Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 32 (1868)
- Issue
- Heft 35 (25.8.1868)
- Date
- 1868-08-25
- Page
- Seite 701 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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1868. >üth den olat) auf ragt das wch vor in einer ipationsidung zn ion spielb. Der m dahin Verbote Urheber rdranges r Zuströhemmen ß citirte öünschel- , müssen Egen;, h Jsra- Men, ist keil und Nutzbart dieses, st nämwordcn) Judencktthätig, telle der cden." eht, hat ugriffen, esetzt ist. 4. Juni ern des x. z. zu and vr. etlichen: Augenarzt vr. Jgn. Hirschler, llr. Heinrich Pollak und Primararzt vr. Jos. R6zsai in Pest, Primararzt und Spitaldirektor vr. Jos. Popper in Miskolz, vr. Alb. Kain in Debrezin und vr. Wilh. v. Knöpfler in Klausenburg. Der gesammtc Sanitätsrath zählt 38 Mitglieder. In der Generalcongregation des Pest-Pilis-Solter Comitats vom 10. v. M. wurde vr. Karl Holitscher einstimmig zum wirklichen Physikus des Solter Bezirkes erwählt. Zum Schuldirector der israelitischen Schule zu Nagy- Körösch ernannte das Unterrichtsministerium unfern Glaubensgenossen Mor. Steiner. — vr. Herm. Pollak in Großwardein wurde zum Alterspräsidenten des Vereins der Aerzte, Pharmaceuten und Naturforscher des Biharer Comitats erwählt. In der vor Kurzem abgehaltenen allgemeinen Versammlung des National-Musik-Couservatoriums in Pest wurde David Fleischl, verdientes Mitglied der Pester isr. Gemeinde, in den leitenden Ausschuß gewählt. — 3. Auszeichnungen. Mittels allerhöchster Entschließung vom 11. Juni wurde unserem Landsmann und Glaubensgenossen, dem Kunsthistoriker und Ethnographen Franz Kanitz, in Anerkennung seiner verdienstlichen wissenschaftlichen Leistungen das .RitWreuz des Franz-Josef-Ordens verliehen. «S weiter unten Rubrik: Literarisches.) Jüngsthin fand in der Stadt Raab eine vom landwirthschaftlichen Vereine des gleichnamigen Comitats veranstaltete Ausstellung von landwirthschaftlichen Gerüchen und Maschinen statt. Die Pester isr. Firma Jgn- Hü rsch & Sohn erhielt von der Jury dieser Ausstellung eine goldene Medaille für wasserdichte Decken. — 4. Beweise der Duldsamkeit. Der Großwardeiner Bischof Szanislö hat, wie „virnök" meldet, 52,000 Gulden an Hilfsbedürftige ohne Unterschied der Confession vertheilt. Ein Hoch dem seltenen Kirchenfürsten! Der edle Freiherr v. Sina, welcher unermüdlich in der Ausübung von Wohlthätigkeitsacten ist, übersandte an das Ministerium 10,000 fl. aus Anlaß der jüngsten glücklichen Entbindung Ihrer Majestät, zu dem Zwecke, daß dieser Betrag als Fond anzulegen sei, von dessen Zinsen arme Lehrer Ungarns und Siebenbürgens ohne Unterschied der Nationalität und Religion mit je jährl. 100 fl. unterstützt werden sollen. Der Pester Wahlbürger Schlechta legirte dem dortigen isr. Wohlthätigkeitsvereine „Concordia" 100 fl. Lu der Stadt Nagy-Kallv wird eine confessionslose Realschule errichtet. Alle Consessionen steuern zur Errichtung derselben bei. Der Landeslehrerverein für Mittelschulen wurde ersucht, den detaillirten Lehrplan für diese Anstalt auszuarbeiten. Der hierortige Postmeister Herr Jos. Hoffmann stellte den Israeliten Adolf Schwarz als Expeditor an. In der hiesigen Umgegend gibt es auch bereits mehrere jüdische Postmeister, so in den Ortschaften S z ivätz, Csantaver, Bajmok und Bajsa. Diese Branche war früher den Israeliten ganz verschlossen, und findet man jüdische Postbeamte auch jetzt im ganzen noch nicht viele. — 5. Beweise der Unduldsamkeit. Auch dieses Mal liegen zwei Fälle der Intoleranz vor, von denen der erstere besonderes Interesse gewährt. Für den 22. Juni war eine nölhig gewordene Reichstagsdeputirten-Wahl für die k. Freistadt Temesvür ausgeschrieben, die erste, bei der die Israeliten ihr Wahlrecht auszuüben Gelegenheit haben sollten. Die Wähler-Cvnscriptions-Commission war jedoch so arrogant und intolerant, die gleichberechtigten israelitischen Stadtbewohner nicht in die Wahllisten einzutragen. Der dortige israel. Cultusvorstand machte sofort die telegraphische Anzeige hierüber an den Minister des Innern, Baron Wenkheim, und Sr. Excellenz richtete an die Stadtcommunität nachstehenden Erlaß: Nachdem der XVH. Gesetzartikel 1865/7 die israelitischen Emwohner mit den christlichen Einwohnern hinsichtlich aller bürgerlichen und politischen Rechte als gleichberechtigt, und alle diesem widerstreitenden Gesetze, Gepflogenheiten und Verordnungen als aufgehoben erklärt, versteht es sich von selbst, daß die mit den im §. 2 des V. G.-A. 1848 vorgeschriebenen Qualifikationen versehenen israelitischen Einwohner das Recht besitzen, an allen, nach dem Jnslebentreten des obenangeführten Gesetzes vorfallenden Wahlen theilzunehmen, — aus welchem Grunde auch die diesbezüglich telegraphisch an mich gerichtete Bitte des Vorstandes der Temesvarer israelitischen Gemeinde, behufs Behandlung im Sinne des obenangeführten Gesetzes, resp. behufs Vornahme einer Supplementär -Conskription an den Centralausschuß gesendet wird. — Ofen, 6. Juni 1866. — Baron BÄa Wenckheim. Diesem Erlaße wurde natürlich Folge geleistet, und 35*