Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 32 (1868)
- Issue
- Heft 28 (7.7.1868)
- Date
- 1868-07-07
- Page
- Seite 555 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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555 -ochsten Staat nachen. immer ^atholic uns Wenn oürden n und Aschutz Worte, Nüssen, staates k her- 'apstes Sache on ist kannte Ausildung e Phi- Schoschaft- , die -n zuihren Welt * wir n der nvache lichtsoenigoirren rlten) : Beriwache um wenn s die- }t zu rvorn. e verluden : und kenne leben wolle. Seitdem ist diese Verläumdung eine der am öftesten benutzten Anschuldigungen der Juden gewesen, und übte ihren Einfluß auf die Behandlung der Juden in I den verschiedensten Zeiten. Thatsachen, Beweise vermochte man niemals beizubringen, und die Aussprüche der jüdischen Autoritäten, der Propheten, Weisen und Rabbinen waren ganz entgegengesetzter Art. Der Prophet Jeremias empfiehlt den Exulanten, für das Wohl des Staates zu wirken, die Talmudisten erklärten das Staatsgesetz für Gesetz, und als die Staaten einen Theil des jüdischen Rechts nach dem andern abolirten, machten die Rabbinen weder offen noch ins Geheim Opposition. 'Die Juden nahmen ohne Rückhalt die Staatsgesetze an und verlangten niemals mehrmals ihrer Religion treu bleiben zu dürfen. Diejenigen nun, welche früher uns Juden mit jenen Verdächtigungen belasteten, zeigen jetzt, wie sie uns nur insinuirten, was sie selbst als ihr Recht beanspruchen, daß sie selbst sich über alle Gesetze und Autoritäten des Staates hinaus glauben, dieselben nicht blos zu kritisiren, sondern für nichtig und ungültig zu erklären sich das höchste Recht zuschreiben. Und man merke wohl, es handelt sich hier nicht um die Freiheit der Kirche, die dieser durch jene österreichischen Gesetze durchaus nicht verkümmert wird, sondern um die innersten Angelegenheiten des Staates, um die Rechte ihrer Bürger, um den Unterricht u. s. w. Der Stiel hat sich alsp umgedreht, und was ungerechtfertigte Beschuldigung gegen uns war, das ist jetzt unzweifelhafte Thatsache aus der anderen Seite. Die Nabbinerversammlung. Zu der Rabbinerversammlung zur Regelung des öffentlichen Gottesdienstes haben außer den bereits ,'Nr. 26. 27.) genannten ihren Beitritt erklärt: die Herren Landrabbiner Dr. Landsberg in Hildesheim, Landrabbiner vr. Herxheimer in Bernburg. In Zuschriften haben die Herren Landrabbiner Dr. Herzfeld in Braunschweig und Landrabbiner Dr. Wechsler in Oldenburg, ihr Bedauern ausgesprochen, der erstere durch Kränklichkeit, der andere durch zu unternehmende Reisen an der persönlichen Theilnahme behindert zu sein. Ferner hat Herr Religionslehrer Dr. G. Wolf in Wien seine Theilnahme an der Versammlung angczeigt. Weiteren Erklärungen sehen wir entgegen. Wir erhalten so eben von Wien folgende Zuschrift Wien, 29. Juni. Wahrhaft erfreut hat mich die Mittheilung in der Nr. 26 d. A. Z. d. I., daß bereits 4 Rabbinen, darunter die von Berlin und Breslau, ihre Bereitwilligkeit erklärt haben, bei einer Rabbinerversammlung zur Regelung des öffentlichen Gottesdienstes zu erscheinen. Ich zweifle nicht daran, daß noch mehrere Herren Rabbiner Ihnen ähnliche Erklärungen einsenden werden. Aber selbst in dem kaum wahrscheinlichen Falle, daß keiner sich mehr melden sollte, so möchte ich mir erlauben, darauf einzuwenden, daß nichtsdestoweniger die Versammlung und Berathung statt finde. Die Frage ist eine brennende und wie Sie in den Artikeln : „Unser Gottesdienst" wichtig hervorhoben, eine bereits viel ventilirte. Wohl ist mir der Satz bekannt; mnn ns mn und wird es daher nur im Interesse der guten Sache ein, wenn sich recht viel Rabbiner bei der Versammlung betheiligen; andererseits ist es jedoch nicht zu verkennen, daß derartige Fragen in Berathungen en pellt eomi>L rascher und sicherer zum Ziele führen. Literarischer Wochenbericht. Leipzig, im Juni. Gestatten Sie mir, Herr Redacteur, in d. Bl. auf eine Schrift zurückzukommen, welche im vorigen Jahre erschienen, die allgemeinste Verbreitung innerhalb der deutschen Judenheit mir zu verdienen scheint, ja, die einem großen Bedürfnisse zu genügen bestimmt ist, und darum wiederholt der Aufmerksamkeit Aller empfohlen werden muß. Dieselbe muß so oft dem Publikum in die Erinnerung gebracht werden, bis sie sich in demselben heimisch gemacht hat, weil dann ihre Verbreitung und Wirksamkeit sich ganz von selbst machen wird. Gestatten Sie mir dieses, obschon das Buch ein Erzeugniß Ihrer eigenen Feder ist, und Sie, wie bekannt, es nicht lieben, Ihre Arbeiten in d. Bl. rühmen zu lassen. Es kann den jüdischen Eltern im Allgemeinen nur das Rühmliche nachgesagt werden, daß sie für das Wohl ihrer Kinder sehr besorgt sind und nicht anstchen, dafür kleine und große Opfer zu bringen. Wie sollte es daher diesen schwer werden, ihren Kindern in dem Augenblicke, wo diese in's wirkliche Leben treten, mit einem geringen Geldopfer ein Buch in die Hand zu geben, das ihnen ein treuer Führer und Freund für das ganzere-