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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-06-02 · Heft 23 (2.6.1868) · p. Seite 462

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 23 (2.6.1868)
Date
1868-06-02
Page
Seite 462 (sequence 12)
Language
German
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zurüchurufen, der vor ganz kurzer Zeit, vor kaum einigen Wochen, in Pest bei keinem Meister Arbeit finden konnte, weil diese Herren keinen Juden in Arbeit nehmen wollen, und dem auch nicht das Meisterrecht verliehen wurde, weil er kein Christ ist. Wir würdigen vollkommen die mit seinem gestrigen Beschlüsse kundgegebene Intention des Vereines, von den in sich abgeschlossenen separatistischen Bestrebungen abzulassen, um keine neuen Schranken zwischen Juden und Christen zu errichten, jetzt, nachdem die Legislative die Men am 21. December 1867 niedergerissen. Trotzdem hätte aber eben der Verein seine productive Thätigkeit unbehindert fortsetzen sollen. Man hätte nicht neue Schranken aufrichten müssen. Die Juden Ungarns leben eben jetzt in einem Ueber gangs-Stadium, und zu solcher Zeit chut ein Verein erst recht noch, der.sich bestrebt, die noch bestehenden Gegensätze auszugleichen. Er würde hiedurch seinem Werke die gebührende Krone aussetzen. Auch müßte er nicht für die Heranbildung neuer Handwerker, sondern für das weitere Fortkommen der durch ihn schon herangebildeten sorgen. Lemberg, 15. Mai. Ein schönes Institut wird hier in Kurzem entstehen, nämlich ein Taubstummen- Jnstitut für israelitische Kinder. Hauptsächlich befaßt sich damit Dr. Honigs mann. Ein bedeutendes Kapital ist schon zu diesem Zwecke gesammelt worden. Don aufürstenthüme r. Bukarest, 16. Mai. „Die Zusammensetzung des neuen Cabinetes ist noch nicht veröffentlicht. Im Senate wurde die Regierung von Jonesco heftig angegriffen, und beantragte derselbe die Vorlage der diplomatischen Correspondenz in Betreff der Judenfrage. Dieser Antrag wurde mit großer Majorität angenommen. Die Terra meldet, daß die Nationalgarde in Bakeu mit einem großen Aufwande von militärischen Kräften entwaffnet wurde." Dies ist die einzige Nachricht, die wir aus der verfloffenen Woche mitzutheilen haben. Schon dieser Umstand ist höchst erfreulich, denn es scheint doch daraus hervorzugeheu, daß die Judenverfolgung in Rumänien ihren Stillstand erreicht habe — was wir selbstverständlich dem energrschvn Ausdruck des Unwillens Europas vorzugsweise zu danken haben; zu nicht geringem Theil jedoch wohl auch der Zerrüttung uud Auflösung der inneren staatlichen Verhältnisse, welche jedes Mal die Folge ungesetzlicher, die Volksmaffe aufregender Handlungen ist. Wir haben es immer gesagt, Judenverfolgungen sind immer ein Symptom der vorhandenen staatlichen Krankheit, das am leichtesten an's Licht tretende Symptom; die Krankheit bricht dann aus, und darin liegt dann die Strafe derer, welche dieses Symptom zum Vorschein brachten oder ihm ruhig zusahen. — Uebrigens geht aus den obigen Nachrichten abermals hervor, daß es eine lügenhafte Verdächtigung, auch so ein Kunststückchen der Partei Bratiano war, die Bojaren hätten die Verfolgungen angezettelt, um der Regierung Bevlezercheiten zu bereiten. Denn man sieht, der Senat, in welchem die Bojaren die Oberhand haben, erklärt sich energisch für die Juden, während das Bratiano'sche Abgeordnetenhaus in seiner Mehrheit zur einfachen Tagesordnung übergegangen. Bukarest, 18. Mai. Zur Ergänzung des Obigen dient folgendes Telegramm: „In Folge des Bekanntwerdens der Note des österreichischen General-ConsWls Baron Eder an den Minister Gvlesco hat der Senat trotz aller Ausflüchte des Ministers die Vorlage der ganzen diplomatischen Correspondenz mitdemAuslande verlangt und bereitet jetzt ein Mißtrauensvotum gegen die Regierung vor, weil sie die Würde des Landes verletzt und die guten Beziehungen zum Auslände gestört habe. Jassy, 12. Mai. Die obigen Voraussetzungen haben sich nicht bewahrheitet. Man schreibt unter obigem Datum: Während das gesammte Europa die hiesigen Judenverfolgungen als Thatsache anerkannt hat, während selbst Fürst Karl dieselben als Facta constatire» mußte, während Oesterreich seinen Bukarester Genererat-Consul ob seines Vorgehens in der'Judenfrage belobte, werden in Rumänien ununterbrochen die barbarischen Acte weiter verübt, und die hiesige Regierung scheint fest entschlossen, die eingeschlagene Bahn nicht verlassen zu wollen. Wol liest man von energischen identischen Roten, von verlangter Schadloshaltung der Geprellten und Be Europa gut, da gen, fei en. W hat die Uten de In Mi WWür nachbar schm, ' folgt ei Distriv und T an der Et marien Tutovc Rumü M ter-Pr liche ( sind, jüdisch hiemit bekam Contr (alten dageg Jhnei eine so sic Untei haltr (I § Rum ( daß Nr. ' 198 in d

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