisen, in der Ursprache. Lied, in der Landessprache.

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