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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-07-28 · Heft 31 (28.7.1868) · p. Seite 623

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 31 (28.7.1868)
Date
1868-07-28
Page
Seite 623 (sequence 13)
Language
German
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reits in Adrad, Waitzen und Balassa-Gyarmat | bestehen. Der erste allgemeine Kranken- und Leichenver- I ein in Pest beschloß in seiner jüngsten Generalversammlung, fortan Mitgleider ohne Unterschied der Con- I feffion aufzunehmen. Derselbe besteht seit 10 Jahren ' und ist financiell sehr gut bestellt. Die wöchentliche Taxe für ein Mitglied sind 20 Nkr. Erkrankte Mitglieder erhalten unentgeltliche ärztliche Pflege, inclusive Medicamente, und außerdem 4—5 fl. wöchentlich. In Sterbefällen bestreitet der Verein die Bestattungskosten, stellt dem Verstorbenen einen Denkstein und setzt der Wittwe 200 fl. aus. Langjähriger Präses dieses wohlthätigen Vereines ist Herr A. Kurländer. 8. Statistisches. Dem „Izraelila Küzlöny“ (Israel. Organ y früher „Magyar Jzraelita^, entnehmen wir nachstehende Daten über den ungarisch-jüdischen Landesschulfond, welche auf amtlichen Mittheilungen des Cultusininisters an die Notablenconferenz basiren. Die Gesammtsumme dieses Fondes betrug zu Ende des Äahres 1866: 1,967,648 fl. 51 i/2 kr., zumeist in verzinslichen Papieren. Die Jntereffen davon beliefen sich im Jahre 1866 auf 96,539 fl. 62 kr. und für 1868 wurden dieselben, infolge der Vermehrung des Capitals, mit 97,265 fl. in das Budget gestellt, wovon die Coupon- und sonstige Steuer 6597 fl. beträgt; infolge der Erhöhung der Cvuponsteuer wird jedoch 8—10 Tausend Gulden an Interessen weniger einkommen. Außerdem figurircn noch als Einnahme: 294 fl: von der Kästenbauin'schen Stiftung und 4651 fl. als Silberagio der National-Anlehen- Eonpons. Da aber wegen des niedrigen Standes des Agios auch von der letzteren Summe ein bedeutender Betrag abgehen wird, so kann man das- Einkommen vom Schulfonde für 1868 auf ungefähr 90,000 st. veranschlagen. Was die Ausgaben anbelar.gt, so entfallen für das Lehrerseminar in Pest und die vier Musterschulen in Pest, Temesvar, Fünfkirchen und S. a. Ujhely 32,338 fl. Die übrigen Ausgabsposten verspricht das genannte Blatt demnächst mitzutheilen. Das Journal „Hon" brachte die Schulstatistik der Gesammtbevölkerung des Arad 'r Comitats. Dieser Mittheilung gemäß beträgt die Bevölkerungsanzahl dieses Comitats 254,125 Bon diesen find: 1. Römisck-kathvl. Religion 50,385 2. Griechisch-oriental. „ 174,160 3. Griechisch-kathol. „ 10,865 4. Helvetischer Cvnfesfion 14,327 5. Augsburger „ 2,051 6. Israelitischer „ 2,637 Von dieser Bevölkerung können lesen und schreiben 33,437, also 1372 0/0 1. Römische Katholiken 16,766, ft 3374 ff 2. Oriental. Griechen 7,775, \t 47« ff 3. Katholische „ 675, tt 4-7 ff 4. Protestanten h. C. 6,154, ft 423/4 ff 5. „ a. C. 904, tr 44 tt 6, Israeliten 1,553, tt 6372 ff '/« u. z. Von den schulpflichtigen Kindern besuchen 442/4 «/« im Durchschnitte die Schule. Dieser Prozentsatz macht bei den Israeliten jedoch 72 aus, und nur die Protestanten beider Confessionen sind ihnen mit V2 respektive 10/0 vor. Das Oberghinnasium der Stadt Großwardein wird im laufenden Schuljahre von 821 Schülern, darunter 100 Israeliten besucht, welche letzteren sich bis auf zwei, zur magyarischen Nationalität einschreiben ließen. Aus der vom „Ungar. Lloyd" veröffentlichten, vom Physikus 0,'. Tormai herrührenden Zusammenstellung der Lebens- und Sterblichkeitsverhältnisse in Pest heben wir folgende Stelle heraus. Dem Religionsverhältniß nach lassen sich die Verstorbenen nur in Christen' und Juden streng gruppiren, und da entfallen für letztere bei Weitem die günstigsten Verhältnisse, und diese Verhältnisse behaupten sich in normal wie abnorm verlaufenen Jahren, wie dies aus folgender Nebeneinanderstellung zu ersehen. Es sind unter je 100 Verstorbenen: im Alter von: Christen: Juden bis zu 5 Jahren 53.01 Prozent. 32.54 5- -20 ft 6.21 ft 11.73 20- -40 tr 18.72 tr 22.72 40- -60 tt 13.55 tt 12.65 60- -80 tt 7.40 tt 12.92 über 80 Jahre alt 0.97 ft 6.25 Wir finden somit, daß von der Geburt 1 fünften Jahre bei Christen die Sterblichkeit sehr groß und sich zu der bei Juden wie 5:3 verhält. Diese so geringe Sterblichkeit der Kinder der Juden im zartesten Alter bedingt ihre Vermehrung; denn wenn auch die Sterblichkeit dieser vom 5. bis zum 30. Jahre höher als bei den Christen sich berechnet, so sind dies im Lause

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