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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-07-14 · Heft 29 (14.7.1868) · p. Seite 576

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 29 (14.7.1868)
Date
1868-07-14
Page
Seite 576 (sequence 6)
Language
German
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576 rabb. Dr. Levi in Gießen, Rabb. vr. Kayserling in Lengnau (Schweiz!, Rabb. v?. Friedmann in Mannheim, Rabb. vi. Tobias Cohn in Potsdam. Wir hoffen, bald Näheres über Ort und Zeit mittheilen zu können. Zeitungsnachrichten. Deutschland. Bonn, 6. Juli. (Privatmitth.) Die öffentlichen Blätter theilen die Bulle des Papstes mit, durch welche derselbe zum ökumenischen Concil auf den 9. Dezemb. 1869 einladet. Diese Angelegenheit geht uns nur in sofern an, als auch in diesem Dokumente in nicht zweideutiger Weise die Grundsätze des modernen Staates, auf denen auch unsre gesellschaftliche Existenz beruht, angegriffen und verdammt, und das Concil vorzugsweise dazu berufen zu werden scheint, den Streit wider diese Grundsätze womöglich in einen thatsächlichen zu verwandeln. Jndeß dies steht abzuwarten. Heute wollen wir nur allen unsren Glaubensgenossen dringend empfehlen, diese Bulle aufmerksam zu lesen. Denn wenn Etwas im Stande ist, ihre Liebe zum Judenthume, ihr festes Vertrauen, ja ihren Stolz auf dasselbe zu stärken, sie über den großen Wahrheitsschatz, den sie in ihrem Judenthume besitzen, aufzuklären, so ist es die Lektüre dieses Dokumentes. Düsseldorf, 28. Juni. (Privatmitth.) Am 26. d. starb allhier der Banquier S. H. Prag, erster Vorsteher der jüd. Gemeinde und langjähriges Mitglied des Stadtkollegiums. Die Theilnahme war eine allgemeine, und dem Leichenbegängnisse wohnten außer den angesehensten Bürgern auch die Spitzen der Behörden bei. Die wahrhafte Religiosität, welche diesen Mann beseelte, die Humanität und Wohlthätigkeit, welche er in Wort und That allezeit erwies, die Theilnahme für alle religiösen und öffentlichen Interessen sichern ihm ein dauerndes Angedenken, das auch an dieser Stelle ausgesprochen sei. Am Grabe sprachen außer dem hies. Rabbiner noch alle benachbarten, ein Zeugniß von dem Werthe, den man dem Verstorbenen beilegte. Oesterreichischer Kaiserstaat. Wien, 29. Juni. (Privatmitth.) Die mterconfcssionellen Gesetze beginnen bereits ihre Wirksamkeit zu zeigen. Beim Wiener Magistrat haben sich 13 Individuen gemeldet, welche ihre Religion verändern wollen: 3 Katholiken, die zum Protestantismus, 10 Katholiken, die zum Judenthum übertreten wollen. Mau erwartet noch die Vollzugsvorschriften von Seiten des Ministeriums. Vor einigen Tagen meldete ein israel. Vater dem Vorstande, daß er den ihm neugebornen Knaben im israel. Glauben erziehen, aber nicht beschneiden lassen wolle. Diese Frage ist auch keine neue und wurde bekanntlich bei Gelegenheit des Frankfurter Reformvereines lebhaft erörtert. In Oesterreich ereignete sich ein ähnlicher Fall, wie wir dem eben erschienen Werke: Josef Wertheimer, ein Lebens- und Zeitbild von G. Wolf, entnehmen, im Jahre 1848 in Böhmen. Die Unterbehörden entschieden sich zu Gunsten des Vaters, doch der Concordatsminister Graf Thun entschied im Jahre 1857, daß das Kind entweder getauft oder beschnitten werde. Wahrscheinlich wird die Regierung in Folge der Hirtenbriefe der Bischöfe, welche in vehementer- Weise die interkonfessionellen Gesetze angrci fen, sich veranlaßt sehen, Civilregister einzuführen und dadurch werden auch diese Fragen auf jüdischem Gebiete gelöst werden. — Eine Repräsentanz der böhmischen Landesjudenschaft hat dem Reichskanzler von Beust eine schön ausgestattete Dankadresse für sein energisches Eintreten zu Gunsten der Rumänischen Israeliten überreicht. Wien, 18. Juni. (Privatmitth.) Als im Winter Besprechungen bezüglich der Neuwahlen des Vorstandes der israel. Cultusgemeinde statt fanden, wurde wiederholentlich der Wunsch ausgesprochen, daß auch öffentliche Sitzungen statt finden mögen. Der Wunsch ist nun erfüllt worden. Gegenstand der Berathung war ein Gutachten an die Statthalterei über das zu errichtende Seminar. Den Vorsitz führte in Abwesenheit des Präses, Herrn Jonas Ritter v. Königswarter, der sich jetzt zur Cur in Carlsbad befindet, Herr Bicepräses Reichsrathsabgeordneter Di-. Kuranda. Zum Beschluß wurde erhoben: Der Staat solle für Erhaltung des Rabbinats-Seminars als Staatsanstalt gleichwie für die an- Ideri izeri Ittaj Istch IZN' Iran lUefc I tva< Ititd gti die mai Istigl I uafc 1*2 : frei Ins den Idaö ritä! fnn I nah bitd znbi well | wie' i des nur hat Mc alte tat mit entj!°! am nnb dien sprc Mi Wie rim De. terc

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