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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-10-13 · Heft 42 (13.10.1868) · p. Seite 837

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 42 (13.10.1868)
Date
1868-10-13
Page
Seite 837 (sequence 7)
Language
German
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887 „Schwan-1 bei Papst I unterwirft! achten bei! l Kurator! orden, die! Greenwich I Zerken des! lcht langer nd Aglae"! Äusstelluniinstler er-! n-Malerei! ten Birtn-I ,1 Vortresf-I mon, der! lälde: „der! ß die IIIu-I it. — Als! ünstler: P.I scheinung finden wir bekanntlich in Polen, selbst in Belgien, Frankreich, England und Amerika, nur die ungarischen Inden zeigen eine geringere Anhänglichkeit an das Deutschthum, jedoch ist diese magyarisirende Bewegung bis jetzt noch immer eine mehr künstliche. Drambnrg, 22. Septemb. lPrivatmitth.k Für manchen jüdischen Cultusbeamten wird die folgende Notiz vielleicht nicht ohne Interesse sein. Dem hiesigen Lehrer Silberstein wurden vom hiesigen Gerichte die Gebühren für die abgehaltenen Termine verweigert, wenn in denselben eine Vereidigung nicht zu Stande kam. Das Appellgericht bestätigte dies, weil die Schwurzeugen ihre Gebühren nur für die Vereidigung erhalten sollten. Das Justizministerium dagegen hat dies rektificirt, indem dem jüdischen Cultusbeamten für jeden Termin, den er abhält, mag es zu einer Vereidigung kommen oder nicht, die Gebühren zu zahlen seien. Darmstadt, im September. Nach einer Mittheilung aus Darmstadt vom 22. August lautet die Antwort des Minister-Präsidenten v. Dalwigk auf die Interpellation des Abgeordneten Edinger tvegen der Z lila s s u n g der Israeliten zu Staatsämtern wie folgt: „An den Präsidenten der 2. Kammer der Stände des Großherzogthums. Die mit dem gefälligen Schreiben vom 19. Juni d. I. mir zugetheilte Interpellation des Herrn Landtagsabgeordneten Edinger, die Verwendung der Juden im Staatsdienste betreffend, beehre ich mich dahin zu beantworten: bei der Anstellung und Beförderung von Juden im Staatsdienste findet die Regierung keine principiellen Bedenken, wie dies schon daraus hervorgeht, daß Juden im Staatsdienste stehen. Darmsladt, 5. August 1868. von Dalwigk." Auö der Mark, 23. September. Am 15. d. M. ward in Berlin von der dastgen Gesellschaft „Schocharei hattom" der Grundstein zu einem neu zu erbauenden eigenen Tempel gelegt. Bei der zu diesem Zwecke veranstalteten Feierlichkeit haben — neben Dr. Nascher, dem Prediger der Gesellschaft — auch der Obercantor und der Sänger-Chor der Berl. Hauptgemeinde mitgewirkt. Diese Requisiten waren — eigenthümlich genug — einer Synagoge entlehnt, gegen tvelche, — weil in ihr vor ungefähr 13 Jahren einige harmlose Neuerungen vorgenommen wurden — mau dazumal gerade damit prolestirte, demonstrirte und in factischc Opposition sich stellte, daß man eben die in Rede stehende Cultus-Gesellschaft bildete, um den alt-jüdischen Gottesdienst u nv er ändert und in seiner ursprünglichen Form und Gestalt zu erhalten. Und dennoch ward in der Festrede es stark betont, daß das neu zu erbauende Gotteshaus nicht blos das alte Judenthum in sich schließen, sondern auch dem „Luftzuge der Zeit" geöffnet sein solle. — Die Kreuz-Zeitung hatte es unlängst wieder einmal mit den „Juden" zu thun, wobei sie sich aber dermaßen echanffirle, als wenn etwa ein neues „Achtundvierzig" im Anzuge wäre. Veranlassung zu diesem Gebühren findet sie in den, jetzt an vielen Orten — und namentlich im Schooße der Communal-Behörden — immer lauter werdenden Kundgebungen zu Gunsten zeitgemäßer Reformen auf dem Gebiete des Schulwesens, wie da sind: Beseitigung der Regulative, Trennung der Schule von der Kirche, Herstellung konfessionsloser Unterrichtsanstalten u. dgl. — Solches Geschrei — behauptet nun die fromme Kr.-Z. — rühre nur von den Juden her, oder werde nur um der Juden willen erhoben. „Denn — so lautet ihr Argument für diese Behauptung — da wir evangelisch-katholische Simultan-Anstaltcn haben, so kann es sich doch nur um eine Bergünstignng der Juden handeln." Bon den vorhandenen christlichen Simultanschulen zugebend, daß deren Leistungen von dem konfessionellen Charakter nirgends beeinträchtigt würden, verlangt sie unverhülltes Hervortreten, indem sie sagt: „Will man offen sein, so ist es ja nur darum zu thun, den Juden als Lehrern Zugang zu Gymnasien und Realschulen zu verschaffen." — Ein Jude aber als Lehrer an Gymnasium, Realschule rc. ist für die Kr.-Z. so herzbrechend und niederdrückend, daß sie sich Luft macht in dem Ausruf: „Es giebt nichts Heterogeneres, als einen deutschen Jungen und einen Juden" Und die Herren Stadträthe rc. weißt sie an, daß sie, „sofern ihnen das Experiment erlaubt wird," ihre Jungen fragen mögen, wie sie mit einem jüdischen Lehrer auskoiumen, „um die ganze Weisheit ihrer liberalen Doctrinen vergessen zu können." — Wo aber will das hinaus? Doch nur dahin, daß — nach der Meinung

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