Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 32 (1868)
- Issue
- Heft 21 (19.5.1868)
- Date
- 1868-05-19
- Page
- Seite 413 (sequence 7)
- Language
- German
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413 einer gentie n, die exatoenden anzutocoll n der dem mol- :ingeführt > Er- Zwerrlan- Für- Jeifte Verretär erniedrigend genug ist, um sich an der Spitze der Regierung zu erhalten. —. Auf die Motive zu dem berüchtigten Gesetzentwürfe, über welchen wir in Nr. 17 uns ansgelassen haben, hat der Redakteur des Echo lianubie», Herr S. Carmellin, eine Broschüre erscheinen lassen: „R6ponse am aiiaques etc. (Bukarest 1868) in rumänischer und französischer Sprache, durch welche dieser unerschrockene Vertheidiger der Unglücklichen sich ein neues Verdienst erworben hat. Ruhig, bestimmt und in edelster Haltung beantwortet er Punkt für Punkt und zeigt die Unwissenheit, die Böswilligkeit und Ungerechtigkeit, aber auch .die politische und national-ökonomische Unklugheit, welche jene Deputaten in ihrem Gesetzentwurf, wie in dessen Motivirung beweisen. Wahrlich, es gehört viel Selbstbeherrschung dazu, um nicht auch zu der so sehr bequemen Offensive überzugehen und den Herren Rumänen ein Spiegelbild ihrer selbst vorzuhalten, das sie überzeugen müßte, wie sehr sie vielmehr alle die Uebel besitzen, die sie den Juden nachsagen, und aller Mißstände Schuld tragen! ügcn, dercs Cariesem nen an die reute i in über ageu >rreesetzt igen tattreninden nige das erth eicht mä- und Die pariser Epoque behauptet, daß die europäischen Cabinette sich der Ansicht des österreichischen anschließen werden und daß die von Oesterreich an die rumänische Regierung gestellte Forderung einer Entschädigung für die verfolgten Juden mit Nachdruck unterstützt werden würde. Ein Telegramm aus Bukarest vom 8. Mai meldet: In der Kammersitzung interpellirte Carp wegen der Vorfälle in Baken. Nach Rechtfertigung des Ministers stellte Hornnczaki folgenden Antrag: Die Kammer weist die Anklage wegen der Judenverfolgungen als unbegründet zurück und geht, die Haltung der Regierung anerkennend, zur Tagesordnung über. Von 91 Votanten stimmten 47 für den Antrag, die übrigen enthielten sich der Abstimmung. Man kann von einer Kammer, von der ein Drittel mit ihrem Präsidenten an der Spitze den famosen Gesetzentwurf eingebracht hat, nichts Anderes erwarten. Wie schwer muß das Gewicht der Wahrheit sein, wenn selbst in dieser Kammer 44 gegen 47 sich der Abstimmung enthielten, also gegen die Regierung stimmten. Was soll man nun aber sagen, wenn vom folgenden Dage, vom 9., wieder folgendes Telegramm in die Welt ^ünst: Fürst Carl hat, nachdem er auf seiner Reise durch die Moldau die Ueberzeugung gewonnen, daß im Districte von Bakeu Gewaltthätigkeiten gegen Israeliten wirklich stattgefunden haben, sofort nach seiner Ankunft hier die strengsten Maßregeln gegen die Schuldigen anbefohlen. Der Präfect Lecca ist seines Amtes entsetzt, eine große Anzahl Beamter und Einwohner des Districtes Bakeu, welche sich Gewaltthätigkeiten gegen Juden haben zu Schulden kommen lassen, sind deshalb in Anklagezustand versetzt, die Nationalgarde von Bakeu ist aufgelöst worden. Es sind im Uebrigen alle Maßregeln ergriffen, um den Israeliten die vollste Garantie für die Zukunft zu geben. Wir brauchen es kaum zu sagen, daß diese Zusicherungen, so lange sie noch während des Ministeriums Bratiano geschehen, von gar keiner Bedeutung für uns sind. Diese beständige Betonung der Absetzung Leccas scheint uns kein großes Sühnopfer für die Verfolgten und Geplünderten anzudeuten, da man diesein Menschen zugleich die Polizeidirektion in Bukarest angeboten. Jedenfalls sind das sonderbare Zustände eines Staates, wo Minister und Kaminermajorität den einen Tag leugnen, was der Fürst den anderen Tag bestätigt! Der vormalige Präsident des Ministeriums und der' rumänischen Constituante, Herr E. Kostaki Epureano, hat eine Antwort auf das bekannte Schreiben des Fürsten v. Hohenzollern erlassen, in welchem er den Vorwurf, als ob die Bojarenpartei die Urheberin der Judenverfolgungen sei, nachdrücklich und schlagend widerlegt, und. zugleich diejenige Ansicht bestätigt, die wir von Beginn an aufrecht erhalten haben, nämlich daß diese Verfolgungen lediglich ein Werk der heuchlerisch demokratischen Bratianos seien, welche das Land in Aufregung setzen und erhalten, um sich oben zu erhalten. Nur die Unkenntniß aller wirklichen Verhältnisie in Rumänien kann die Jrrthümer des Fürsten in jenem Schreiben erklären und entschuldigen. Literarischer Wochenbericht. Pest, im April. Binnen Kurzem erscheint hier eine zweite Ueberfetzung Ihrer Broschüre über die Kreuzigung Jesu in magyarischer Sprache. Dieselbe ist verfaßt von dem jungen Rechtsgelehrten Geza Ferenc Schulhof, welcher durch Wissen und Geist zu den besten Hoffnungen veranlaßt. Petershagen (bei Minden), im März. Sie haben bereits mehrfach in der Allgemeinen Zeitung des Juden-