Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 32 (1868)
- Issue
- Heft 41 (6.10.1868)
- Date
- 1868-10-06
- Page
- Seite 821 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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821 Candida^ tt Glau- )bald erst ibt: „Es Mcralck", n Stand fige Einon deuties sicherldes Jnm überne prakielt worvem I4crksamkeit sen Beerachten n Blät- 1!it Be. Corre- :es ge-!0, daß ^uzzatto ilbleben Traui wahc Herr, identen ig des Frage, rd bezogen n, betheil . An;t, ihr aushand- Verke, womit sie unsere Literatur bereichert, aber man erkannte in ihnen nicht ,,Ia perfetta fisonomia israelitica“, d. h. den wahrhaft prägnanten jüdischen Charakter, weil sie mit zu weit gehender Freiheit die Prinupictt der Tradition, wie sie seit Jahrhunderten überliefert sind, bekämpften." Wollte man Reggio zu diesen Männern zählen, so ist wenigstens unleugbar, daß auch tv in seinen Schriften dasselbe angestrebt habe. Uebrigens mußte eine mir selbst zugemuthete vermeintliche Verunglimpfung des Andenkens des sei. Reggio mich um so schmerzlicher berühren, als ich in eben jener Trauerrede, S. 31, von demselben sagte, „daß er in Italien ruhmreich an der Spitze aller anderen Gelehrten und Förderer der wieder aufblühenden jüdischen Wissenschaft gestanden" und zum Beweise, daß ich selbst jenes „Urtheil der Ucberlebenden" nicht unbedingt getheilt oder gebilligt, sei mir noch die Bemerkung erlaubt, daß ich bei Gelegenheit von Reggios vielbetrauertem Hintritte (außer dessen Verwandten, dem H. Rabbiner Reggio in Ferrara) der einzige Rabbiner in Italien gewesen, der s. Zeit in Asti, meiner damaligen Gemeinde, eine Trauerfeierlichkcit veranstaltete und außerdem eine Elegie verfaßte, um die großen Verdienste des Verstorbenen um das Judenthum zu feiern. Genehmigen Sie, hochverehrter Herr Rabbiner, die Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung. Prof. Marco Tetkschi, Ober-Rabbiner. Schweden. Norrköping, 21. September (Privatmirth.) Wenn man jährlich von neuen Synagogenbauten und Einweihungen liest und daraus auf den religiösen Sinn und Geist unserer Zeit schließt, so erwacht bei Jedem, der Interesse für den Bestand unserer Religion hegt, das freudige Gefühl, daß bei allen Klagen über chidifferentismus und individuelle Religionslosigkeit boch „och vielseitig in den Gemeinden sich das Bedürfnis; für die Erhaltung der religiösen Institute, Hebung und Verherrlichung des Gottesdienstes zu erkennen giebt. Auch im hohen Norden in der Hauptstadt Schwedens wurde am 9. April d. Jhs. der Grundstein zu einem großen und herrlichen Tempel gelegt, welcher, wie es scheint, zur Metropole des Landes heranwachsen >vird. Die Gemeinde hat sich dort in den letzten Jahren bedeutend vergrößert und sowohl von kleineren Orten als auch vom Auslande einen bedeutenden Zuwachs erhalten. Nach einer zuverlässigen Angabe rechnet Stockholm gegenwärtig 768 Seelen. Dahin ist auch die in H. Thome und C. E. Ljungbergs Statistik unrichtig angegebene Anzahl von 1160 Israeliten für Schweden zu berichtigen, da nach späteren und zuverlässigen Nachrichten die Anzahl sich auf 1866 belaufen soll. Das Hauptverdienst der Erbauung des erwähnten herrlichen Tempels, welcher, wie das Abendblatt schreibt, eine der schönsten Kirchen der Hauptstadt zu werden scheint, gebührt außer dem würdigen Vorstande noch besonders und unstreitig dem allgemein geehrten, geachteten und durch seine geistreichen Reden allgemein beliebten Rabbiner und Prediger Dr. L. Lewysohn, welcher nach kurzer Zeit sich die schwedische Sprache so angeeignet, daß er dieselbe mit großer Gewandtheit zu handhaben versteht, und dabei die Herzen seiner Zuhörer zu fesseln und zu erbauen weiß. Möge so das Edle und Gute in allen Gemeinden durch gute Lehrer und Lester gewirkt und unterhalten werden. •JB'l Rußland. Warschau, im September. Der Besuch des hiesigen deutschen Gymnasiums ist allen nicht-evangelischen Schülern untersagt worden, ganz besonders aber den Juden. — Die Schüler aller hies. Gymnasien müssen ihre Gebete in russischer Sprache verrichten; auch die Juden sind hier eingeschlossen. Asien. Smyrna, 8. Aug. Die Zerwürfnisse in der hiesigen Gemeinde, von der wir in Nr. 37. berichtet, scheinen auf dem Punkte beigelegt zu werden. Einerseits ist der Rabbiner Joseph Hakim durch Befehl höhcrn Orts abgesetzt worden. Eine Versammlung von 45 Rabbinen, welche Jsmael Pascha zu sich berief, gab andererseits einmüthig den Wunsch zu erkennen, daß der Sohn des gestorbenen Oberrabbinen Abraham Palacci als solcher eingesetzt werde, und der Pascha versprach dies. Die Gemeinde hat das Gesuch a« denselben 41*