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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-08-18 · Heft 34 (18.8.1868) · p. Seite 673

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 34 (18.8.1868)
Date
1868-08-18
Page
Seite 673 (sequence 3)
Language
German
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673 int Au« nach der "gen ist -r Zweimmluiig geweckt, und es dem Bei auSzu« feit, der herrsche, g über- Verechü» ja selbst Verstan-- >er nicht hen nicht crsammie Rich' re fassen hr viele rnmlung en, mit es auch entschie« i)t nach VorauS welche ' achten, rnzelnen icht dai letzten der Berußtsein, äich der eS Amrch eine fortgern frei; die Be- Rabbicht aber, , welche seien es beitet ste nicht, beansprucht sie keinen Einfluß; denjenigen, für welche sie kein Ansehen und keine Autorität hat, will sie solche nicht aufvrängen. Sie hat also eine Mission des Friedens, ihr Werk ist ein Friedenswerk. Nun giebt es immerhin eine Partei, welche den Frieden nicht will, welche den Frieden und die Friedensbedingungen bekämpft, weil sie ihre Rechnung nicht dabei findet. Es ist aber nicht nöthig, sich um diese zu kümmern, und so aus dem Friedenswerke selbst eine Quelle des Streites und des Haders zu machen. Die Rabbinerversammlung wird nichts Neues schaffen; was sie produziren wird, besteht längst; sie will nur die einzelnen Strahlen sammeln und ein Centrum für die Radien abgeben. Es ist also klar, daß die Gegner sich nicht gegen die Aussprüche der Versammlung ihrem Inhalte nach werden erheben können, sondern nur gegen die Vereinigung selbst und die Kraft, die sie besitzen inag. Man lasse sie also gewähren, und denke nur daran, das begonnene Werk energisch fortzuführen. Zum Schluffe nur noch eine Bemerkung. Manchem wird die Zahl der Theil nehmer an der bevorstehenden Versammlung nicht groß erscheinen. Man wird sich wundern, daß sie nicht größer sei. Hie> gegen müssen wir ausdrücklich bemerken, daß, wie wir aus unserer Correspondenz dokumentiren können, dem Geiste und den Ansichten nach mindestens eine doppelte Zahl erschienen wäre, wenn dieselben nicht durch die inneren Zustände ihrer Gemeinden, und durch die Abhängigkeit, in welcher sie gehalten werden, genöthigt wären, sich des Kommens zu enthalten. Also ganz abgesehen von denen, welchen die Mittel zu einer großen Reise geradezu fehlen, giebt es eine große Zahl derer, die kommen möchten, aber durch die Zustände ihrer Gemeinde zurückzubleiben gezwungen sind. Es ist dies traurig, aber wahr, und wir werden auf diesen Gegenstand zurückkvmmen. Wir wollten dies hier nur ausdrücklich betonen, um klar zu machen, daß bei völliger Freiheit die Zahl der Erscheinenden eine doppelte, ja dreifache wäre. Und so mit Gott, mit Vertrauen und frischein Muthe an's Werk. Es haben ihr Erscheinen zur Rabbinerversammlung jüngst noch angemelvet: die Hrn. Landeabb. Wechsler in Oldenburg (der, früher durch ihm bevorstehende Reisen behindert, es jetzt doch noch möglich gemacht hat) Rabbiner Dr. A. Cassel in Schwerin an der Warthe, Rabb. Vr. Rothschild in Alzey, Rabb. Dr. Engelbert in Set. Gallen. Einige Gedanken über Autoritätsglaube» und Verstandeskritik. i. Es gehört zu den interessantesten Beobachtungen, wahrzunehmen und zu untersuchen, wie im Menschengeiste so viele Gegensätze sich vorfiuden, die an sich kaum vereinbar scheinen. In der That haben hierin die entgegengesetztesten Parteien ihren Grund und ihre Ursache, und während jede von ihnen glaubt, auf eigenem abgegrenzten Boden zu stehen, weiß sie nicht, daß sie sammt ihrem Widerpart den gleichen Boden in demselben Geiste jedes menschlichen Individuums habe. Würde diese Erkenntniß durchdringen, so wäre es zwar nicht mit den Parteien zu Ende, wohl aber mit dem Fanatismus des Kampfes, denn es bliebe dann nur die Frage über die Grenzen übrig, innerhalb derer sich jede einzelne Thätigkeit zu bewegen habe. Denn jede Partei entspringt nur daraus, daß sie eine Thätigkeit und Richtung des Geistes zur alleinigen Geltung und Herrschaft bringen will. Gerade aus dieser Beschränkung entspringt nun wiederum die Gegenpartei, welche die entgegengesetzte Thätigkeit und Richtung des Geistes zur alleinigen Berechtigung bringen will, um den traurigen Folgen der ersteren ein Enve zu machen. Dies ist insbesondere der Fall auf dem Gebiete des Glaubens. Die Natur des Geistes verlangt, daß der Verstand Alles, was er findet und ihm eutgegengebracht wird, prüfe und durchforsche, um es zu begreifen, es sich anzueignen oder zurückzuweisen, es als wahr oder unwahr anznsehen. Wir würden garnichts denken können, wenn wir nicht Alles durchdenken müßten, aber ebenso naturgemäß ist es, daß wir etwas überliefert erhalten, es entgegennehmen und zu unserem geistigen Eigenthum machen. Da wir nicht Alles selbst zu finden und zu prüfen vermögen, und dennoch einen festen Boden haben müssen, von welchem aus wir das Weitere denken und untersuchen können, so müssen wir dies von Anderen erhalten und von ihnen anuehmen. Diesem kann Niemand entgehen, und das ganze geistige Leben ist hieraus basirt. Dies ist der Gegensatz im Dtenschenu*

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