Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-10-13 · Heft 42 (13.10.1868) · p. Seite 835

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 42 (13.10.1868)
Date
1868-10-13
Page
Seite 835 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3224737-3226635-3226678--26524-3262070
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

835 senschaft )t, das, u Blätlehnung raeliten ibertrarorship m ewig 8 jüdi- Leichtdungeu k noch fleißirke zu velopbbala, nicht faßlisoretli oir ok ibid. äkers, s der ischen Wie demssvra daß diger >essen bten, Schieler ams Sorver- >uetnd ngbes- >em on, ebämen philosophischen Schriftsteller zu erkennen, der als Sprachlehrer in Leipzig lebt und dessen Wirken in England noch in löblicher Erinnerung ist. Bon Markus Adler, dem ältesten Sohne des Londoner Oberrabbiners, erschien: „mewoir ok the late Benjamin Gompertz.“ Wir haben die Verdienste dieses geeierten Statistikers bei Gelegenheit seines Ablebens hervorgehoben. Der Verfasser dieser Biographie nimmt in mathematischen Kreisen eine sehr ehrenvolle Stelle ein. vr. I. H. Stallard, „Bonden pauperism amongst Jews and Christians.“ Die Aufschlüsse des Verfassers sind für die jüdische Wohlthätigkeit und das Verhalten der jüdischen Armen höchst ehrenvoll. Von hervorragender Bedeutung ist der Katalog der hebräischen Bücher imBritischenMuseum. In diesem Werke, das unter 15 Rubriken und 900 Seiten stark, einen Bücherschatz von 10,000 Bänden behandelt, hat sich der treffliche Joseph Zedn er ein wahres Denkmal seines unvergleichlichen Fleißes gestiftet. Es giebt kein besseres Kompendium der jüdischen Bibliographie als diesen Katalog; denn die hebräische Bibliothek des Museums ist die größte der Welt. Für Zedners Verdienst spricht auch der Umstand, daß 1846, als er angestellt ward, nur 600 hebräische Bücher vorhanden waren, und unter seiner Amtsführung ist die Bibliothek geworden, was sie jetzt ist. Seine Stellung beim Museum ist für die jüdische Wiffenschaft noch in anderer Weise bedeutsam. Seine Urbanität und Gefälligkeit macht ihn zum bereitwilligen Führer und Beistände eines jeden Gelehrten, der in den Schätzen dieses Hauses nach Ausbeute gräbt. Ich selbst erfuhr dies persönlich und i» brieflichen Aufschlüssen, wie ich s. Z. mitzutheilen gedenke. — Von Dr. Hodgkin, dem Begleiter des Sir Moses Montefiore, ist bei Nawby, London, ein posthumes Werk erschienen: „Narrative ok a journey to Marocco in 1863 and 1864." Der Verleger hat es dem Sir Moses gewidmet. Bekanntlich starb dieser verdienstvolle Mann am 4. April 1866 in Jaffa, eben als er im Begriff war, den edlen Montefiore nach Jerusalem zu begleiten. Letzterer hat seitdem über der Leiche seines Freundes, zum Andenken an eine vierzigjährige Freundschaft und an die in drei Welttheilen gemeinschaftlich unternommenen Reisen, einen Granitobelisk errichten lassen. Auf dem Gebiete der sckönen Literatur erwähnen wer Farjeons „Shadows on the snow,“ eine Weihnachtsgeschichte, und „Grit, a story ok colonial life,‘‘ die beide zu Dnnedin auf Neuseeland erschienen. Wir haben der dramatischen Leistungen des Verfassers früher Erwähnung gethan. In Australien hat M. D. Jsaacs seit zehn Jahren sich als dramatischer Dichter einen bedeutenden Namen gemacht. Dreizehn seiner Stücke gingen, zunächst in Sidney, über die Breter; und mehrere wurden auch in England beifällig ausgenommen. Philipp Abraham, „Autumn gatherings, being a collection ok prose and poetry.“ — Der Verfasser ist ein junger Schriftsteller, der seit Anfangs Juni eine neue Wochenschrift: „the Jewish Record“ in London erscheinen läßt. Diese Zeitschrift scheint vom besten Willen gelenkt, steht aber, wie sich erwarten läßt, in allem speziell Jüdischen auf dem Niveau des Gewöhnlichen. Gleich die erste Nummer führte sich durch zwei ergötzliche Schnitzer ein. Auf Seite 1 wird Lessing unter den berühmten Juden aufgeführt; und Seite 2 heißt es: „Lut streng is stupidity; the Gods themselves, says Goethe, war against it unvictorions.“ Man sieht, daß der Verfasser das Schillersche: „Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" im Auge hat. — Immerhin ist es ein Fortschritt zu nennen, daß jetzt in jüdischen Angelegenheiten hier zu Lande auch eine zweite Stimme gehört werden kann. In der That hat dies Unternehmen zunächst durch seinen wohlfeilen Preis bereits bewirkt, daß auch das Jewish Chronicle seit dem 1. Juli in einer zweiten wohlfeilern Ausgabe, zu einem Penny per Nummer erscheint. — Hoffen wir, daß der Jewish Record länger lebe, als der „Hebrew National,“ der im Februar vor. Jahrs zu London gegründet ward, aber bereits nach einigen Monaten seine unscheinbare Existenz beschloß. Als gute Jugendschriften können wir bezeichnen: „The way ok truth, or a mothers teaching from the Bible“ (Der Pfad der Wahrheit, oder der Unterricht einer Mutter aus der Bibel) Theil 1: Genesis, London bei Vallentipe. — „Addresses to young children,“ Series II.; London, 1867. Die Verfasserin ist die hochverdiente Baronin von Rothschild, und diese Reden bilden die Fortsetzung des trefflichen Buchs, das der selige Jost ins Deutsche übersetzt hat. Von der beliebten Sammlung: „Little Miriam’s Bible-stories“ sind zwei weitere Bändchen erschienen: „David" und „Ruth." Auch hat sich dem Werke als Fortsetzung angeschlossen: „Little Miriam’s Holiday-stories“ (Der kleinen Miriam Festgeschichten), wovon bereits

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.